Vorlaute Aggressivität:
Kurt W. Zimmermann,
Du alter Medienwichser!

Peter Hogenkamp, 2. Oktober 2008 15:40 Uhr, 33 Kommentare Kommentare

Kurt W. Zimmermann, Autor einer sogenannten «Bullshit-Medienkolumne» in der Weltwoche, beschwert sich, deutschsprachige Blogger seien zu brav. Dem Mann kann geholfen werden.

Kurt W. Zimmermann hat zumindest einen sehr langen Schlips (Foto: persoenlich.com)

Es ist wissenschaftlich erwiesen in der Branche jedem bekannt eine gewagte These, dass Kolumnisten einen sehr kleinen Pimmel Penis haben.

Franz-Josef Wagner, Matthias Matussek, Helmut-Maria Glogger - sie alle müssen kompensieren, was das Zeug hält, und statt das auf einem Sofa mit einer Person ihres Vertrauens zu machen, müssen wir ihre Bewältigungsergüsse regelmässig lesen. Kein Wunder also, dass Kolumnist Zimmermann seine Kolumne in der Weltwoche 12/08 betitelt: «Sind 14 Zentimeter genug?»

Eine den Kolumnisten verwandte Art sind die Golfer, über die Schumacher-Manager Willi Weber vor zehn Jahren den unsterblichen Satz prägte: «Ich golfe nicht, ich bumse noch.»

Kurt W. (Der «middle initial» sei, in unserem Kulturkreis angewandt, «der Doktortitel des kleinen Mannes», sagte mir vor 15 Jahren jemand; und je mehr Typen ich kennenlerne, die ihn verwenden, desto klarer stimme ich dem zu.) Zimmermann macht alles zusammen: Schreiben, Golfen und übers Golfen schreiben (in der SonntagsZeitung und sogar ein Buch).

Zeit genug für das alles hat er. Denn er ist einer aus der Phalanx der «Manager», die sich dem millionenschweren Scheitern ihrer Konzern-Projekte auf anderer Leute Kosten (z.B. über 100 Mio. für TV3, bezahlt von der Tamedia) auf eine Position als Berater und notorischer Besserwisser zurückziehen. Ihre hauptsächliche Qualität dabei besteht darin, das Maul weiter aufreissen zu können als andere, weil ihnen sowieso niemand mehr einen gescheiten Job gibt.

Und so schreibt er Woche für Woche eine Medienkolumne in der Weltwoche, und die Dummheiten, die er dabei verzapft, sind meist so absurd, dass sich eigentlich jeder Kommentar erübrigt.

So hält er es auch selbst, denn in Ausgabe 29/08 schreibt er unter dem Titel «Sie Dummkopf! Sie Schrägschwätzer!» (nur für Abonnenten, wegen der längst als gehirntot belegten Weltwoche-«Strategie», die Leute von der Website fernzuhalten, was mit nur 80′000 Unique Clients pro Monat auch bestens gelingt) über Martin Dummermuth, den Chef des Bundesamtes für Kommunikation, der sich erdreistet hatte zu sagen, die Medienkritik in diesem Land sei auf sehr tiefem Niveau: «Wenn künftig diese Berichte der staatlichen Medienbeobachtung erscheinen, gibt es nur eine einzige Methode, die uns bleibt: das Totschweigen.»

Wir machen heute mal eine Ausnahme, quasi auf persönliche Einladung von Kurt W. Z., denn er findet, Blogger seien zu nett. Seine heutige Kolumne heisst: «Das Blogismus-Problem». Das Fremdwort «Blogismus» hat ihm wohl jemand zugesteckt, denn sein Hintergrund diesbezüglich lässt zu wünschen übrig, indem er zum Beispiel denkt, der Plural von Interna sei «Internas» («Ich verwende in der Kolumne keine Internas»).

Die erste Hälfte der Kolumne ist ohne Sinn und Verstand zusammengestoppelt: Kurt W. Z. kritisiert, dass die 52 Leser-Kommentare zur Wahl der Miss Schweiz auf tagesanzeiger.ch zu nett seien, schreibt aber im nächsten Satz, dass das an den «Zensurbehörden auf den Online-Redaktionen» liege. Also was genau können die Leser dafür?

Und überhaupt, was haben handzahme Leserkommentare bei einer Zeitung mit «Blogismus» zu tun? Nichts, aber 4000 Zeichen muss man halt irgendwie füllen, und da er von Blogs keine Ahnung hat, wie sich weiter unten schnell zeigt, ist es praktisch, wenn er jede zweite Woche ein paar Zeilen über seinen Ex-Arbeitgeber Tamedia unterbringen kann.

Kurt W. Z. analysiert:

Die Schweizer Online-Welt ist ähnlich fromm geworden, wie es die Welt der Presse schon von jeher war. Das Netz ist mittlerweile so politisch korrekt wie die Leserbriefe im Lokalblatt.

… die immer schon zensiert wurden.

Sogar die Blogs, die früheren ungezogenen Kinder des Netzes, übertreffen sich inzwischen an gebremster Zivilisiertheit und unverbindlicher Banalität. Erstaunlich an diesem Prozess ist vor allem, wie schnell er vor sich ging. Noch vor achtzehn Monaten versetzte der sogenannte user-generated content die Branche in helle Verzückung.

Moment, was war vor 18 Monaten? In den Zimmermann-Kolumnen von Februar 2007 steht gar nichts über Blogs. Dafür in dieser, aus Weltwoche 24/06, also schon 28 Monate alt:

Warum sind die Blogs so populär geworden, diese Meinungsseiten im Internet? Die Blogger wollen zu den News selber etwas beitragen, sie wollen sie in Frage stellen oder ergänzen, und sie wollen mit anderen über diese News kommunizieren.

Egal. Blogs jedenfalls, Schweizerische zumal, sind in der Krise, eigentlich schon immer, aber genaugenommen seit 18 Monaten. Wir sind einfach zu nett.

Es gibt in der Eidgenossenschaft keinen frechen Polit-Blog, keinen gutgemachten Wirtschafts-Blog und keinen flotten Unterhaltungs-Blog.

Das stimmt weitgehend.

Vor zwei Jahren gab es in der Schweiz eine Vielzahl ambitionierter Medien-Blogs, die dem Journalistenschaffen kritisch heimleuchten wollten. Sie sind allesamt wieder verschwunden, weil den Bloggern, wie erwartet, schnell die Luft ausging.

Ja? Wie viele gab es denn? Wohl eher eine Handvoll als eine «Vielzahl». Prominent verschwunden ist zum Beispiel das vielzitierte anonyme 20-Minuten-Watchblog «Pendlerblog», aber dafür hat ein anderer anonymer Blogger das Parkett betreten, nämlich «Ugugu» mit seinem Journalistenschredder. Ich lese nicht alles, aber ich würde sagen, Zu- und Abgänge halten sich einigermassen die Waage; für Details siehe media.slug.ch.

Und auch wenn’s mir schwerer fällt als einem kolumnierenden Selbstbeweihräucherer, uns selbst zu nennen, kann ich doch nicht umhin, dieses hier, medienlese.com, anzuführen. Online seit August 2006, im August 2008 rund 75′000 Unique Clients - also nicht viel hinter den Online-Zahlen der 75 Jahre alten Printmarke «Weltwoche». Wir hatten schon einige Primeurs, Autoren wie der meinungsstarke Klaus Jarchow schreiben regelmässig ziemlich tolle Sachen, die natürlich Kurt W. Z. nicht liest und deswegen auch nicht beurteilen kann, aber natürlich macht er es trotzdem.

Das Halbwissen, das der Journalist unwidersprochen rausblasen kann, ist in der Tat einer der grossen bleibenden Unterschiede zu den Blogs, wo nach fünf Minuten ein Kommentar online wäre, der kurz und präzise den Autor widerlegt.

Die Wahrheit dürfte sein, dass Kurt W. Z. nur ein Schweizer Blog wirklich regelmässig liest, nämlich Martin Hitz’ medienspiegel. Martin ist ein sehr netter Kerl (Bündner halt, die sind ja alle so freundlich) und schreibt deswegen auch in einem sehr verbindlichen Tonfall; wenn er mal zu drastischen Ausdrücken greift, verbrämt er sie meist auf Englisch. Das kann man ihm nun wirklich nicht vorwerfen.

Kurt W. Z. dagegen kann man bestens vorwerfen, dass die grossen Vorbilder aus den USA, die er gern anführt, nicht besonders gut kennt. Wie bereits andere bemerkten, verwechselte er heute das Original, den Drudge Report, mit dem Watchblog Drudge Blog. Klingt ähnlich, aber ist doch was ganz, ganz anderes. So kommt’s halt raus, wenn man flüchtig ergoogeltes Wissen an ein grosses Publikum absondert.

So. Genug fürs erste? Sonst bitte Rückmeldung, dann würde ich sagen: Nächste Woche, gleiche Stelle. Schöne Grüsse.

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33 Kommentare zu diesem Artikel

  1. bugsierer

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 15:53 Uhr (#)

    medienwichser find ich sehr passend für den herrn. hast du extra ein bildli mit einer um ca. 10cm zu langen kravatte genommen? nicht mal das kriegt der grosskotz auf die reihe. widerlich.

  2. schrieb am 2. Oktober 2008 um 15:59 Uhr (#)

    und wie wir von twitter wissen, hat er im burj al arab in dubai hausverbot in der bar, heists…

  3. chm

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 16:19 Uhr (#)

    gut gebrüllt. so ein schmierlatz.

  4. Klaus Jarchow

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 16:32 Uhr (#)

    Ich habe schon Riemen geschrieben, die waren 30 cm und länger. Da kann so’n Zimmermann mit seinen kleinen Holzdübeln gar nicht dran klingeln …

    ;-)

  5. thomas

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 16:35 Uhr (#)

    Bei so einem langen Schlips muß man einfach trauftretten!

  6. Frank

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 16:49 Uhr (#)

    Recht hat der Mann. Aber nur in einem einzigen Punkt. Nämlich dass Blogs hier in Deutschland noch zu wenig politische Relevanz haben und sich ein paar wenige Alpha-Tiere mit anderen Themen beschäftigen. Das ist der große Unterschied zu den USA.

    Und das ist auch schon alles. Weil der Rest, surfen wir duch die Blogosphäre, durchaus bissig ist. Auch wenn es manchmal Gedankenmüll ist.

    Die restirktiven Kontrollen der Online-Redaktionen übrigens sind auch nicht so haltbar wie von ihm beschrieben. So habe ich in einigen meiner Verlagsobjekte - ja ich verdinge mich dort, das Geld muss ja reinkommen - eingentlich wirklich nur Rassismus und Strafbares unterbunden. Alles andere wäre auch keine Diskussion.

  7. Ugugu

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 17:41 Uhr (#)

    Interessant finde ich den kulturtheoretischen, also eher ethnologischen Ansatz zum Thema “middle initials”. Ich dachte immer das habe in erster Linie etwas mit Kompensation zu tun, also komme von der Psychologie her. “middle initials” müssten demnach auf der ganzen Welt zu finden sein? Aber vielleicht existieren sie tatsächlich nur im deutschen Sprachraum.

  8. Jean-Claude

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 18:00 Uhr (#)

    Die “middle initials” sind eine “68er”-Marotte. Klang eben n’büschen intellektuell damals. Die meisten haben’s, bevor es n’büschen peinlich klang, wieder abgeschafft. Den paar übrig Gebliebenen war dann eben nichts mehr peinlich.

  9. rittiner & gomez

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 19:27 Uhr (#)

    wir wünschen der weltwoche das sieh nicht nur aus verzweiflung zubeisst. ihre weltbild kommt zur zeit ja stark ins wanken.

  10. Thinkabout

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 20:13 Uhr (#)

    Gut gebrüllt - und gleichwohl, würde ich sagen, in die Falle getappt. Die erste Hälfte des Artikels beruht auf der stillschweigenden Prämisse:
    Dir, KWZ, sind wir Blogger also zuwenig bissig? Na, dann betrachte ich das mal als Einladung, selber Unflätig zu sein und mal meine innere Sau raus zu lassen.

    Es wird dann auch durchwegs gut formuliert, bleibt aber völlig unerheblich. Sätze, die mutmassen, dass einer nur Kolumnist ist, wo er es ist, weil er sicher keinen anderen Job mehr kriegte, sind einfach nur peinlich - in Blogs genau so wie in Prints.

    Zum ersten Mal substanziell wird es, wenn bemerkt wird, dass die Behandlung von Leserkommentaren in Portalen von Holzmedien rein gar nix mit einer Blogger-Analyse zu tun hat.

    Wenn schon bissig, dann doch bitte auf den Fakten rumreiten und nicht auf der Person. Dank @Bö weiss ich nun, dass KWZ “sogar” in Dubai ein Barverbot besitzt, frage mich aber gleichzeitig, warum ich das wissen muss und warum @Bö findet, ich, wir, müssten es wissen.
    Wenn KWZ so ein Schlachtross ist, wie hier dargestellt, werden solche Eierwürfe an ihm abtropfen wie an Teflon. Das, was wir hier so an Dünnbrettern anbohren, will mir überhaupt nicht gefallen.

    Womit ich auf den Punkt komme:
    Dass KWZ in seiner Schnellwaschgangs-Pseudoanalyse in der Blogger-Medienwatch-Landschaft nur das Blog von Martin Hitz ausmachen will und zum Beispiel dieses hier komplett ignoriert, ist - sic! - eben ignorant. Und eine Qualifikation für sich.

    Und die Tatsache, dass sämtliche Weltwoche-Blogs an Kurzatmigkeit eingehen, kaum hat man sie wahr genommen, lässt mich KWZ bitten, doch als nächstes eine hausinterne Nabelschau zum Thema durchzuführen, mit Erfahrungsberichten in Ich-Form der werten Kollegen.

    Dann können wir weiter darüber reden und schreiben, weil wir dann davon ausgehen können, dass die Herren bei der Weltwoche von den Dingen schreiben, die sie verstehen - oder zumindest kennen gelernt haben, im Versuch, learning by doing zu praktizieren.

    Und noch ein Nachsatz:
    Das Kürzel W. als zweiter Vorname könnte durchaus einen rein praktischen Hintergrund haben. Ich selbst kenne in meinem unmittelbaren eigenen beruflichen Umfeld zwei Zimmermänner. Der Name ist nicht gerade selten. KWZ hat aber schon zu Zeiten geschrieben, als die Leser doch tatsächlich noch wissen wollten, genau wissen wollten, wer denn da schreibt. Und da kann so ein W. schlicht ein bisschen Identität bedeuten. Alles weitere Mutmassen fällt zuerst mal wieder auf den Missliebigen zurück. Wie gesagt: Ein bisschen souverän bleiben in der ganzen Diskussion - das wäre die viel schärfere Waffe.

  11. jok

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 20:58 Uhr (#)

    @ugugu
    John F. Kennedy, J. Edgar Hoover, Franklin D. Roosevelt, Jerome D. Salinger - alles verkappte Deutsche?

  12. Peter Hogenkamp

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 21:45 Uhr (#)

    Thinkabout: Ja ja. Aber immer sachlich ist auch für Tussis. Stimmt, die super Weltwoche-Blogs wollte ich noch bringen (vielleicht wurde dort vor 18 Monaten das letzte Mal etwas geschrieben?), habe ich leider vergessen. Wie etwa zwei Dutzend andere Sachen auch. Aber eben, sachlich kann man immer nochmal nachlegen.

  13. Ugugu

    schrieb am 2. Oktober 2008 um 22:20 Uhr (#)

    @jok: JFK ist immerhin ein Berliner…

    @Thinkabout: Nimm den Zimmi doch nicht so in Schutz. Zweifellos wird er das verkraften. Genauso wie alle anderen Randgruppen (Ausländer, Arbeitslose, Sozialhilfebezüger), die in der Regel von der WeWo auch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. (Nein, es gibt keine Sippenhaft für Journalisten, aber die freie Berufswahl)

    Eine gern verbreitete These lautet: das Netz hat einen negativen niveaumässigen «spill-over-effekt» auf «Qualitätsmedien». Könnte ja auch umgekehrt sein? Gut, mir ist immer noch nicht ganz klar, was ein «Medienwichser» genau sein soll, trotz Erklärungsversuchen aus der Twittersphäre.

  14. Alexnder Müller

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 00:21 Uhr (#)

    Ihr seit alles nur Grossschwätzer hier und glaubt, das man Euch, diesen Blogwerk der Inkompetenz, erwähnen muss.

    Übrigens, schon mal aufgefallen, dass ihr hier keine Aufträge aus Deutschland bekommt? Dort scheint der Parteibüchlein nicht zu funktionieren. Denn bei Sunrise hockt angeblich ein Spezie der Euch mit Aufträgen versorgt - ein sog. Soziprämie.

  15. Peter Hogenkamp

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 07:03 Uhr (#)
  16. bugsierer

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 07:12 Uhr (#)

    @ alex müller: und du bist ein kleingeist, der nicht mal seinen namen richtig schreiben kann. empfehle dir baldrian und deutschkurs.

  17. Peter Sennhauser

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 07:45 Uhr (#)

    @bugsierer: Seinen Namen? Den kann er schon schreiben. Tut er über seinen Kommentaren hier aber nie.

  18. Peter Hogenkamp

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 08:15 Uhr (#)

    Hm, Canoo ist ein komisches Wörterbuch, lässt keine Deeplinks auf Wörter zu. Jedenfalls:

    - Werk, das (neutrum)
    - Büchlein, das (neutrum)

  19. Thinkabout

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 08:26 Uhr (#)

    @Peter Hogenkamp (12):
    Schmunzle dann mal ein wenig vor mich hin, ja? Der gerechte Zorn wird der tieferen Analyse weichen, da bin ich mir sicher. Freue mich drauf!

  20. Edwin Beeler

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 09:39 Uhr (#)

    Wenigstens bin ich durch K.Werner/Walter/Wendelin/NN Z. auf die medienlese aufmerksam geworden. Nebenbei: Wenn gescheiterte Chefredaktoren, Dienstchefs, Medien”manager” und dergleichen vor Erreichen des vorgezogenen Pensionsalters scheitern, ihres Postens enthoben und auf einen Phantasieberaterjob abgeschoben äh hinauf”befördert” werden, nennen dies werktätige, gassengeübte Journis: “Er ist jetzt im Flaschendepot”.

  21. köbi buenzli

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 10:30 Uhr (#)

    jööö, seit ihr eingeschnappt?

  22. Ugugu

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 10:40 Uhr (#)

    köbi will einfach in die nächste kolumne, schleimscheisser ;)

  23. bugsierer

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 10:44 Uhr (#)

    keine ahnun warum sergey meinen trackback hier nicht deponiert, aber ich mach in meiner bloghütte ja eh alles händisch:
    http://bit.ly/1mlnTo
    scheiss internet, elendes.

  24. köbi buenzli

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 10:51 Uhr (#)

    @ugugu: mir geht es nur um die gerechtigkeit! will gar nicht mit namen erwähnt werden, nur klargestellt haben, dass es in der schweiz sehr wohl einen “flotten Unterhaltungsblog” gibt.

    und von ihnen herrn hogenkamp bin ich enttäuscht, dass sie herrn zimmermann in diesem punkt noch zustimmen. dabei haben sie mir einen solch sympathischen eindruck hinterlassen am “best of swiss web” event.

  25. Ugugu

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 11:44 Uhr (#)

    Schreib doch eine Gegendarstellung? Obwohl das mit den Gegendarstellungen bei der WeWo ja so eine Sache ist; gerade und vor allem wenn es um so brisante Themen wie “Unterhaltung” geht.

  26. Peter Hogenkamp

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 11:47 Uhr (#)

    @Köbi: Der war richtig, der sympathische Eindruck. Ehrenwort. Das heisst ja nicht, dass man nicht auch mal dummes Zeug schreiben könnte. Was hier natürlich nicht der Fall war.

  27. Zappadong

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 11:50 Uhr (#)

    Die Briten haben eine schöne Redewendung für solche Typen: Big mouth, no trousers.

  28. andré

    schrieb am 3. Oktober 2008 um 15:51 Uhr (#)

    tja, und so schafft er’s halt schon wieder, (blogger-)schlagzeilen zu kriegen - und dass hat er den meisten bloggern halt tatsächlich voraus, gell.
    oder war das jetzt auch kleinkariert und zu brav im ton?

  29. Titus

    schrieb am 5. Oktober 2008 um 01:59 Uhr (#)

    Politisch rechts orientierte Menschen scheinen nur noch zwei Dinge zu können: Entweder auf den Putz zu hauen (was wohl Teil des so genannten “Oppositionskurses” ist) oder aus der Partei auszuschliessen.

    Blogs aus der Partei auszuschliessen geht schlecht, also haut man eben auf den Putz.

    Dass man in anständiger Manier - oder eben “brav” - kontroverse Themen in Blogs diskutiert, dass übersteigt den heutigen Horizont dieser Menschen. Dabei gehört das eigentlich zur typisch schweizerischen Gesprächskultur. Eigentlich. Denn was typisch schweizerisch ist, bestimmen ja nur rechts orientierte Menschen…

  30. Jean-Claude

    schrieb am 6. Oktober 2008 um 09:47 Uhr (#)

    Ronnie Grob zitiert in 6 vor 9 ein Interview mit Kurt W.Zimmermann aus dem Branchendienst “persönlich”. Er hat in Südtirol eine kleine, aber spannende Verlagsgruppe aufgezogen, auf eigenes Risiko und erst noch mit eigenem Geld.

    Da muss man ja denn doch wieder sagen: Chapeau!

    …auch zum Timing übrigens, wie man solche Interviews bestellt…

  31. Matthias

    schrieb am 9. Oktober 2008 um 12:09 Uhr (#)

    Und plötlich fällt mir wieder ein, weshalb mir das Zimmermannsche Bloggerdissen so bekannt vorkam: Es ist dieselbe Masche wie seinerzeit der Reichensteinsche Schrebergärtligugus seinerzeit im Magazin. Dasselbe Muster, dieselben Inhalte, dieselbe Ignor- und Arroganz.

  32. bugsierer

    schrieb am 9. Oktober 2008 um 14:52 Uhr (#)

    stimmt, erinnere mich gut an diesen post beim magi. wunderte mich damals sehr, wie er selbst die magazin redaktoren, also seine kunden, als höseler hinstellt.

  33. Ugugu

    schrieb am 9. Oktober 2008 um 15:25 Uhr (#)

    @Matthias: Deine These lautet also: Erst Dissen, dann irgendwas webzwonulliges launchen? Hm, vielleicht haben Köppel, Zimmi & Co. tatsächlich was in der Pipeline.

    @Blogwerk: Einmal recherchieren bitte, danke. ;)


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