Internet-Sender Hobnox:
Entertainment 2.0
Multimediale Bespaßung im Netz: Hobnox will das Medienunternehmen der Zukunft sein, mit eigenen Magazinformaten und User Generated Content.
Musik, Film und urbane Kultur - das sind die günstig produzierten Inhalte des Web 2.0-Fernsehens. Eine neue Seite mit solch schicken Shows ist Hobnox, der “neue digitale Hort für moderne Kultur per Web-TV”. Online-Entertainment inklusive Publishing-Plattform ?von Kreativen für Kreative? - das will Hobnox künftig in der Web-Landschaft sein. Auf der Seite sollen User auch ihre in Eigenregie erstellten Beiträge auf den vier verschiedenen Kanälen zeigen.
?Mit Hobnox entsteht ein internationales Medienunternehmen, das die heutigen Gegebenheiten des Unterhaltungsmarktes und die technologischen Möglichkeiten des Internets für Künstler und Publikum innovativ zusammenführt?, stapelt die PR nicht gerade tief. Na mal sehen:

Die Hobnox-Channel: Unterhaltung in Serie
Mit Alfred Tolle, Ex-CEO von Lycos Inc., und Alexander Gorny, vormals Pixelpark, sitzen bei Hobnox bekannte Namen mit im Boot. Wohl nicht zuletzt deshalb bewegt sich das Investitionsvolumen auch im siebenstelligen Bereich, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren ist. Hobnox arbeitet dezentral: Die Netzwerke der Gründer an den Standorten Köln, Berlin und München arbeiten zusammen. Darüber hinaus gibt es Hobnox-Büros in London, UK und Boston, USA.
Doch was will Hobnox? Und wie wirft es Gewinne ab? Künstler sollen zukünftig ihre Werke in der Community präsentieren, eigenständig oder interaktiv produzieren und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Hobnox will die Online-Adresse für anspruchsvolles Web-Entertainment werden. Nicht zuletzt auch ein Marktplatz für digitales Kulturgut. Ein Vermittlungsentgelt, vergleichbar mit einer Maklerprovision, wäre durchaus denkbar.

Ausschnitt aus dem Hobnox-Trailer: Oh Gosh!
Bis heute wurde der Content von Profis und Partnern des Unternehmens geliefert. Jetzt ist der Hobnox Evolution Contest vorbei. Mit insgesamt 25.000 Euro sollen Künstler und Kreative gefördert werden. Die Siegerprojekte werden am 27. und 28. Februar in Berlin ausgezeichnet. Die Jury kommt nicht von ungefähr: Regisseur Hans Weingartner (Das weiße Rauschen, Die fetten Jahre sind vorbei), Dirk Gehlen, seines Zeichens Redaktionsleiter bei jetzt.de, Andreas Wendin, Sänger der schwedischen Band Moneybrother und jede Menge kluge Köpfe aus Print, Musik und Fernsehen.
Gesendet wird auf vier Kanälen. SLY-Fi bringt Musik in vielerlei Formen auf den Monitor - als Videoclips, Making-Ofs oder Festival-Mitschnitte. 99 stories greift Geschichten der Moderne auf: Diskussionen, Interviews und Konferenzen rund um Kunst und Film. Street dagegen ist Straßenkultur pur: Sportarten wie Skating, urbane Mode, Graffiti, Beatboxing oder Tanz bekommen hier ihre eigene Plattform. Mi145 taucht tief in den Underground ein und berichtet von unbekannten Bands und Kreativen vom Rockschuppen bis zum Untergrund-Dancefloor. Der integrierte Player ist wunderbar transparent und intuitiv. Hobnox setzt bei der redaktionellen Auswahl an Videos eher auf Klasse statt Masse: Die Clips und Episoden sind hochwertig produziert und aufgemacht. YouTube reloaded.
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5 Kommentare zu diesem Artikel
1 Trackback
- hobnox
(28. Mai 2008 17:54)
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David
schöner tipp. habe eben den beitrag über david lynch und den raja gesehen. was war da los?
gui
klingt echt interessant - tv im internet scheint DAS ding der nächchetn zukunft zu sein
lolopi
ich liebe es
Stylewalker
Ich finde vor allem das Hiphop-Magazin Wordcup super, klasse Moderatoren, ausführliche Interviews, die viel Tiefe zeigen z.B. bei Kool Savas oder Azad. Bei Kollegah eher nicht so, der entlarvt sich ziemlich selbst.. Hier z.B. eine Folge der Azad-Interviews: http://sly-fi.hobnox.com/index.html?episode=844
Paul Rodro
freue mich auf den Launch, hab mich schon für die beta registriert , yipieh, das audiotool soll der kracher sein.