Feuilleton und Pornografie:
XXX

Ole Reißmann, 26. Juli 2008 18:30 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Pornopop, Venus-Messe, Pornywood: Die Feuilleton-Blogger vom Umblätterer präsentieren ausgewählte Texte – ”Standardartikel zum Thema” – über die Milliardenindustrie Porno.

Über Sex kann man nur auf Englisch singen
allzu leicht kann’s im Deutschen peinlich klingen
doch gibt’s ein Verlangen zu beschreiben
den Teufel mit dem Belzebub vertreiben
Und ihr wisst ich rede von bestimmten Dingen
Über Sex kann man nur auf Englisch singen

… heißt es in einem Lied der Hamburger Diskursrockpopband Tocotronic. Dem besungenen Verlangen nach Beschreibung geben nicht nur deutschsprachige Songschreiber nach, sondern natürlich auch Journalisten. Wenn es dann auch noch um Pornografie geht, geraten die Ergebnisse schonmal peinlich bis verkrampft. Dass es auch ohen Fremdschämen geht, zeigt Frank Fischer im Umblätterer. In kleinen Beiträgen werden relevante Texte vorgestellt und verlinkt. Sechs Teile der Serie gibt es schon:

Dass das geschätzte Consortium dabei vor allem auf Klicks und fehlgeleitete Google-Suchanfragen spekuliert, wäre im übrigen nichts als eine unhaltbare, böswillige Vermutung. Schließlich dient Der Umblätterer nicht dem Erwerb schnöden Mammons, sondern der Lobpreisung und kritischen Begleitung der Kulturerrungenschaft Feuilleton.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. D-Blogger

    schrieb am 27. Juli 2008 um 13:32 Uhr (#)

    Na wunderbar, die Journalisten sollen es fetter krachen lassen, wo ja auch das ZDF gerade aus dem Geriatrieschlaf erwacht und Sommernachts-Sexfilmchen zeigt.

    Aber: Wo seid ihr denn? Wo bleiben die Besprechungen von Matador (ups, zu spät!), Coupé (schnell, schnell, sonst auch zu spät!), Bild Seite 3 :-)) oder, wenns denn anspruchsvoller und eroischer sein soll, z.B. Feigenblatt?

    Zu feige???

    Wenn ich so sehe, wie auf Neuerdings immer über irgendwelche Gadgets pseudomoralisch geurteilt wird, sobald diese Titten oder eine Maus (!) haben…entweder seid ihr so verklemmt oder habt Angst vor Chef und Lesern.

    Telepolis war da früher mal lässig…also so bis 2005…dann hat sich ein Blogger über die lockeren Texte echauffiert und prompt kamen auch da nur noch total verklemmte Texte darüber, wie umöglich es doch ist, dass keiner was gegen youporn.com macht, dass da doch der Jugendschutz eingreifen sollte..

    Na klar, wer will denn schon sagen, was er wirklich denkt? Dazu braucht es noch nicht mal Porno, dazu reicht schon Sex überhaupt. Dann doch lieber ein Mädel auf Seite 3 und ein dummer Spruch dazu.

    Die eigentlich sehr verklemmten USA sind mit Pornografie lockerer als die verklemmten Deutschen und Schweizer. (Über die Ösis weiß ich zuwenig, bei dem Dialekt werde ich immer impotent…).

  2. Florian Steglich

    schrieb am 27. Juli 2008 um 14:04 Uhr (#)

    Wo bleiben die Besprechungen von Matador (…)

    medienlese.com/2007/08/22/im-test-matador/


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