6 vor 9
Wenn Kollegen vor Häme triefen
(persoenlich.com, Helmut-Maria Glogger)
Am Dienstag vermeldete die deutsche Presse, dass Star-Kolumnist Michael Graeter in Zürich festgenommen wurde, weil er gegen Bewährungsauflagen verstossen hat. Für den Publizisten Helmut-Maria Glogger zeigt der Fall des deutschen Gesellschaftsreporters vor allem eines: Nämlich wie schnell Kollegen über einen herfallen, der ihnen an Wissen, Recherche und auch Unbestechlichkeit himmelweit überlegen war. Und ist.
Wo das Echte zählt
(tagesspiegel.de, Harald Martenstein)
Aufregung um einen Video-Blog: Im Internet gilt der Experte wenig, der Authentische viel.
Die Wahrheit über Britney Spears
(taz.de, Christine Brügge)
Britney Spears hat einen dramatischen Abschiedsbrief geschrieben! Hat sie? Warum man besser keiner Meldung über ihr “wildes Leben” glaubt.
Medientagebuch
(woz.ch, Stefan Keller)
“Einen Politiker gibt es, der sogar fast keinen Satz ohne «ich» von sich gibt, egal um welche Katastrophe es geht. Er heisst Moritz Leuenberger und führt einen Blog mit der Adresse http://moritzleuenberger.blueblog.ch. Glaubt man Leuenbergers öffentlichen ’Notizen zu Politik und Gesellschaft’, dann verbringt er wirklich besorgniserregend viel Zeit damit, sich Gedanken über den Umstand zu machen, dass er oft falsch verstanden wird.”
Auf zum großen Medienmischmach
(netzeitung.de)
Die Grenzen zwischen Print, Online und bewegten Inhalten lösen sich mehr und mehr auf, wie Experten nun beobachtet haben. Der Trend gehe zu immer neuen Plattformen. Aber nur die Ruhe: So schnell geht das alles nicht.
US-Journalisten haben regelrechte Angst
(derwesten.de)
Regelrechte Angst haben US-Journalisten vor der Entwicklung der Nachrichtenberichterstattung und fürchten um ihre Existenz. Ursachen sind vor allem der Qualitätsverlust durch schlechte Personalkapazität und die Konkurrenz zum Internet.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
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1 Kommentar zu diesem Artikel
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arbiter
Aber hallo, wird er ja nicht gerade selig sein im Haefen, der Graeter Michi. Aber jetzt, wo wir Papst sind, Helmut-Maria Glogger die Wunder des MG geprüft und für bewunderungswürdig befunden hat, jetzt wird er heilig gesprochen! Wenigstens! Was anderes ist für Insolvenzverschleppung, Bankrott und Veruntreunng von Arbeitslönen gar nicht möglich! Oder doch? Na ja, 1 Jahr und vier Monate, aber auf Bewährung. Und nun hat der Graeter doch glatt das Kunststück fertig gebracht, gegen Bewährungsauflagen zu verstoßen. Deswegen will ihn der Büttel. Womöglich verlangt die Künstlersozialkasse für sowas auch Beitrag. Ob Helmut-Maria Glogger dann eine Kollekte veranstaltet?
Wie macht H-M Glogger das bloß?:
1.”Michael Graeter hat nicht bei einem Zürcher Privatradio gearbeitet” ….
Nee, hat er nicht, war nur eine private wer weiß was Sendeanstalt.
2.”Michael Graeter sitzt auch nicht mit irgendwelchen Herren aus Drittweltländern” -(ist doch hoffentlich kein Rassismus oder sowas, Herr Glogger?)- …
Auf jeden Fall sitzt er. Zu Deutsch in einer JVA in Abschiebehaft. Wie nennen die Eidgenossen das? Und haben sie den Bau jetzt für Graeter geräumt, damit er nicht unzumutbar in einem Gebäude logiert, in dem irgendwelche Herren aus Drittweltländern sitzen könnten, weil sie dort sitzen müssen?
3.Über “rote Teppiche” ist er auch nicht “gelatscht”, obwohl ja H-M Glogger gesteht, der Kandidat sei schon mal auf solchen Matten gesichtet worden. Wie konnte es nur so weit kommen? Jetzt, wo Gräter unmittelbar vor der Heiligsprechung engelgleich über dem Berufsstand des Journalismus schwebt?! Wird er eben eingeschwebt sein, anstatt über den Zebrastreifen vorm Extrablatt wie in seligen Zeiten zu latschen.
Das außerordentliche und hervorzuhebende Verdienst des Michael Grater ist dann noch, in Redaktionsräumen mit seinen vier Buchstaben einen Stuhl bedrückt zu haben in heimeliger Nähe zur Creme der deutschen Journalisten, die gelegentlich ihre bedruckten Karten dort abgegeben und auch sonst allerhand Druckreifes hinterlassen haben.
Der Salon der Tunichtgut auf Bildschirmen und Leinwänden und in Gazetten ist um ein Mitglied reicher, nicht erst seit gestern, und die biedere Tätergilde mit Anspruch auf Resozialisierung biedert sich bei Biedermann und Co. an, hält den Schein des Glamourösen für echt, wähnt sich erhaben über Frau Poth, geborene Feldbusch. Nur das mit der sittlichen Reife … ! Üben, üben, üben!
Welch schnöder Freundschaftsdienst, mit einer Klatschkolumnistenlaufbahn der Rechtsstaatlichkeit heimleuchten zu wollen, eine Parallele zum Besenkammer-Bobbele zu unterstellen. Na ja, Boris ist ja noch gut weggekommen von Besen und vom Wehrdienst, dem er sich selbstverständlich entzogen hat, weil sein Hauptwohnsitz nicht MC war. Hat die böse bayerische Justiz glatt verschlafen. Nur jetzt beim Graeter Michi, da ist sie hellwach, und das darf nicht sein, denkt, sagt Helmut-Maria Glogger. Verdienstvoller wäre gewesen, er hätte für seinen Freund geschwiegen, anstatt schimmerlos zu schwadronieren. Kommt sowas von Kir Royal?