6 vor 9

Ronnie Grob, 25. Januar 2008 08:54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Höchststrafe für DJ Tomekk
(stefan-niggemeier.de)
“Ich würde mir so sehr wünschen, der Zentralrat würde nicht jedesmal über dieses Stöckchen springen, das ihm ‘Bild’ oder sonst ein Medium hinhält, sondern wenigstens einmal dem Kollegen so etwas antworten wie: ‘Wissen Sie was? Ich glaube, das können Sie auch als Nichtjude ganz gut beurteilen, was von so einem Hitlergruß zu halten ist. Sie müssen da nicht jedesmal einen organisierten Juden anrufen und als Empörungshansel missbrauchen. Oder wäre der Hitlergruß okay, wenn wir Juden sagen würden, er ist okay? Wäre es nicht ein Zeichen von Reife der deutschen, überwiegend nicht-jüdischen Gesellschaft, sechs Jahrzehnte nach dem Holocaust, von ganz alleine, ohne Vorgabe von uns, die nötige Empörung oder Nicht-Empörung aufzubringen? Und whothefuck ist DJ Tomekk?’”

Worthülsen
(blog.tagesschau.de, Christian Thiels)
Wenn die Pressesprecher der Bundesregierung Stellungnahmen abgegeben, dann kann man ihre Worte nach einiger Zeit problemlos mitsprechen - so vorhersehbar sind sie. Das Gleiche gilt allerdings auch für einige Journalisten-Kollegen.

Google und das “Jahr der Mathematik”
(de.youtube.com, zdf, Claus Kleber, Video, 3:44 Minuten)
Das Jahr der Mathematik soll der Öffentlichkeit die Vielfalt der Zahlenwelt näherbringen. Die Internet-Suchmaschine “Google” ist ein Beispiel dafür, wie wichtig Mathematik für das tägliche Leben ist.

Insel der blinden Passagiere
(zeit.de, Christian Schmidt-Häuer)
Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez berichtet aus einem verschlossenen Land, das sich widerwillig öffnet.

Qualität als Statussymbol (+)
(sueddeutsche.de, Leif Kramp und Stephan Weichert)
Noch lebt die Zeitung als Garant für Qualität. Aber wie lange noch? Print-Medien werden kaputtgespart und der Online-Anteil im Nachrichtenwesen wächst. Eine Prognose zur Zukunft des Journalismus.

Kolumnisten als Stylisten
(watchberlin.de, Video, 4:48 Minuten)
Ein paar deutsche Kolumnisten treffen sich zu einem Fotoshooting und plaudern.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. arbiter

    schrieb am 25. Januar 2008 um 11:15 Uhr (#)

    Stefan Niggemeier piekst das Vergangenheitsbewältigungsgedöns an, und schon hat er much traffic auf seiner Page, und es ist wohl gar Verkehr der vernünftigeren Art,-bis jetzt- trotz des Themas. Danke DJ Tommek!

    Ein Gimpel marrokanischer/polnischer Abstammung mit polnischem Pass und deutschem Wohnsitz läßt im Ausland in einem unappetitlichen Camp einen streichen und Springer bis Friedman delektieren sich daran, bitten zu Tisch.
    Dabei ist er ihnen doch nur durchgeschlüpft durch die Ausländerdebatte, durchs Inegrationsgeschwafel, die Ausländer-raus-Kolumne. Kann halt nicht jeder so gestriegelt sein wie ein in der Schweiz lebender Österreicher mit zuviel griechischem Wein, der auch nicht weiß, wer wo was nicht zu suchen hat, das aber radikal, und wenns sein kleiner Freund ist.

    Die Vergangenheitsüberwältigungsbesoffenheit in redlichem Abmühen jeweiliger Unredlichkeit erzeugt nicht einmal mehr Betroffenheit. Und Friedmans Michel hats allen gesagt, nur sich selbst nicht:”Im Deutschland 2008 gibt es keine Toleranz “mehr” gegen Intoleranz. Das ist auch gut so. Schlecht ist daran, es gibt auch nicht weniger davon, sonst dürfte sich Michael Friedman gar nicht erst dazu äußern.

  2. arbiter

    schrieb am 25. Januar 2008 um 12:07 Uhr (#)

    QUALITÄT ALS STATUSSYMBOL,
    und die Beobachtungen, Analysen, Schlußfolgerungen liefern unsere Freunde aus Übersee in süddeutsche Redaktionsstuben. Eigene Beobachtungen, eigene Erkenntnisse, eigene Ideen gehören offenbar nicht zum Qualitätsstandard. Tom Wolfes Fetisch, Zeitungsbesitz als Statussymbol, geht an vier Buchstaben und vergleichbarer Journalismusqualität jämmerlich ein.

    Zweifellos, Zeitung wird sich ändern, wird geändert werden müssen. Dazu braucht es Ideen und Macher. Vorauseilende Phantasie und die Bereitschaft, dem Medium Web seine Identität und Funktion zuzugestehen, sind allemal besser, als schlichter Glaube an Prognosen und einfältige Übernahme von Trends, die doch nur ein Hinterherhecheln signalisieren. Was und wieviel am heimischen Markt versäumt und unterlassen wird, wird über die Zukunft der Holzmedien hierzulande entscheiden. Dabei wird leicht übersehen, wie wenig das Web trotz einer vielfachen Nachrichtenmenge in der Lage ist, diese Vielfalt so zu komprimieren, daß sie auf den Bildschirm paßt. Zeitung, wenn sie wollte, könnte mit Karl Valentin wuchern: “Es geschieht immer soviel, wie in eine Zeitung paßt. Es paßt nicht auf einen (1) Bildschirm!


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    (29. Februar 2008 08:58)

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