Echo 2008:
Wir bloggen live

Felix Disselhoff, 15. Februar 2008 um 14.21 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Heute Abend strahlt RTL den Echo 2008 aus. Zum 17. Mal trifft sich die Musikbranche zur alljährliche Lobhudelei in Berlin. Moderiert wird die Sendung von RTL-Zugpferd Oliver Geissen und Nazan Eckes. Auf der Gästeliste stehen internationale Stars wie Alicia Keys, Kylie Minogue und James Blunt.

Nazan Eckes, Oliver Geissen
Nazan Eckes und Oliver Geissen moderieren – wir kommentieren (Bild RTL)

Doch es kommt noch dicker: Bierzeltbarde DJ Ötzi hat gute Chancen auf zwei Echos, Rolf Zuckowski wird für sein Lebenswerk geehrt, und die Kastelruther Spatzen könnten ihren 15. Echo abholen. Grund genug für medienlese.com sich das Spektakel genauer anzuschauen. Also werden wir heute Abend live mitbloggen. Gleich hier. Um 20.15 Uhr geht`s los.

ProSiebenSat.1 schaltet HD-Kanäle ab:
“Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören!”

Wolf-Dieter Roth, 15. Februar 2008 um 11.56 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Langsam haben die deutschen Haushalte eine nennenswerte Anzahl HD-fähiger Fernsehgeräte und HD-fähiger Empfangsgeräte. Und manchmal kommt sogar trotz Kopierschutzschikanen ein HD-Bild zustande. Auf Pro 7 und Sat.1 aber ab Samstag nicht mehr.

High Definition Television
Her mit den scharfen Inhalten: Hochauflösende Fernseher auf einer Messe 2005 (Bild Keystone)

Es ist schon ein Herumgeeier mit den Deutschen und neuer Technik, wenn es um Rundfunk geht (bei Handys geht dagegen jeder Sch…): In den 50ern war man mit UKW vorne dran, in den 60ern führte man mit PAL das erste einwandfrei funktionierende Analog-Farb-TV-System ein. Doch dann kamen Totgeburten wie D2-MAC, ein System, das vor allem neue Empfänger erforderte, doch nur geringe Vorteile brachte, PAL plus, bei dem es sich ebenso verhielt, und schließlich DAB, das nun gerade in dem Moment abgesägt wird, wo man endlich den veralteten Codec modernisieren wollte.

Dass HDTV nicht in die Puschen kommen will, ist ansich kein Wunder: Die Kopierschutzschikane namens HDCP funktioniert so schlecht, daß selbst mit Sat-Receiver und Fernseher derselben Marke des Öfteren kein HDTV-Bild zustande kommt - mitunter auch gar kein Bild.

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Onlineportale:
Wer hat die Längste?

Ole Reißmann, 15. Februar 2008 um 11.20 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Höher, schneller, weiter: Wir haben Nachrichtenseiten zum Größenvergleich antreten lassen. Zeit Online, Welt Online und derWesten führen das Feld an, die taz-Seite wird locker um 1,5 Längen geschlagen.

Wer hat die Längste?

Man könnte Worte verlieren über das neue Layout der Netzeitung, die einen auf Süddeutsche macht – so wie derWesten, der sich visuell recht deutlich an Spiegel Online orientiert. Stattdessen haben wir uns angesehen, welche Online-Redaktion den Lesern besonders viel mitteilen möchte.

“Immer feste druff” scheint das Credo einiger Redaktionen zu sein, wenn man den Lesern nur ordentlich Links anbietet, wird er schon etwas Interessantes finden. Wer hat also die längste Seite? Hier das Ergebnis:

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6 vor 9

Ronnie Grob, 15. Februar 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Zur Zukunftstauglichkeit von Schweizer Medien-VRs
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
Martin Hitz nimmt die Verwaltungsräte von Schweizer Medienunternehmen unter die Lupe und findet “zahlreiche Rechtsanwälte, kaum Frauen, wenig Medienpraxis und nicht allzu viel Knowhow im Bereich Neue Medien”. Fazit: “Zukunftstauglich oder nicht?”

Manipulation im Internet
(moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der Verkehrs- und Medienminister denkt über seine Vorbildfunktion nach, meint, sein Wikipedia-Eintrag sei etwas verzerrt, bloggt aber trotzdem fröhlich weiter, denn er sieht die Rückmeldungen auf seine Beiträge als wichtigen Input: “Tatsächlich liess ich mich schon oft von Kommentaren beeinflussen und eines anderen, hoffentlich Besseren, belehren.”

Dummheit in der ersten Reihe
(zeit.de, Jens Jessen)
Was ARD und ZDF wollen.

Das Fernsehen stirbt!
(watchberlin.de, Video, 3:55 Minuten)
Harald Martenstein gibt dem professionell ausgeleuchteten und aufwändig produzierten Fernsehen noch etwa zehn Jahre, in der aktuellen Form. Kurz: Perfektion verhindert Kreativität.

Die inszenierte Meinung
(dradio.de, Heribert Seifert)
“Das aktuelle Getöse gegen das Böse, das aus dem Internet kommt, ist verlogen. Den Lautsprechern dieses Feldzugs geht es in Wirklichkeit darum, auf einem Medienmarkt, in dem ihre Zeitungen immer mehr an Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit auch durch eigenes Versagen verloren haben, die alte Autorität, ihr Monopol auf Information und Deutung wieder herzustellen.”

Brockhaus, Spiegel, Wikipedia: Steigert meinen Wissenswert!
(spreeblick.com, Johnny Haeusler)
“Ich finde es erstaunlich, mit welcher Selbstsicherheit gerade diejenigen, die doch oft für eine Öffnung bisher konservativer Unternehmen in Richtung Netzgemeinde plädieren, diesen Firmen jede Überlebenschance absprechen, sobald sie die gewünschte Öffnung vollziehen.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Schöne Seiten am Sonntag

Ole Reißmann, 14. Februar 2008 um 17.31 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Am Dienstag ist es soweit: Die Society for News Design zeichnet die am besten gestalteten Zeitungen der Welt aus. Im vergangenem Jahr bekam die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Auszeichnung “World’s Best-Designed Newspaper”.

WamS vs. FAS
Ausgezeichnetes Editorial Design: WamS und FAS

Zum 29. Mal veranstaltet die Society for News Design (SND) den Wettbewerb “Best of Newspaper Design”. Am vergangenen Wochenende wurden die knapp 15.000 Nominierungen gesichtet. Über die höchste Auszeichnung wird aber erst an diesem Wochenende entschieden, am Dienstag sollen die Gewinner feststehen. Die Datenbank mit allen Preisträgern soll bis zum 20. Februar online sein. Im vergangenen Wettbewerb wurden 1747 Auszeichnungen vergeben.

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Filmvorschau:
Bloody Thursday

Felix Disselhoff, 14. Februar 2008 um 14.29 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nach trautem Buchzirkel und liebervoller Politkomödie wird es jetzt richtig blutig. Ein alter Bekannter kehrt zurück, im Waisenhaus wird es überirdisch und im Westen warten acht Oscarnominierungen

Bodycount sucht Anspruch: “John Rambo”

John RamboAlter Mann, was nun? (Bild Warner)

Er kann es nicht lassen. Seine Karriere schien vorbei, die letzten Erfolge lagen Jahre zurück. Sylvester Stallone ließ sich nicht beirren und sorgte für einen sechsten Rocky. Die Kritiker nahmen es wohlwollend, an den Kinokassen klingelte es. Jetzt wartet Stallone mit einem neuen Rambo auf. Von ihm selbst in Szene gesetzt, auf seine Fans abgestimmt und brutal bis auf die Knochen.

“John Rambo” hat sich mittlerweile im vietnamesischen Dschungel zur Ruhe gesetzt. Erst als die stereotypisch dauerbrutale burmesische Militärregierung christliche Missionare in Gefangeschaft nimmt, bahnt sich der ehemalige Green Beret seinen Weg. Mit Pfeil und Bogen, Machete, Fäusten und zu viel Adrenalin.

Die L.A Times rechnet nach: 236 Tote, davon 83 mit bedecktem Oberkörper, 0 ohne, 40, die von Rambos Verbündeten getötet werden und 136 Gute, die von Bösen getötet werden. Sexszenen: 0.

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Mit Panda, Popstar und Probeabo

Markus Kirchsteiger, 14. Februar 2008 um 10.21 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Laut eigenen Aussagen ist Österreich nur ein Jahr nach seiner Gründung die meistgelesene Tageszeitung des Landes – hinter der Kronen-Zeitung. Rekordverdächtige Zuwächse sieht Gründer und Chefredakteur Wolfgang Fellner auch bei den Abonnements. Wir wissen, warum…

Hauptzutat für Fellners magische Auflagensteigerung: Die potenziellen Käufer und Leser sollen gar nicht merken, dass sie eine Zeitung kaufen. Anstelle von anständigem Journalismus gibt es für ein paar Euro oder sogar gratis irgendein Extra, auf das ganz Österreich schon gewartet hat. Für diese Sonderzugaben braucht die Zeitung wohl ein eigenes Lagerhochhaus, wie das aktuelle Werbeprospekt vermuten lässt, das in den letzten Wochen den österreichischen Haushalten per Post zukam. Eindeutiges Highlight ist ein exklusives Filmchen für die Herzen der Österreichinnen und Österreicher:

Pandadvd

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6 vor 9

Ronnie Grob, 14. Februar 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

»Die Deutschen betreiben Schreibtischjournalismus«
(jungle-world.com, René Martens)
Der Radioreporter Marc Thörner, der in Hamburg und der marokkanischen Hauptstadt Rabat lebt, ist auf die Berichterstattung aus den Maghreb-Staaten sowie den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens spezialisiert. In seinem Buch »Der falsche Bart« kritisiert er den orientalisierenden Blick in den deutschen Medien.

Ist Hecheln unsere Leitgeschwindigkeit?
(faz.net, Christian Geyer)
Warum ist die Urteilskraft des öffentlichen Intellektuellen heute wichtiger denn je? Weil wir unter einem ökonomistischen Diktat der Fristen stehen, das unser übergreifendes Denken bedroht.

PresseTV auf dem Tiefpunkt
(werbewoche.ch, Markus Knöpfli)
Die Verleger sind mit PresseTV gegenüber ihrer Verhandlungspartnerin SRG in der Defensive. Auch, weil ihnen die Zuschauer davonlaufen.

Der neue Primetime-Präsident
(spiegel.de, Benjamin Bidder)
Dmitrij Medwedew auf allen Kanälen - die russischen Fernsehsender machen kräftig Werbung für Putins mutmaßlichen Nachfolger. Schon klagt die Journalistenunion: Der Umfang der Propaganda hat inzwischen Ausmaße erreicht wie zu Sowjetzeiten.

How Google Got Its Colorful Logo
(wired.com, Sonia Zjawinski)
In just a few short years, Google’s logo has become as recognizable as Nike’s swoosh and NBC’s peacock.

Ich steh’ dazu: Meine Mama googelt meine Dates
(fudder.de, Caro)
Caros Mutter mag das Internet: Sie guckt sich bei Google Earth das Haus ihres Sohnes in London an, bucht Billigflüge nach Sizilien und schaut auf YouTube Udo Jürgens-Videos. Und sie googelt die Jungs, die Caro dated. Das ist unserer Autorin verständlicherweise ganz schön unangenehm…

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Carla Bruni und Nicolas Sarkozy:
Gemeinsam gegen die Medien

Ronnie Grob, 13. Februar 2008 um 18.11 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Carla Bruni, neue Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat dem Wochenmagazin L’Express das erste Interview nach der Hochzeit gegeben und äussert darin Medienkritik. Die Beziehung gegenüber den Journalisten hat inzwischen einen Kampfzustand erreicht.

Wo war noch mal die Liste? Ah, hier. Mit dieser Äusserung

La plainte justifiée de mon mari n’est pas contre un organe de presse, bien sûr, mais contre les “nouveaux moyens de désinformation”. Internet peut être la pire et la meilleure des choses. A travers son site Internet, Le Nouvel Observateur a fait son entrée dans la presse people. Si ce genre de sites avait existé pendant la guerre, qu’en aurait-il été des dénonciations de juifs?

sollte Carla Bruni eigentlich Einlass finden. Spiegel Online übersetzt den letzten Satz so:

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“Tausendreporter”:
Das musst Du nicht lesen!

Ole Reißmann, 13. Februar 2008 um 16.14 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Wo bleiben nur die Nutzer? Stern.de hat eine eigene News-Community. Lust aufs Mitmachen hat aber kaum jemand – und ein Großteil der “Top News” ist schlicht Spam.

Tausendrepoter

“Der gefaltete WC-Rollenhalter von FrischForm”, das ist eine der “Top News” des Tage auf “Tausendreporter”. Auf der Seite stellen die Nutzer ihre eigenen Nachrichten ein, wenn genügend andere Nutzer den Beitrag gut finden und für ihn abstimmen, landet er auf der Startseite. Bei “Tausendreporter” genügen dafür seit Wochen vier oder fünf Stimmen.

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