Im Test:
Dummy
Das Gesellschaftsmagazin Dummy widmet sich in Ausgabe 19 der Schweiz und knöpft sich die Rogers vor. Wir testen.

Im Test: Ausgabe Sommer 2008, Thema Schweiz, 9. Juni 2008.
| ANZEIGE | Werben Sie auf medienlese.com! |

Im Test: Ausgabe Sommer 2008, Thema Schweiz, 9. Juni 2008.
Urs Meier, der Schweizer im Abseits
(welt.de, Frederic Spohr)
“Zwischen den beiden Strahlemännern, wirkt Meier wie der Freund, der ab und zu auch mal mitkommen darf, wenn man nicht nur zu zweit abhängen will.”
Die öffentlichen Opfer
(zeit.de, Simone Gaul)
“Warum werden Opfer in den Medien häufig zu Medienopfern? Der Anwalt Christian Schertz über die Gratwanderung zwischen Anteilnahme und Ausbeutung.”
“Radioreporter können immer länger”
(dradio.de, Liane von Billerbeck)
Manni Breukmann über das Kommentieren von Fussballspielen: “Ich habe auf dem Spielfeld noch nichts erfunden. Ich habe mit Sicherheit schon die Unwahrheit gesagt. Nicht so richtig vorsätzlich dreckig gelogen, aber nehmen wir mal an, man sitzt da beim FC Barcelona 40 Meter über der Eckfahne und an der anderen Eckfahne, und das sind dann so etwa 120 Meter, da passiert etwas, und es ist ein bisschen diesig. Was will ich denn da machen? Ich habe keinen Monitor gehabt in Barcelona.”
Der Leser ist tot
(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)
“Ade Zeitungslesercoolness! Heute ist jeder Autor. Und liest eigentlich vor allem, um zu bloggen.”
Award Day?s Night
(coffeeandtv.de, Video, 9:51 Minuten)
Lukas von Coffee & TV hat ein unterhaltsames Video von der Verleihung der Grimme Online Awards in Köln produziert. Dazu die Nachanalyse: “Es war die erste Veranstaltung beim Medienforum, die ich vorzeitig verlassen habe. Zu groß war meine Angst, am Ende noch eine Heizdecke oder wenigstens einen aufblasbaren Twitter-Account kaufen zu müssen.”
New Research Shows the Impact of the Internet on Consumer Behaviour in Europe
(fhdigital.net)
“Across all three countries addressed by the study, the internet has roughly double the influence of the second strongest medium – television – and roughly 8 times the influence of traditional printed media. This shift in consumer influence indicates a need and an opportunity for companies to reprioritise the mix of communications channels they use to reach their customers.”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Beide haben ihn wohl leibhaftig gesehen - ihn, den Schniedelwutz des Präsidenten. Leider wurden sie dadurch etwas länger berühmt als nur die allseits akzeptierten 15 Minuten des Andy Warhol.
Bekanntlich aber gestaltet sich das Leben mit den Jahren nicht unbedingt leichter. Zumal dann, wenn jemand nichts als Frau ist; wenn inzwischen zwei lange Amtszeiten eines Nachfolgers schon unbegehrt dahingestrichen sind; wenn auch die Ex-Geliebte längst so ex-prominent ist wie ihr Ex-Lover; wenn unaufhaltsam das graue, postsexuelle Alter naht, wo allabendlich die Kukident-Dose klappert.
Die Süddeutsche erklärt die Bedeutung der Grimme Online Awards 2008 so: “Was den Schauspielern der Oscar ist, ist den Websites der Grimme Online Award.” Das ist fast so, doch nicht ganz. Der für sein Angebot netzpolitik.org in der Kategorie Information nominierte Markus Beckedahl wartete vergeblich auf den bei der Vorstellung der Nominierungen angekündigten Limousinen-Shuttle-Service. Gut, eine Limousine hätte es ja sein sein müssen, aber vielleicht werden die Fahrtkosten erstattet? Sieht schlecht aus…
» weiterlesen
Um ‘Qualitätsjournalismus’ erzeugen zu können, sollte ein Schreiber zunächst einmal bei einer großen Zeitung arbeiten, zum Beispiel bei der Rheinischen Post im schönen Düsseldorf. Dort nehme er sich dann - in diesem Fall in Gestalt der Herren Redakteure Michael Bröcker und Thomas Seim - einen demoskopischen Ausreißer zur Brust, etwa die Forsa-Umfrage vom 4. 6., wonach die SPD nur noch bei 20 Prozent liegen solle, sofern am kommenden Sonntag Wahlen wären. Daraus flechte er dem verehrten Publikum unter Zuhilfenahme der Imagination einen mächtig langen Riemen mit ordentlich Kassandrageorgel und mit gespenstischen Wiedergängern in Westerwelles 18-Prozent-Schuhen, die schon bald dem Kurt Beck passen würden. Fertig ist das Gebräu, resp. der moderne Qualitätsjournalismus:
Unter dem gleichen Dach, aber nicht im gleichen Boot
(klartext.ch, Nick Lüthi und Cyrill Pinto)
Bund-Chefredaktor Artur K. Vogel beschuldigt die Aargauer Zeitung, in ihre Sportredaktion eingegriffen zu haben. Aus dem Interview mit ihm und BZ-Chefredaktor Michael Hug: “VOGEL: Ich war zuvor bei einer Zeitung tätig, welche einen Fussballklub gesponsert hat. Der Schriftzug der Zeitung war auf den Trikots der Mannschaft. Dort hat der Verleger der Sportredaktion klar zu verstehen gegeben, was sie zu schreiben hat. Das ist bei uns nicht der Fall. - Klartext: Sie sprechen von der ‘Aargauer Zeitung’? - VOGEL: Richtig.”
Studie Freie Journalisten in Deutschland 2008
(dfjv.de, pdf-File)
“Fast jeder zweite freie Journalist übt daher neben seiner Tätigkeit als Journalist eine Nebentätigkeit aus, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Als Nebentätigkeit haben die Studienteilnehmer dabei am häufigsten das Berufsfeld ?PR/Werbung? angegeben.” (mehr)
Die “Zeit” kann kein Deutsch?!
(scienceblogs.de/plazeboalarm)
Marcus Anhäuser fragt sich, wie korrekt die Textzeile “ZEIT online - Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Wissen und Kultur” ist.
“Journalismus: Eine ganz geile Vorstellung”
(dbgsalto.de)
Interview mit Heiner Bremer: “Zu meiner Zeit war Journalismus eine ganz geile Vorstellung. Es gab nur zwei Voraussetzungen: Neugierde, und das Bestreben, Neugierde in Beobachtung umzusetzen.”
Holding für die Weltwoche
(werbewoche.ch, Markus Knöpfli)
“Hat Verleger Roger Köppel wirklich nur für seine Weltwoche eine Holding gegründet?”
Kassensturz vom 10.6.2008: knappes Erdöl
(kassensturzblog.com, Ronald Roggen)
“Soll der Zuschauer von einem Historiker und Friedensforscher jetzt die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über Erdölvorkommen erwarten? Allen Ernstes? Kathrin Winzenried hat ihn mit Güte und aufmunterndem Kopfnicken durch die ‘Befragung’ begleitet, die keine war - wenigstens journalistisch nicht. So befragt man allenfalls eine liebe Hausfrau am Zwiebelstand auf dem Berner Bundesplatz.”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Klaviermusik, Zeitlupe, Schwarzweissbilder … und Action:
Es passierte im Eröffnungsspiel, kurz vor der Halbzeit. Ein Zweikampf im Mittelfeld und der fast einzige Schweizer Spieler mit internationaler Klasse und Siegeswillen, Alex Frei, lag am Boden. Seiner Reaktion an war zu entnehmen, dass etwas unrettbar kaputt war und als er unter Tränen den Platz verliess, war allen klar, dass die Schweizer Fussballer, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, ihre eigene Europameisterschaft “aller Voraussicht nach am 15. Juni, nach den drei Vorrundenspielen“, so prophezeite es die nüchterne NZZ, beenden werden.
» weiterlesen
König Fussball unter UEFA-Herrschaft
(medienheft.ch, Regula Bähler)
“Während die Schweizer etwas länger den Tränen von Alex Frei folgten als die Österreicher, erlebte Samuel Schmid in Wien live die kroatischen Rauchpetarden, von denen am Fernsehen wiederum nichts zu sehen war. Wie die Übertragung der Euro 08 zeigt, ist Fussball Ansichtssache der UEFA.”
“Eine Heidi- und Geissenpeter-Publizistik tut niemandem einen Gefallen”
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Umfrage unter Journalisten zu den zensierten Uefa-Bildern. Constantin Seibt: “Gerade die Uefa hat es mit ihrem Kontrollzwang zu einem Image geschafft, das übler nicht sein könnte. So hörte ich neulich den Witz: “1933. Eva Braun liegt neben Adolf Hitler im Bett ünd fragt ihn: ‘Dölfi — wie hast du es eigentlich geschafft, den Faschismus zu erfinden?’ Worauf er antwortet: ‘Nun, im Prinzip richtete ich mich nur nach den Vorgaben der Uefa.’”
Kalter Kaffee und TV
(coffeeandtv.de, Lukas)
Lukas langweilt sich etwas am medienforum.nrw - nicht langweilig sind aber die Zitate von Helmut Thoma, zum Beispiel: “In Deutschland besteht eine größere Vielfalt unter den Landesmedienanstalten, als unter den Programmen.”
Is Google Making Us Stupid?
(theatlantic.com, Nicholas Carr)
“What the Internet is doing to our brains.”
20 Recherche-Alternativen zu Google
(axel-springer-akademie.de/blog, Markus Hofmann)
“Eine gute Recherche ist die Mutter guter Inhalte. Das gilt erst Recht für Recherchen im Internet. Die Online-Suche beginnt meistens mit Google - und wird dann mit anderen Tools fortgesetzt.”
blick.ch kopiert sueddeutsche.de
(blog.rebell.tv, sms)
“was tun, wenn einem für die kostenlose gratis-ausgabe von blick.ch nix einfällt? süddeutsche lesen und nachbauen…”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Für Jürgen Habermas gibt es bis heute nur einen einzigen politisch wirklich bedeutsamen Diskurs - das ist der massenmediale. Habermas kommunikatives Ideal ist im Grunde das einer Schafherde von Rezipienten, die von einigen wenigen Meisterdenkern ausgerichtet werden muss, vermittelt über mediale Schäferhunde oder ‘Gatekeeper’. Habermas’ zunehmende Aversion gegen das dissoziative Internet kommt daher nicht unerwartet, denn das unüberschaubare Netz zerstört ihm sein “gleichzeitig auf gleiche Fragestellung zentriertes Massenpublikum”. Ein decouvrierendes Zitat für einen Kommunikationstheoretiker, die sich eben nur scheinbar der Freiheit und dem Fortschritt verschrieben hat. Weshalb dieses Zitat vom ‘Perlentaucher’ auch völlig zu recht hervorgehoben wird.
Es entstammt der neuen Essay-Sammlung ‘Ach, Europa!’, ein Titel den sich Habermas übrigens eins zu eins von Enzensbergers gleichnamiger Essay-Sammlung ‘Ach, Europa!’ aus dem Jahr 1987 - sagen wir mal - ‘entlieh’.
“Ich warte immer noch auf seinen Anruf. Schnüff.”
(persoenlich.com, Matthias Ackeret)
Bild-Klatschreporterin Annette Pawlu erzählt, wie sie von Wladimir Putin auf den Mund geküsst wurde und wie sich die Arbeit je nach Land unterscheidet: “In der Schweiz war alles ruhiger und beschaulicher. Man hat das Gefühl, man tuckert auf der Arbeits-Autobahn so mit Tempo 100 auf der rechten Spur. In Deutschland fahren alle plötzlich die 200-km/h-Bleifuss-Nummer. Huch!”
Oh, heile Fussballwelt – im TV
(20min.ch)
“Sportminister Samuel Schmid sah am Sonntag das Spiel in Wien und zog danach ein erstaunliches Fazit: Das Spiel am Vortag in Basel habe ihm sicherheitsmässig besser gefallen - denn mit Rauchpetarden könne er nichts anfangen. Rauchpetarden? Das TV-Publikum stand vor einem Rätsel.”
17 Fragen an… Christian Spannagel von “Chrisp’s Virtual Comments”
(wissenschafts-cafe.net)
Dr. Christian Spannagel plädiert dafür, mutig und vorab zu bloggen: “Mich stört die weit verbreitete Einstellung, man müsse seine Ideen möglichst bis zu dem Zeitpunkt unter Verschluss halten, bis sie in einem peer-reviewed Journal veröffentlicht sind, und zwar aus Angst, jemand könnte die Ideen klauen und vorab veröffentlichen.”
Marketingjournalismus
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
Der Medienspiegel macht ein kleines Quiz mit Werbetexten im redaktionellen Teil von Zeitungen.
Der Journalismus lebt - Essay
(welt.de, Mathias Döpfner)
“Die Presse hat immer Krisen erlebt. Auch neben dem Internet wird die Zeitung bestehen - bald ohne Papier. Ihren Lesern muß sie exklusive Neuigkeiten bieten, eigenständige Meinung und begeisternde Sprache.”
Fernsehkritik TV, Folge 13
(fernsehkritik.tv, Video, 48 Minuten)
Im Visier diesmal: “Quoten, Klicks und Kohle” von Thomas Leif, das Model und der Fake, Germanys next Flopmodel, Margarethes letztes Aufbäumen und Fady & Thomas: Alles nur Trick.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.