6 vor 9
Spanische Journalisten erfinden Nachrichten
(medien-mittweida.de, Tobias Karth)
Unsere neue Serie befasst sich mit fragwürdigen Praktiken bei ausländischen Medien. Im ersten Teil befassen wir uns mit dem Nachrichtengeschäft in Spanien. Denn einer aktuellen Studie zufolge sind spanische Medien keineswegs unabhängig. Bei 83 Prozent der Nachrichten stammen die Informationen aus lediglich einer Quelle. Oft werden sogar falsche Berichte veröffentlicht.
Netz, Blogs und Rock ‘n’ Roll
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Social-Networking-Plattformen, personalisierte Web-Radios und MP3-Blogs zeigen Möglichkeiten auf, neue Musik zu entdecken. Der britische Psychologe David Jennings hat darüber ein Buch geschrieben. ORF.at sprach mit ihm über die neue Musiklandschaft im Netz.
Nach einem Jahr Krieg…
(mediatrend.ch)
Im dänischen Medienmarkt hat die zweite Gratiszeitungswelle bereits vor einem Jahr eingesetzt. Heute zeigt sich, dass viel Geld verbrannt wurde und den etablierten Kaufzeitungen viele Leser verloren gingen.
Freundliche Übernahme im Literaturbetrieb
(novo-magazin.de)
Die Verwandlung des freien Autors in den Dipl.-Schriftsteller.
Future Reading
(newyorker.com, Anthony Grafton)
Digitization and its discontents.
Die Nazibestie in uns allen?
(zeit.de, Video, 4:21 Minuten)
Harald Martenstein über Rechtsextreme in den Medien.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
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7 Kommentare zu diesem Artikel
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Krusenstern
Spanische Journalisten seien “zu 65 % selbst Urheber der Nachricht, [...] lediglich 2 % der Nachrichten kommen von Agenturen”.
Aha. Darum hat wohl die (von den Zeitungen teuer bezahlte) Nachrichtenagentur EFE in Spanien 17 Regionalbüros und weltweit in 110 Ländern Auslandbüros mit insgesamt über 3.000 Mitarbeitern.
Manche Studien sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden.
Ob die spanischen Journalisten ihre Nachrichten erfinden, steht auf einem anderen Blatt…
Jean-Claude
@liebe medienlese-Macher, das wäre doch was für euch, was ich von zeit.de video hier gesehen habe (”Die Nazibestie in uns allen”): Da hockt einer in seiner Küche und kommentiert pointiert die Morgenlektüre. Macht das doch auch mal. Das wäre eine Weiterentwicklung des Blogs. Wenig Aufwand, aber ziemlich viel Ertrag. Das ganze müsste natürlich etwas provozierend daherkommen, so dass sich dann im Blog eine Debatte fortsetzen lässt. Das nur so als Vorschlag.
Ronnie Grob
@Jean-Claude: Peter Hogenkamp hat seit kurzem einen neuen Mac mit einer tollen Kamera drin. Ich weiss nur nicht, ob er Zeit findet, um Zeitungen zu lesen.
Jean-Claude
… Medienmacher die keine Zeitung lesen? Hm.
Peter Hogenkamp
He, dass ich keine Zeitung lesen würde, ist natürlich eine böse Unterstellung.
Ich habe einfach das Problem, dass ich um 5.25 Uhr aus dem Haus gehe und dass kein Abo dann schon verlässlich im Briefkasten ist (hab’s ausprobiert). Ins Büro schicken ist auch doof, weil ja gerade die Zugfahrt praktisch wäre zum Zeitunglesen.
Also lese ich jeden Morgen, was andere Pendler im Zug liegen lassen, mal das Tagblatt, mal die NZZ, mal den Tagi. Und natürlich 20 Minuten, .ch, Cash Daily und heute, aber die wollen wir mal nicht mitzählen.
Peter Sennhauser
@Jean-Claude: Peter Hogenkamp ist Verleger. Und ich würde behaupten, er liest mehr als viele, die mir in dieser Branche in 20 Jahren begegnet sind - und er kennt jedenfalls sein eigenes Produkt und dessen Umfeld besser als so mancher Chefredakteur und Verlagsleiter, mit denen ich zu tun hatte.
Aber Deinen Vorschlag finde ich sehr prüfenswert.
Wir hätten eh gern mehr Feedback aus der Leserschaft: Wünsche und Tipps, Anregungen und Ideen, Hinweise und immer auch gerne Bewerbungen…
Feedback bitte an tipps Klammeraff medienlese.com
Jean-Claude
@ 2 x Peter, ich wollte niemandem zu nahe treten. Aber die Frage nach der Zeitungslektüre lag nun wirklich auf der Hand. Jetzt ist sie ja geklärt.