6 vor 9

Von Ronnie Grob, 15. Januar 2008 08:54 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Best of Feuilleton 2007
(umblaetterer.de)
“Die zehn besten Texte aus den Feuilletons des Jahres 2007: Bayreuth, Sodann und Gomorrha, Bionade-Biedermeier, Zidanes Melancholie, Spiegel Online, Autorenporträts, »Esra«-Urteil, Notiz über Kitsch, Kaiser Chiefs.”

Blattschuss!
(watchberlin.de, Video, 4:57 Minuten, Oliver Gehrs)
Oliver Gehrs plaudert es aus und freut sich: Georg Mascolo, Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros und Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, sollen das neue Chefredakteurs-Team des Spiegels bilden.

Bringt Facebook den Untergang des Abendlandes?
(medienkonvergenz.com, Andreas Göldi)
“Dass das Social Network Facebook viele, viele User zur Zeitverschwendung mit Vampirspielen und virtuellem Schafewerfen animiert, ist bestens bekannt. Und dass diese vielgehypte Website an etwas krummen Businessmodellen leidet, wussten wir auch schon. Neu hingegen ist, dass Facebooks dunkle Hintermänner doch tatsächlich vorhaben, die reale Welt zu zerstören und durch ein globales, virtuelles, neokonservativ-imperialistisches Netzwerk zu ersetzen. Das meint zumindest Tom Hodgkinson im Guardian von heute.”

WEB 3.0: Wenn Google überflüssig wird
(manager-magazin.de, René Baron)
Wie nennt man Wörter, die von vorne und hinten gelesen gleich sind - also zum Beispiel “Anna” oder “Rentner”? Seit es Google gibt, sind solche Fragen schnell beantwortet. Aber in ein paar Jahren kann man vielleicht einfach sein Handy fragen, um zu erfahren, dass das Palindrome sind. Web 3.0 macht’s möglich.

Leserreporter in der Schweiz
(wortgefecht.net)
“Immer mehr Regionalzeitungen springen auf den Leserreporter-Zug auf, welchen das Boulevardblatt «Blick» und die Pendlerzeitung «20 Minuten» ins Rollen gebracht haben. Die Schweizer Medien bauen also Bürgerjournalismus vermehrt in ihr journalistisches Konzept ein.”

Google-Beilage der WOZ: empfehlenswert
(yourposition.ch, Lukas Stuber)
“Die jüngste Ausgabe der WOZ samt Google-Beilage war in Neu-Oerlikon nicht gerade einfach zu ergattern (das PDF ausdrucken mochte ich nicht), aber zum Schluss klappte es dann doch. Zum Glück: Das Google-Spezial «Dein grosser Bruder» ist absolut lesenswert.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jean-Claude

    schrieb am 15. Januar 2008 um 10:06 Uhr (#)

    Zu: “Best of Feuilleton 07″

    Wir lästern ja gern in diesem Blog über Schmalspurjournalismus. Geht ja auch anders. Aber warum erscheinen diese Texte im Feuilleton? Die Themenauswahl jedenfalls klingt interessant. Ich will auch im übrigen Zeitungsteil zwischendurch mal solche Happen serviert bekommen. Gibts natürlich. Aber zu wenige.

    Es fällt übrigens auf, dass sich unter den ausgewählten Beispielen kaum Gesäss-Journalismus ausmachen lässt. Es gibt offenbar noch ein paar Fossile, die gelegentlich die Redaktion verlassen. Sogar der SZ-Journalist, der über Spiegel online schrieb, schnupperte vor Ort. Man merkts halt sofort.

    Eine Frage bleibt: Nimmt man auf Verlagsetagen diese Best-of-Liste überhaupt zur Kenntnis? Interessiert die das? Ahnen die, dass solche scheinbar nebensächlichen, aber gepflegten Texte hohe “Einschaltquoten” haben können? Dass es sogar Leute gibt, und wahrscheinlich nicht wenige, die wieder so einen Zeitungstitel kaufen oder abonnieren, in der Hoffnung, mal wieder von solchen Trouvaillen überrascht zu werden? Dass man einer Zeitung auch eine ganze Menge Mist verzeiht, wenn man hin und wieder fürs Ausharren belohnt wird? Aber das muss dann Qualität haben, inhaltlich und formal.

    Journalisten, die das können, wachsen nicht auf den Bäumen. Die muss man pflegen, auch wenn sie manchmal mühsam und lästig sind. Und mehr kosten als andere.

    Sind das Kategorien, in denen Verlagsmenschen, Controller und Chefredaktoren denken können (und wollen)? Leisten sich Anzeigenmenschen am Ende sogar solche Ueberlegungen? - Die Antwort erspar ich mir.

    ps. “umblaetterer.de” ist für mich jetzt übrigens so eine Trouvaille, von der ich bisher nix wusste.

  2. Ugugu

    schrieb am 15. Januar 2008 um 17:33 Uhr (#)

    Mal ne schüchterne Anfrage. Kann mir mal jemand von Blogwerk sagen, warum dieser Eintrag drüben bei blogug.ch mindestens fünf Mal auftaucht. Gibt es eine Möglichkeit dies technisch zu unterbinden? Ansonsonsten ich böswilliges Aggregator-Spamen unterstellen müsste.

  3. Ugugu

    schrieb am 15. Januar 2008 um 17:38 Uhr (#)

    Moment, nehme meine Aussage wieder zurück.

  4. Ugugu

    schrieb am 15. Januar 2008 um 17:43 Uhr (#)

    Habe unter dem “Medien-Tag” zu viel am falschen Ort rumgefuchtelt. ;-)
    Und ein Sorry für die Aufregung, falls denn eine solche entstanden sein sollte.

  5. Teja Bernardy

    schrieb am 15. Januar 2008 um 18:16 Uhr (#)

    Der -mitunter unterstellte- Gestus macht das Feuilleton zu einer durchaus zwiespältigen Gattung. Nicht selten fällt es Ottilie NormkonsumentIn schwer, sich durch mancherlei Überheblichkeit, etliche Voreingenommenheit, vielerlei gewichtige Gebildetheiten durchwuseln zu sollen/müssen. Ganz abgesehen von hier und da auch Besserwisserei. Der Stolz, nicht für die Allgemeinheit geschrieben zu haben/zu schreiben, ist ein gefährlicher, und er wird in der als Bestenlese titulierten Auswahl reichlich gepflegt, auch vom Ausleser. Die Joonglage des Feuilletonisten mit den Gegenständen seines Metiers ist eine Sache, Antizipation des Textes eine andere. Eine ganz andere ist öffentliche Wahrnehmung und diejenige in den Verlagsetagen. Die hohen Einschaltquoten? Schön wärs! Nur weil “wir” hier via Net schalten und walten,macht das noch keine Quote.

  6. Teja Bernardy

    schrieb am 15. Januar 2008 um 21:18 Uhr (#)

    “GOOGLE - BEILAGE DER WOZ:
    Wann immer ich nach dem Begriff WOZ suche, sagt mir Yahoo als erstes, es handele sich um eine linke Zeitung. Soll mir recht sein. Nach Sichtung der WOZ-Beilage zum Thema Google erst recht. Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, als nehme der Geist eines Ron Hubard Gestalt an. Keine noch so rigide geführte PR-Abteilung kann darüber hinwegtäuschen, hier wird ein ursprünglich geheimdienstliches Spionagewerkzeug eingesetzt, das auf dem besten Wege ist, Orwells Big Brother lächerlich zu machen. Die Gläubigen des drohenden Web 3.0 wollen mit der Sprachadaption für Daten-/Informationssuche über die Krake hinweghelfen. Bleibt die Frage, wer sammelt wo mit was die per Sprache abrufbaren Informationen? Und schwupp, schon googelt es schon wieder. Wer die Sprache der Computer an diejenige der Menschen anpassen will, immerhin ohne Dialekte so um die 6.537 Idioms, fängt bei der Schrift an, weil “nur” ca. 650 Sprachen verschriftet sind. Da macht endlich die Rechtschreibreform den Sinn, den niemand bekennen will. Bleibt die Frage, warum sich nicht z.B. eine EU-Kommisssion, die sich um den Krümmungsgrad der Salatgurke sorgt, auch hier kümmert, der marktbeherrschenden, Marktbmißbrauchfragestellung nachgeht? Für Bill Gates und MS langt es gerade doch auch wieder zu zwei neunen Verfahren.


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