Leserbriefe:
Mit Hass gekocht
Wenn im Internet die Hasssuppe überkocht, werden gern die ‘Netizens’ und Blogger in Sippenhaft genommen – dabei sind es meist Kleinrentner und publizistische Gartenzwerge am Zaun zur Netzwelt. Ein offener Brief an Jens Jessen, Feuilleton-Chef der Zeit.
Also, Jens Jessen, ich sympathisierte damals mit Ihnen ja durchaus in der Sache, als Sie, immerhin Feuilletonchef der Zeit, sich nach dem Angriff auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn einer Meute aufs Lynchmobben gestimmter Berufskollegen mit einer höchst abweichenden Meinung in den Weg stellten. Ob dieser Videokommentar allerdings klug war, ist eine zweite Frage.
Dass sich daraufhin eine Horde wildgewordener Kleinrentner bei Ihnen im Online-Forum austoben würde, das war abzusehen. Sie allerdings schoben die Verantwortung für deren Verbalinjurien ohne nähere Begründung den ‘Netizens’ zu, den eingeborenen Netzbewohnern also, und nicht jenen Kleingärtnern und Kleingeistern am Rande des Dschungels.

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