6 vor 9

Ronnie Grob, 28. März 2008 08:54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Wir sind unschuldig, wenn wir töten
(freitag.de, Yonatan Mendel)
Freitag übersetzt einen Artikel aus der London Review of Books, in dem Yonatan Mendel, ehemaliger Korrespondent der Nachrichtenagentur Walla, über Journalismus in Israel schreibt.

Keine Ressourcen für Qualität
(werbewoche.ch, Stephan Russ-Mohl)
Verlässliche journalistische Information werden wir auch in Zukunft brauchen. Zu welchem Preis hängt aber von der Einsicht der Werbebranche ab, dass auch im Internet Inserate bei glaubwürdigen Werbeträgern mehr bringen.

Private Dollarmillionen für besseren Journalismus
(nzz.ch, Stephan Weichert, Alexander Matschke und Till Wäscher)
In den USA wollen Gönner den Qualitätsjournalismus fördern. Zu diesem Zweck erhält das neue Redaktionsbüro Pro Publica jährlich zehn Millionen Dollar. Was lässt sich damit bewirken? Der Leiter und ehemalige Chefredaktor des «Wall Street Journal», Paul E. Steiger, unterhielt sich mit Stephan Weichert, Alexander Matschke und Till Wäscher.

Reden als Ablasshandel
(message-online.com, Fritz Wolf)
“Anne Will tut übrigens der journalistischen Qualität ihrer Sendung keinen Gefallen, wenn sie einen CDU-Ministerpräsidenten oder eine CSU-Generalsekretärin einlädt und ihnen nichts anderes zumutet als das leichte Spiel, die SPD vor sich herzutreiben und über sich zu schweigen.”

Nachträglich zum Achtzigsten: Die Klaus-Heinrich-Charts
(umblaetterer.de)
Vier Feuilletonartikel über den Religionswissenschaftler Klaus Heinrich im Vergleich.

Montgomery: papers must adapt or die
(guardian.co.uk, John Plunkett)
“David Montgomery: ‘The age of the subeditor is going to disappear,’ he told a House of Lords select committee.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Jean-Claude

    schrieb am 28. März 2008 um 09:37 Uhr (#)

    “Private Dollarmillionen für besseren Journalismus”

    Die Idee mit dem Redaktionsbüro Pro Publica finde ich faszinierend. Auch der Vertrieb der Stories , die aus diesem pot kommen sollen, ist bemerkenswert: web, print, TV, dort, wo die beste Wirkung zu erwarte ist.

    Dies ist im übrigen das Eingeständnis, dass Recherchierjournalismus nur noch betrieben werden kann, wenn er keine Rücksichten auf Anzeigenkunden oder irgendwelche public opinions nehmen und wenn er nicht zwanghaft gewinnfixiert funktieren muss.

    Es gibt in Deutschland und in der Schweiz genügend Milliardäre, die aufs Alter hin nicht wissen, wohin mit dem Geld, denen das Funktioniere einer demokratischen Gesellschaft nicht völlig egal ist und die erkennen, dass eine unabhängige, mutige und hartnäckige Publizistik - auf welchen Verbreitungskanälen auch immer - dafür eine Voraussetzung ist.

    Eine Stiftung hinzubekommen, die jedes Jahr 10 Mio. Dollar dafür auswirft, schiene auch hier nicht unmöglich.

    Besonders spannend finde ich das rigorose Auswahlverfahren von Pro Publica für die 22 zur Verfügung stehenden Reporterstellen. Klingt alles sehr professionell. Hoffentlich klappts. Und hoffentlich kommt auch bei uns jemand mit entsprechendem finanzielle Hintergrund auf die Idee, sowas zu lancieren.


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