Unternehmerfreundliche Journis

Ronnie Grob, 10. Dezember 2007 18:13 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Sacha Wigdorovits.png
Das ist Sacha Wigdorovits, Jungunternehmer im Bereich Gratiszeitungen. Fast eine halbe Stunde darf er sich im CASH-Talk von Moderator Hannes Britschgi ausfragen lassen zu seinem Produkt .ch. Was auch immer Wigdorovits erzählt - Britschgi ordnet es ein als die Aussagen eines gewieften, doch potentiell verdächtigen Verkäufers. Mich erinnert das stark an diesen Artikel in der Sonntagszeitung, kurz nach der Gründung von Blogwerk.

Das gesamte Gespräch (26:32 Minuten, nur schweizerdeutsch) kann auf cash.ch angesehen werden. Cash.ch ist übrigens die Website der Gratiszeitung Cash Daily, die es zwar schon seit dem 08.09.2006 gibt, die aber kaum gelesen wird, wie eine nicht repräsentative Umfrage der Werbewoche gezeigt hat. .ch erreicht in der gleichen Umfrage schon nach einigen Monaten Marktpräsenz Platz 2.

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8 Kommentare zu diesem Artikel

  1. michael soukup

    schrieb am 10. Dezember 2007 um 19:03 Uhr (#)

    wigdorovits i s t ein gewiefter, doch potentiell verdächtiger Verkäufer.

  2. Peter Hogenkamp

    schrieb am 10. Dezember 2007 um 22:36 Uhr (#)

    (Willkommen zurück aus den Ferien, Herr Soukup.)

    Ich habe es trotzdem ähnlich empfunden wie Ronnie - auch wenn ich Wigdorovits nicht per se überaus sympathisch finde.

    Er gibt ja zu, dass es bei der Hauszustellung noch Probleme gibt, dass von den ursprünglich 30′000 Ständern nur “noch 15′000 bis 20′000″ (also vermutlich noch 10′000) stehen. Und er sagt auch, dass sie einen neuen Anlauf machen machen. Das nehme ich ihm ab. Die Hauszustellung ist eine super USP, wenn sie funktioniert. Nicht nur ist man “als erster bei den Leuten”, wie sich alle immer gegenseitig nachplappern, sondern man ist vor allem als einziges Gratisblatt bei den Leuten, die das Haus an dem Tag nicht verlassen. Ich zum Beispiel bin an meinem zweiwöchentlichen Home Office Montag heute wieder völlig papierlos.

    Bei der fünften Nachfrage von Britschgi wird es trotzdem langweilig für alle, die nicht Werber, Konkurrenten oder Wigdorovits-Gegner aus Überzeugung sind. Ob es nun 50, 55 oder 60% Hauszustellung sind, interessiert doch keinen “normalen” Zuschauer.

  3. michael soukup

    schrieb am 11. Dezember 2007 um 10:57 Uhr (#)

    ach lieber herr hogenkamp, gehen sie doch auch einmal eine woche ans rote meer schnorcheln. dann haben sie wieder den durchblick:)

    im ernst, die hauszustellung ist ein grandioser flop. sie ist inoffiziell mehr oder weniger aufgegeben worden.

  4. Peter Hogenkamp

    schrieb am 11. Dezember 2007 um 11:12 Uhr (#)

    Ich würde sehr gern eine Woche schnorcheln gehen. Machen Sie hier Ferienvertretung für mich? :-)

    Dass sie derzeit ein Flop ist, sehe ich auch. In meinem Wohnort St. Gallen z.B. habe ich in den letzten Wochen und Monaten genau EINEN von den kleinen Notenständern gesehen. Sehr merkwürdig.

    Ich glaube allerdings nach wie vor, dass irgendjemand, von mir aus halt nicht Wigdorovits, die Hauszustellung probieren wird. Wenn sie funktioniert (ohne ein Vermögen zu kosten), ist sie wirklich ein Argument.

  5. Jean-Claude

    schrieb am 14. Dezember 2007 um 11:34 Uhr (#)

    “Die Hauszustellung (von .ch) ist inoffiziell mehr oder weniger aufgegeben worden.”

    @Michael Soukup, können Sie das noch etwas präzisieren? Klingt interessant, denn damit steht und fällt ja das Projekt.

  6. michael soukup

    schrieb am 14. Dezember 2007 um 13:36 Uhr (#)

    nur soviel: es ist mehr als ein kaffeegerücht.

  7. Ueli Gygi

    schrieb am 14. Dezember 2007 um 23:48 Uhr (#)

    Hat der Mann nicht die Pöstler engagiert für den Job? Guckst du hier: http://www.direct-mail-company.com. Bei mir kommt die Post immer noch ins Haus, muss jeden Morgen die ganze .ch-Beige wegräumen. Herr Soukup redet hier wohl pro domo.

  8. Peter Hogenkamp

    schrieb am 7. Oktober 2008 um 09:56 Uhr (#)

    OK, Michael Soukup hatte recht, die Hauszustellung wird aufgegeben, hat allerdings zehn Monate gedauert:

    Enttäuscht hatte laut Mitteilung insbesondere die Hauszustellung, die zuwenig Leser erreichte. In den ersten sechs Monaten 2008 erreichte “.ch” laut Mediaanalyse WEMF durchschnittlich 204′000 Leser. Die Zeitung wird deshalb ab Ende Oktober nur noch über Boxen im öffentlichen Verkehr und über Kolporteure verteilt.

    (persönlich.com)


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