Das «Sünneli der SVP» und die dreckigen Stallfenster

Peter Hogenkamp, 10. April 2008 10:00 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Radiosendung «Echo der Zeit» hat eine sehr schöne Geschichte auf den Leserbriefseiten des Schweizer Bauer entdeckt. Es geht vordergründig um Stallfenster, Güllelöcher und Geranien, in Wirklichkeit aber um den Zustand der Schweizer Volkspartei (SVP).

(Für ausländische Leser kurz die Vorstellung der Charaktere: Toni Brunner ist Ostschweizer, Bauer, seit Jahren der Jungstar der SVP und seit einigen Wochen Präsident der Landespartei. Samuel Schmid ist Berner, Mitglied der Landesregierung als Verteidigungsminister, zwar auch SVP-Mitglied, aber schon seit Jahren in Ungnade gefallen, weil er deutlich abseits der Parteilinie steht, dies erst recht, seit er sich im letzten Dezember über die Abwahl seines Parteikollegen Christoph Blocher einigermassen unverhohlen gefreut hat. Vermutlich ist er die zweitmeistgehasste Person der Partei nach Neu-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.)

Alles weitere ist gut dokumentiert im Radiobericht «Schmid kritisiert Brunners dreckige Fenster».

Nicht entgehen lassen konnte sich diese Vorlage natürlich der Schweizer Bauer selbst, der die Geschichte gleich selbst gross auf die eigene Homepage bringt, sie dort aber mit den Worten abrundet: «Wenn ihr vom Radio schon so gut den Schweizer Bauer lest: Warum verschweigt ihr euren Hörern, dass der Kanton Bern im «Fall Madiswil» aus Tierschutzgründen trächtige Kühe schlachten liess?»

Das Rennen um die beste Realsatire bleibt offen.

PS. Das Bild mit den dreckigen Stallfenstern (beim Schweizer Bauer nur klein) habe ich leider bei Keystone nicht gefunden, obwohl es laut Unterzeile von denen stammt. Ich frage mal an. Das hier ist aber auch schön.

Toni Brunner und Kuh
(Bild Keystone/Peter Klaunzer)

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. mds

    schrieb am 10. April 2008 um 13:03 Uhr (#)

    Inwiefern geht es in dieser Geschichte um Bundesrat Schmid?


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