“Männermagazine” unter Druck

Ronnie Grob, 26. April 2008 um 15.32 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Männermagazine sind ein idealer Platzhalter, um die Krise der Printpresse zu thematisieren, ohne dem Leser zu sagen, dass man auch selber mit der Auflage kämpft.

Playmate
Shooting für den Playboy: Im Netz ist’s nackt (Bild Keystone)

Im Tagesspiegel vom 25. April 2008 steht unter dem Titel “Entblättert”: “Die Männer-Magazine stecken in der Krise – Nackte gibt?s im Netz in Massen.” Stimmt ja auch: Matador wurde gerade eingestellt, Penthouse-Models frieren in der Nische und über den Kahlschlag bei den billigen Heftchen schrieb das Zeitschriftenblog Ende vergangenen Jahres “Friedhof der Schmuddelblätter”.

Also nichts Neues, wie auch schon im Tagesspiegel vom 30. Dezember 2006 zu lesen war. Dort hiess es:

Männerunterhaltung ist ein hartes Geschäft. Und der Männermagazin-Markt unter Druck. Die Auflagen vieler Titel sind stark gesunken. Mehr oder weniger kunstvoll fotografierte nackte Frauen reichten nicht mehr aus, um ein Männermagazin zu verkaufen, sagt ein Chefredakteur aus der Branche. Erotik sei im Internet frei verfügbar.

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Hitler-Tagebücher:Zum 25.

Felix Disselhoff, 25. April 2008 um 21.04 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Passend zum 25. Jahrestag des Medienskandals zeigt RTL ein Nachrichten-Stück mit Originalaufnahmen und Interviews von Zeitzeugen – und Fälscher Kujau.

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Am Freitag vor genau 25 Jahren präsentierte der Stern stolz die Hitler-Tagebücher. Keine zwei Wochen später kam dann der Schock. Die Tagebücher waren Fälschungen und der Stern vor aller Welt blamiert. Neun Millionen D-Mark soll der Sensationsfund damals gekostet haben. Vier Millionen sind noch immer unauffindbar. Der Journalist Michael Seufert war damals Reporter beim Magazin und erlebte Deutschlands größte Pressepanne hautnah mit. Alles über “Fritze Hitler” und des Führers Verdauungsstörungen:

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6 vor 9

Ronnie Grob, 25. April 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

“Was für ein Wort: Rundfunkänderungsstaatsvertrag!”
(merkur.de, Katharina Zeckau)
Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister hält “Fernsehen” und “Internet” für Begriffe des vergangenen Jahrhunderts.

Der Dompteur, der nicht peitschen will
(tagesanzeiger.ch, Jean-Martin Büttner)
Reto Brennwald, der Neue bei der “Arena”, will Konfrontationen und keine Rituale. Aber waren die Konfrontationen dieser Sendung nicht gerade das Ritual?

Der Triumph der grossen Zahl
(nzz.ch, S. B.)
10 Jahre Google: “Gemäss einer neuern Umfrage der österreichischen Marktforschungsfirma Marketagent.com gibt es einen grossen Prozentsatz von Internetnutzern, die nicht wissen, wie sie ohne Google im Internet etwas finden können; es soll Leute geben, die glauben, Google hätte das Internet erfunden.”

“Ich nehme das nicht persönlich”
(sueddeutsche.de, Carolin Gasteiger)
Der ehemalige ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner wurde vom Bundesnachrichtendienst ausspioniert. Im Interview mit sueddeutsche.de erklärt der 60-jährige Journalist, wie er sich als potentielles Spitzelopfer fühlt und wie der BND verändert werden sollte.

Journalisten im Fadenkreuz
(zoomer.de, Hannes Heine)
Immer wieder geraten Journalisten bei ihrer Recherche ins Visier von Ermittlern - auch im Inland. Die Überwachung von Afghanistan-Reportern durch den Bundesnachrichtendienst ist keine Einzelfall. Ein Überblick bekannt gewordene - und illegale - Abhör-Aktionen.

Sie sterben nach der Tagesschau
(freitag.de, Bov Bjerg)
Horoskopeschreiben ist wie Joggen: Der Kopf leert sich, und man macht einfach immer weiter. Bis das Gehirn seltsame Gedanken produziert.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

“Journalists get laid (off)”

Ole Reißmann, 24. April 2008 um 16.28 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Verlagswerbung oder böses Motto-Shirt? Heute gibt unser dynamisches Medienblog Styling-Tipps für den nahenden Sommer.

angryjournalist.com hat jetzt auch T-Shirts
Wo doch der Dollar günstig steht: T-Shirts von AngryJournalist.com

“Bitte sprechen Sie in ganzen Sätzen, ich lese die Zeit” oder auch schlicht “Informant” in Spiegel-Schrift: Mit solchen T-Shirts outen sich hier Medienfans und Abo-prämierte Studenten. AngryJournalist.com, der virtuelle Spucknapf für die Verwünschungen frustierter Journalisten, setzt den fröhlichen Werbebotschaften eine eigene Kollektion entgegen.

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Im Test:
Neon

Ronnie Grob, 24. April 2008 um 11.44 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Endlich mal eine Zeitschrift, die gefällt. Wir haben uns die aktuelle Neon angesehen.

NeonIm Test: Ausgabe Mai 2008, gekauft am 22.04.2008 in Berlin.

Allgemeiner Eindruck

Ein Heft, dass sich um junge Stadtmenschen und um ihre etwaigen Probleme kümmert. Studiert man das Inhaltsverzeichnis, so kann man zum Beispiel der Bildschirmarbeiter auf Seite 124 etwas über Ergonomie lernen: “Buckeln im Büro - Sieben Tipps, wie du deine Haltung verbessern kannst” (Bildunterzeile: “Deine Freunde nennen dich schon ‘Buckelwal’? Selbst schuld”). Auf Seite 48 erfährt der Verliebte im Text “Zusammenziehen? Nein danke”, dass das Zusammenziehen eines Paars in eine gemeinsame Wohnung das Ende von Sex bedeuten kann (sowie regelmässigen Streit in der Ikea). Auf Seite 66 wird die Discoqueen von A bis Z über “Sex mit Fremden” aufgeklärt (”Ein Handbuch für Spontansex”).

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6 vor 9

Ronnie Grob, 24. April 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Viele wussten Bescheid
(tagesschau.de, Alexander Richter)
Die erneute Journalistenbespitzelung durch den BND wird mysteriös. Nach tagesschau.de-Informationen war die Lauschaktion seit Monaten Kanzleramt und Parlamentariern bekannt. Doch erst jetzt schlagen die Wellen der Empörung so hoch, dass der Rücktritt von BND-Chef Uhrlau diskutiert wird. In einer außerordentlichen Sitzung will das Parlamentarische Kontrollgremium Licht ins Dunkel bringen.

Weblogs und die Liebe zum Ich
(handelsblatt.com, Christoph Moss)
Die Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts scheint die Rolle der Blogger noch nicht wirklich fassen zu können. Jetzt haben Wissenschaftler das Phänomen der Online-Tagebücher genauer unter die Lupe genommen. Ihre Studie sucht nach Antworten auf die Frage, ob Blogger die besseren Journalisten sind.

Altlast als Quelle des Neuen
(werbewoche.ch, Helen Brügger)
L?Hebdo wirft die traditionellen Rubriken über Bord: Am 30. April startet das Newsmagazin mit neuem Layout und, neuen Inhalten.

Die Dekolletés der Frauen
(zeit.de, Video, 5:57 Minuten)
Jens Jessen denkt nach über den Sinn gesellschaftlicher Etiketten und Weiblichkeit in der Politik. Er fordert nach einem historischen Exkurs Respekt. Von Kurt Beck werde ja auch nicht missgünstig behauptet, er sei mit seinem erstaunlichen Haarwuchs- und Bartwuchswunder besser als Werbechef von Gillette geeignet.

Mein Rausschmiss bei FACTS2.0
(thinkabout.ch)
“Ich bin seit heute Morgen, kurz vor Mittag nicht mehr Mitglied der Facts-Community und mein Blog ist da gelöscht worden.” - Hier eine erste Antwort von facts.ch.

Thomas Doll - Wutrede
(youtube.com, Video, 2:44 Minuten)
Thomas Doll ärgert sich über Journalisten, die immer nur das Negative sehen wollen. Siehe auch “Doll kritisiert Medien” (sport.ard.de)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Eine Frage des Standorts

Ole Reißmann, 23. April 2008 um 12.41 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Medienstandort Deutschland: Welche Verlagsgebäude zeigen wir auf den sechs Luftaufnahmen? Hinauszoomen und “Labels anzeigen” zählt natürlich nicht …

1. Hier steht die Kantine unter Denkmalschutz

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Adobe Media Player:
Internetfernsehen, die Zehnte!?

Felix Disselhoff, 23. April 2008 um 10.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Nach Zattoo und dem latent gehypten Joost springt jetzt auch der Software-Riese Adobe mit eigenem P2P-Player ins Haifischbecken. Kleiner Fisch oder kapitaler Hecht?

Adobe Media Player
Adobe Media Player: Wieder mal die ganz große Lösung

Jetzt kann der Onliner dank Adobes firmeneigenener “Air”-Technologie Onlinefernsehen sogar offline sehen. “Air” ist Adobe Schnittstelle zwischen On- und Offline-Anwendungen. Software soll verstärkt online genutzt werden, aber auch bedienbar sein, wenn mal keine Verbindung besteht. Hier setzt “Air” an. Der Adobe Media Player selbst kommt gediegen und schön strukturiert daher. Ganz browsertypisch mit dem aktuellen Pfadangabe, Navigationspfeilen und einem Home-Button in der Oberzeile. Über Personal Videos kann eigener Content von der heimischen Festplatte zugefügt und im AMP angeschaut werden. Teilfinanziert wird der Service über kurze Werbeeinblendungen. Die gibt es allerdings bisher weder passend zum gewünschten Content noch in der Landessprache des Zuschauers.

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6 vor 9

Ronnie Grob, 23. April 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Weniger wissen mit Wikipedia
(faz.net, Jörg Thomann)
Der Brockhaus geht ins Netz, Wikipedia hingegen wird zum Buch: Bertelsmann bringt im September eine gedruckte Kompakt-Version der Online-Enzyklopädie heraus - für 19,95 Euro. Schleierhaft, wer das ausgeben soll.

“Ja, ich würde es wieder machen”
(tagesspiegel.de, Thomas Eckert und Joachim Huber)
Gespräch mit Kurt Westergaard und Flemming Rose zu den Konsequenzen der Mohammed-Karikatur.

Die Macht der Vielen
(zeit.de, Philip Faigle)
Täglich bewerten Millionen Menschen die Produkte von Unternehmen im Netz. Noch reagieren viele Firmen darauf mit Angst – langfristig könnten die Internetforen das Marketing revolutionieren.

Live-Webradio per Handy
(spiegel.de, Felix Knoke)
Ein Telefon und eine gute Idee, mehr braucht man nicht, um einen eigenen Web-Radio-Sender zu gründen. In den USA sind die Amateur-Talkshows längst der Renner. Ein deutscher Anbieter versucht nun, den kruden Charme des Selbstmachradios auch hier zu vermarkten.

Ungefragt zum Werbeträger
(focus.de, Torsten Kleinz)
Die Nutzer sind das wichtigste Kapital für soziale Netzwerke. Dass der US-Anbieter Facebook ungefragt mit den Namen seiner Mitglieder Werbung schaltete, ging den Usern dann doch zu weit. Jetzt rudert das Unternehmen eilig zurück.

NZZaS vs. BZ oder ein Nebensatz mit Folgen
(klartext.ch/blog, Nick Lüthi)
Die NZZ am Sonntag behauptet in einem Artikel über den Berner Fussballclub Young Boys, der Geschäftsführer des YB-Stadions Stade de Suisse kontrolliere «gewieft» die Berner Zeitung. Ein Vorwurf, den die BZ-Journalisten nicht nachvollziehen können. In Zürich verteidigt man die vorgebrachte Sichtweise, ohne allerdings konkrete Beweise zu liefern.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Männer und ihre Messer

Ole Reißmann, 22. April 2008 um 16.12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer braucht schon Style, wenn er ein Messer hat? Das neue Magazin Gear pflegt ein rustikales Männerbild und feiert die passenden Ausrüstungsgegenstände.

Gear-CoverLifestyle-Magazine tun sich derzeit schwer am Kiosk. Was liegt also näher, als etwas ohne Style zu machen? Ohne trendigen Zeitgeist, ohne Bioheme und Lohas? Ohne die allgegenwärtige Ironie?

Gear ist die erste Männerzeitschrift jenseits von Sex, Muskeln, Mode und Lifestyle. Wir beschäftigen uns stattdessen mit den Dingen, die uns Männern wirklich wichtig sind: Dingen, die wir gerne mit uns und an uns herumtragen.

Es wäre sehr einfach, an diesem Magazin herumzumäkeln. Wegen der Fotos, die entweder PR-Material sind oder wie Schnapschüsse aus dem Urlaub aussehen. Oder weil jeder zweite Text um Messer, Multitools und Taschenlampen geht und damit der thematische Aktionsradius etwas, nun ja, dünn abgesteckt ist.

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