Google-Maps-Mashup:
Visualisierter Kahlschlag
Wo leidet die (amerikanische) Medienbranche? Welche Redaktion künftig auf Mitarbeiter verzichten muss, zeigt eine interaktive Karte.
Web 2.0 = Medienkrise = Entlassungen, auf diese Idee könnte man kommen, glaubte man den Äußerungen besorgter Verlagsmenschen. Dabei kann man doch Web 2.0 und Entlassungen so viel schöner in einen Zusammenhang bringen:

Anklicken für größere Darstellung, Screenshot von graphicdesignr.net/paper-cuts
Die Journalistin und Designerin Erica Smith hat dieses Google-Maps-Mashup gebastelt, auf dem sie jede aktuelle Meldung (und ab und zu auch diskret zugeflüsterte nicht-öffentliche Informationen) über Entlassungen in der Medienbranche geographisch verortet. Die Farben drücken zugleich die Zahl der “freigesetzten Mitarbeiter” aus (siehe die Legende im Screenshot).
Smith zählt seit 2007 mit - eine würdige Nachfolgerin von Patrick Phillips, der auf seiner Website iwantmedia.com im August 2006 aufgehört hatte, die “Cuts” zu zählen. Phillips kam in knapp sechs Jahren auf 72.000 Entlassungen.
Mag das zufällig jemand für den deutschsprachigen Raum umsetzen?
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2 Kommentare zu diesem Artikel
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Klaus Jarchow
Was treibt denn eigentlich der Deutsche Journalistenverband so? Ich vermute mal, die kennen das Wort Mash-up dort noch gar nicht …
jean-claude
Oder der schweizerische? Warum fällt sowas immer nur den Amis ein? Was die Schweiz betrifft: Es hat viel mit Unterwürfigkeit zu tun, ein Verhalten, das in der Schweiz offenbar mit der Muttermilch weitergegeben wird. Sonst ist diese brave Verzagtheit nicht erklärbar. Eine solche Karte wie die hier gezeigte bedeutet: Man bezieht Stellung. Man stellt eine Entwicklung grundsätzlich in Frage. Jegerlisnein. Da müsste man ja eine eigene Meinung haben, und die auch noch öffentlich vertreten!