Barcamp Berlin 2007:
11 Fragen an Falk Lüke
Falk Lüke, falk-lueke.de, zeit.de

1. Wieviele Stunden pro Tag bist du im Internet?
13.
2. Nutzt du einen Feedreader? Warum sollte man einen nutzen?
Ich nutze mehrere, verschiedene, je nach Verwendungszweck. Ich benutze zum einen Netvibes. Für die Kommentare bei zeit.de benutze ich Shrook. Man sollte einen nutzen, weil es einfacher ist, die Daten zu einem kommen zu lassen.
3. Findest du auch, dass WLAN wie Strom und Wasser geliefert werden sollte? Sollen das Sponsoren übernehmen, der Staat oder bist du bereit, dafür zu bezahlen?
Ich halte Internetzugänge heutzutage für essentiell. Darum kann man sie auch als Grundbedürfnis klassifizieren. In welchem Modell das zu geschehen hat, sei dahingestellt.
4. Was ist das beste deutschsprachige Newsportal?
Da erkläre ich mich für befangen und sage: zeit.de (auch wenn wir nicht primär News anbieten).
5. Was ist das beste deutschsprachige Blog?
Derzeit würde ich behaupten: spiegelfechter.com. Ich stimme zwar längst nicht in allem zu, was er schreibt, aber ich finde sein Blog sehr lesenswert.
6. Wieviel ist Facebook wert?
Lässt sich schwer sagen. Ich vermute, mehr als StudiVZ .
7. Macht dir das Wachstum von Google Angst? Wenn ja, warum?
Mir macht das Nutzerverhalten wesentlich mehr Angst. Die Macht von Google basiert ja ausschliesslich auf den Nutzern.
8. Machen dir die staatlichen Überwachungsmassnahmen Angst? Wenn ja, warum?
Es ist kein Geheimnis, dass ich vielerlei Entwicklungen in diesem Bereich äusserst kritisch gegenüberstehe. Ich denke, dass zu häufig Sicherheitspolitik auf der Basis von Hörensagen betrieben wird.
9. Welche Printmagazine hast du abonniert oder kaufst du ab und zu?
Abonniert habe ich in dem Sinne keine, bekomme allerdings einige Vereinszeitschriften im Abonnement. Wenn ich mir etwas kaufe, ist es im Regelfall irgendetwas aus dem Ausland, zum Beispiel der Economist.
10. Was kommt nach Blogs und Social Networks?
Social Blogworks? Vorhersagen sind schwierig, insbesonders die Zukunft betreffend. Natürlich werden wir mehr Verknüpfungen verschiedener bekannter Phänomene sehen, aber dieser Trend ist ja heute schon absehbar. Mein privates Blog feede ich natürlich auch auf mein Facebook-Profil…
11. Wie sieht die Medienlandschaft aus 2015?
Anders. Ich glaube, es ist keine gewagte These, wenn ich behaupte, dass die Anzahl der holzbasierenden Produkte zurückgeht. Fernsehen ist für mich leider heute schon tot, das seh ich seit sechs Jahren nicht mehr (und man verpasst übrigens auch nichts).
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3 Kommentare zu diesem Artikel
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Hanspeter Trütsch
Bei diesem Tempo kommen wir Schweizer wahrscheinlich erst etwa 2017 dran. Könnt Ihr nicht bitte die Frage entsprechend ändern?
Ronnie Grob
@Hanspeter Trütsch: Äh, was meinst du? Versteh ich nicht.
Gilles Morawe
@Hanspeter Trütsch
ja nu haben auch mal die Schweizer Pech :)