6 vor 9

Von Ronnie Grob, 2. Juli 2008 08:54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Mobbing eines SPD-Chefs
(ftd.de, Wolfgang Münchau)
Wie Journalisten Politik machen: “Beck ist nicht der erste deutsche Politiker, der von den Medien maßlos gemobbt wurde. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie man in den frühen 80er-Jahren Helmut Kohl so geringschätzte, wie man den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt glorifizierte.”

Ganz in Weiß, mit einem Blumenstrauß
(sueddeutsche.de, Pia Röder)
“TV-Star Sabine Christiansen klagte gegen die Veröffentlichung eines Fotos, das sie mit ihrer Putzfrau zeigte - und gewann vor dem Bundesgerichtshof. Der Verlierer, der Springer-Verlag, zeigte just am Prozesstag exklusive Fotos von Christiansens Hochzeit.”

“Wir leben im Cyberspace”
(berlinonline.de, Johannes Fischer)
Schriftsteller William Gibson über das Internet: “Es gibt keine Hierarchie. Man kann es nicht steuern. Die chinesische Regierung versucht den Zugang zu Internetseiten wie YouTube zu unterbinden. Ich weiß nicht, ob die chinesische Regierung das so sieht, aber wenn man Menschen den Zugang zu Seiten wie YouTube versperrt, dann unterbricht man einen Kreativitätsfluss der sich später negativ auf die eigene Produktivität auswirkt. Aber ich denke, die Chinesen schaffen das auch so. Das Internet verfügt über viele Wege.”

Verfolgte Privatsphäre
(zeit.de, Video, 4:30 Minuten)

Mercedes Bunz über Privatsphäre im Internet. Start einer neuen Serie.

Meine erste heute.de-Referenz
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
“Das ZDF und ich haben ein besonderes Verhältnis. Wegen des ein oder anderen Textes, den ich über den Sender geschrieben habe und in dem man sich schlecht behandelt, falsch dargestellt und übertrieben kritisiert fühlt. Nun, meine Erfahrung hat gezeigt: Beim ZDF fühlt man sich immer schlecht behandelt, falsch dargestellt und übertrieben kritisiert.”

I’m now reading a story on microblogs
(chicagotribune.com, Wailin Wong)
“In cyberspace, no status update is too small to share with friends, family and strangers, including this:”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. arbiter

    schrieb am 2. Juli 2008 um 14:01 Uhr (#)

    `Mobbing eines SPD-Chefs´, ach mir kommen gleich die wahrnehmungsgestörten Tränen! Helmut Kohl und Angela Merkel vom Pressemob gemobbt , Gerhard Schröder, der Medienkanzler? Ja, Helmut Schmidt und seine Schnauze sind zu unrecht von Medien gebauchpinselt worden, und Gerhard Schröder hat immer auf die Schnauze bekommen, obwohl er die SPD versenkt hat. Nur Helmut Kohl war der Kanzler, der auf dem Klavier zu spielen verstand. Medienvertreter, die ihn auf Auslandsbesuchen begleitet haben, können ein Lied davon singen und müßten sich heute noch dafür schämen, die Unsäglichkeiten nicht und nie berichtet zu haben, mal abgesehen von einem ohnehin Anbeter HKM, der mit Weihrauch handelte, nicht einmal mit dem der Parteispenden. Angela als EU-Geschenke-Amtsantritts-Retterin, im Sommermärchen 2006 bei den zweiten der Verlierer wg. Gesundheitsreform, mit Frühjahrsdekolette 2008 und bei der UEFA-Euro mit Bildschirm- und Medienpräsenz bis zum Ab- und Durchwinken der Pflegereform à la Rürup. Nein, wird die Frau von der Presse mißhandelt! Muß mir nur noch einer erzählen, Gregor wird seit 19 Jahren hofiert!

    Alles was recht ist, Schröder runter von der Titanic und die Frage für die SPD, wollt ihr sozial und Demokraten sein? Oder reicht Euch der Status eine quasi öffentlich rechtlichen Organisation als Nur-Partei ohne Konzept aber Liebediener der Wirtschaft? Egal, ob sie das Soziale oder Demokratie auf ihre Fahne schreiben, entscheiden sie sich für nur eines davon, gibts Zulauf. Die Mitberwerber wissen das. Die eigentlichen `Machthaber´ wissen das, und Kurt Beck ahnt das. In dem Moment, in welchem er den Füller zückt, um nur einen der Anfangsbuchstaben, um entweder S oder D zu schreiben, kriegt er auftragsgemäß auf die Fresse. Das Seltsame nämlich an unserer Politiklandschaft ist, Frau Bundeskanzlerin und ihre C-Parteien bringen nicht einmal ein mathematisches Stimmpotential von NSDAP-Qualität hinter sich. -Damit soll keine NSDAP-Nähe angedeutet sein, sondern das mathematische Quorum, das hierzulande die Richtlinienkompetenz ausübt!- Beck muß einfach gemobbt werden, weil nur der Gedanke einer Bündelung der ´linken Kräfte´ sowohl den Machthabern, als auch der CDU/CSU Angstschauer bereitet, der Westerwelle sowieso. Also auf ihn mit Gebrüll. Ein Guter sollte das aushalten, weiß doch die Heulsuse der Nation: Dieser Weg wird kein leichter sein.


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