6 vor 9

Ronnie Grob, 1. August 2008 08:54 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Im Zahlenrausch: Die Blogosphäre
(blog.stuttgarter-zeitung.de, Peter Glaser)
Peter Glaser trägt zusammen, wie viele Blogs es denn nun gibt, wieviel Prozent das sind und wie Journalisten Blogs lesen.

Geld fürs Löschen – das deutsche Geschäftsmodell?
(gruban.de, Patrick Gruban)
Patrick Gruban erhält 800 Euro, weil er einer seiner Blogartikel wieder löscht – ist das das neue Geschäftsmodell?

Erste 1. August Blog Rede
(moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der Vorsteher des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hält seine Rede dieses Jahr nicht auf einem Podium, sondern in seinem Blog.

Liste: Die schönsten NZZ-Titel
(dasmagazin.ch, Mathias Plüss)
Strenge, Stil und eine Prise Humor – die Titel der Neuen Zürcher Zeitung. Eine Mini-Hommage von der Konkurrenz bei Tamedia.

CNN verwechselt Belgrad mit Budapest
(20min.ch)
“Peinlicher Lapsus beim US-Sender: CNN hat seine Berichterstattung über nationalistische Krawalle in Belgrad teilweise mit Bildern aus Budapest illustriert.”

Ente des Tages – heute: “Olympiasite gehackt”
(infam.antville.org, patpatpat)
Die Website des Schweizer Fernsehens meldete am Mittwoch, die “offizielle Seite der Olympischen Spiele” sei “von Unbekannten gehackt worden”. Stimmt aber gar nicht.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. EUKNECHT

    schrieb am 1. August 2008 um 09:20 Uhr (#)

    Geld fürs Löschen? No surprise! Es gibt kein Medium, das einfacher und schneller zu zensieren ist als Web 2.0. Die Temperatur liegt eindeutig unter Fahrenheit 451. Schöne neue Medienwelt!

  2. ThomasK

    schrieb am 1. August 2008 um 18:31 Uhr (#)

    Einspruch Euer EuKnecht.

    Das MEDIUM an sich ist nicht generell am einfachsten und schnellsten zu zensieren. Wesentlich einfacher bis effektiver sind zentrale Redaktionen besonders großer “alter Medien”.

    Zudem gibt es sie tatsächlich: die Idealisten.
    Die grünen Gnome gibt es noch, trotz ihrer “übernacht-Domain-Wanderung” – obwohl der Betreiber massivsten Gegenwind spühren musste. Medienritter Niggemeier darf ihm de Hand reichen.

    Ein Geschäftsmodell wird es sicher nicht sein – jedenfalls keines, das schwarze Zahlen schreibt. Da dürfen nämlich noch sämtliche Kosten für Anwälte, Abmahnungen und Gerichtskosten abgezogen werden…

  3. ThomasK

    schrieb am 1. August 2008 um 18:39 Uhr (#)

    oder irre ich vielleicht doch? Mal sehen:

    Ich zahle ein Bier für das Löschen meines obigen Kommentares. Dann kann ich meinen nähmlichen Deehnlaut korrigieren.

    DAS wäre doch mal ein Geschäftsmodell: Rechtschreib- und Grammatiknachhilfe in Kommentaren gegen Bares.

    Oder:
    Die nett und hilfreich gemeinte Zensur im Auftrag all zu schlimmer und schädlicher Partybilder, Exzesse und vielleicht auch entausgearteter Streitereien.

    Oooooder:
    einen Edit-Button entweder für Premium-Member oder gegen Pay-Per-Use

  4. EUKNECHT

    schrieb am 1. August 2008 um 19:25 Uhr (#)

    @ THOMASK: Bei dem Geschäft hier hat einfach nur ein kleiner Blogger die Kohle gegriffen. Wer weiß, war vielleicht für das Überleben seines Blogs gesünder? Mit der Frage fängt schon mal die Schere im Kopf an! Der kleine Pinscher Einzelkämpfer hat also Null Chance, aber die doppelt: 00. Den Rest erledigen die großen auf dem Katzenklo. Dann kommen Murdoch und Berlusconi, vielleicht ein bißchen Döpfner. Wo Print mehr als 120 Jahre für den Absturz gebraucht hat, ist Web 2.0 fertig, bevor es überhaupt richtig angefangen hat.

  5. ThomasK

    schrieb am 2. August 2008 um 01:00 Uhr (#)

    Wie soll ich sagen. Klares Jein. Ja, weil ich Deinen Kommentar sehr unterschreiben und nachvollziehen mag. Nein, weil ich noch so was unverbesserliches, altrusitisch-altmodisches bis unwahrscheinliches in mir idealistischer bis hoffnungsvollerweise realisiere was mir sagt: EBEN NICHT MIT ALLEN!

    In der Tat setze ich eine Portion Hoffnung auf all jene, die eben nicht berluskonisch sind und ihren eigenen Idealen und Prinzipien treu sind.

    Okay – Du hast mich erwischt – spätestens als Helge-Fan ist eh alles irgendwie Katzenklo.

    Im Ernst: vergiss einfach den Versionsnummern-Hype. Die wesentlichen Dinge wie z.B. kritischen Verstand und Ascii-Aktivität hat man schon aus staubigen 1.0er Zeiten zu schätzen gewusst!

    Es gibt halt wie immer im Leben “solche und solche” … oder auch “Shit happens”.. bzw. “so ist das Leben”… “Spreu und Weizen” und jeder wie er will…

    Nicht jeder lässt sich seine Schnauze verbieten. Manchen ist genau diese sogar mehr wert, als der schnöde Mammon oder der Weg des geringsten Wiederstandes!

    Und exakt auf diesen Individuen ruht eine Portion Hoffnung. Damals wie heute (in Klammern: erst recht).

    Und Print ist nicht tot – nicht so lange es Schriftsetzer gibt!

    Totsagen gilt für mich einfach nich… ist mir zu einfach… da geh ich lieber auf dem Friedhof die Nostalgia-Fahne hochhalten.

    PS: Pinscher sind eh nervige Tölen-Mutationen… die reinsten lärmbelästigenden Psycho-Bellratten… Es macht jedenfalls eine kleine Portion Spaß, den Pinschern und Terriern (im echten Leben) mit einer Portion herzhaft gegröhltem “Gruß” zu entgegnen. Man sollte nur sicher stellen, dass ein Zaun dazwischen ist… :-) Das ergibt dann eine akustisch und bewegung-energetisch exotherme Reaktion ;-)

  6. EUKNECHT

    schrieb am 2. August 2008 um 12:21 Uhr (#)

    Was soll ich wie sagen? Ein weites Feld!

    Schriftsetzer mit Setzkasten voller Lettern und Typen für Sätze von Typen, die keine Silbenstecher sind? Beruf und Art = mausetot. Auch nur Artensterben.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wer hätte die linken Graß und Walser samt “ihrem” Zeitgeist nach rechts außen sortiert? Das Syndrom “Heiligenschein” ist zumindest im Print flächendeckend.

    Bemächtigen sich Publizistik und Journalistik des Web, bloggen Verlage und Journalisten, wird daraus Transmission 1:1. Die selbe Sch…ose in anderem Gewand.

    Blogger, die kleinen Pinscher, meiner-/deinereiner sind auch nur Vorurteilsinhaber. Im Rahmen dessen pflegen wir Urteile, ab wann zu links, zu rechts, zu marxistisch, zu kapitalistisch, zu sexistisch, zu feministisch, zu religiös etc.. Verstößt wer gegen solche “Werte”, ab dafür, raus aus dem Blog. Zensur!

    1:30 in Funk und TV finden im Web ihren 1:30 Space. Zu lang? Ab dafür. Nur eine andere Art von Zensur.

    In der Diskussion fliegen die Fetzen? Ende der Vorstellung! Zensur.

    Und dann noch der Zeitgeist, der sogar Walser auf die Fresse haut, obwohl doch Siemens-Korruptionshype sowas von unredlich ist!? Nee, die paar armseligen unverbesserlichen Gutmenschen, die werden im Web noch weniger wahrgenommen. So isser nun mal der Zeitgeist: Er runzelt über akustisch und bewegung-energetisch exotherme Reaktion müde eine Arschbacke.

    Grabreden mag ich auch nicht. Immer wieder aber allerorten: Morituri te salutant .. aut non.


1 Trackback

  1. aufgemerkt
    (3. August 2008 11:38)

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