6 vor 9

Ronnie Grob, 8. November 2007 08:54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die drei Krisen der Zeitung
(spiegel.de, Robin Meyer-Lucht)
Die Zeitungen scheinen den Höhepunkt ihrer Krise überwunden zu haben - doch die zunehmend demonstrative Fröhlichkeit ist noch immer ein Pfeifen im Walde. Zwar erholen sich die Anzeigenumsätze - doch die Printpresse steckt nicht nur in einer Krise, sondern gleich in dreien.

«Die News-Plattform ist für alle Medien offen»
(werbewoche.ch, René Worni)
Das auf Frühjahr geplante News Netzwerk von Tages-Anzeiger, BaZ und BZ zeigt erste Konturen. Projektleiter Res Strehle sagt, wie er sich das schweizweit grösste Medienportal vorstellt und wo das Projekt derzeit steht.

Armes reiches Mädchen
(woz.ch, Werner Aeschimann)
Man reagiert halt immer eine Spur gereizter, wenn die Medienmaschinerie wieder einmal so richtig heftig produziert. Wie kürzlich bei diesem «reichen und doch armen, traurigen Mädchen» («L’Equipe»), das eine Zeit lang am elegantesten und optimal einen Tennisball über die Netzkante zu spielen pflegte.

Amis müssen über alte TV-Gags noch mal lachen
(welt.de, Uwe Schmitt)
Weil die streikenden Gaglieferanten nichts liefern, laufen im US-Fernsehen Wiederholungen von Late-Night-Shows. Manche Witze von Vorgestern sind immer noch gut. Moderator Jay Leno hat die Streikposten besucht. Und eine der Desperate Housewifes spendierte Pizza.

Privatsphäre 2.0
(jungle-world.com, Elke Wittich)
Das Private war mal politisch und ist heute vor allem internet-affin. Warum Datenschutz bei vielen Usern kein Thema ist.

Web-2.0-Expo: Zwischen Euphorie und Blase
(sueddeutsche.de, Johannes Kuhn)
Ein Schlagwort feiert sich selbst: In Berlin will Internet-Guru Tim O?Reilly das neue Web vorantreiben - doch die wichtigen Fragen kann er nicht beantworten.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Jean-Claude

    schrieb am 8. November 2007 um 17:00 Uhr (#)

    “Die drei Krisen der Zeitung”.

    So sieht für mich eine “erwachsene” Auseinandersetzung aus. An diesem Beispiel zeigt Internet, was es auch vermag: Eine intelligente Debatte, mit rascher Argumentation und Gegenargumentation inklusive links. Facts, Analyse, Gegencheck. So muss es sein. So was kann der Print nicht.

    Den Schirrmacher-Text habe ich erst hier vollständig gelesen. Ich verstehe die Aufregung drum rum jetzt noch weniger als vorher. Seine Kernthese, wonach “Print” und “Internet” keine gegensätzlichen Glaubensdogmen sind, sondern dass beide Medienformen sich in einer Symbiose entwickeln, halte ich für zwingend logisch. Der eine braucht den andern. Beide müssen ihre Wege jeden Tag neu überprüfen.

    Es geht gar nicht um den vermeintlichen Gegensatz zwischen Himmel und Hölle, wie ich aus mancher Blog-Debatte zu diesem Theme herauslese, sondern um das was dazwischen ist: die komplizierte, differenzierte, spannende Erde.


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