Web 2.0 Expo Berlin LIVE:
Business Models for Web 2.0 Companies
Liveblogging von der Web 2.0 Expo Berlin mit Christian Leybold (Weblog). Sein Vortrag lautet: “Business Models for Web 2.0 Companies”.
10:15: Er präsentiert eine Topliste von Firmen, die alle kürzlich noch nicht auf den Toplisten waren. Was genau die Kriterien sind, kann ich nicht sagen, da ich den Einstieg verschlafen habe. Vielleicht finde ich es später raus.
10:18: Google ist der Top-Monetizer, was Werbung angeht. So ist das also! Er entschuldigt sich zum Voraus, wenn er viele Beispiele bringt wie fotolog.com , in das er investiert. 12 Millionen Dollar wurden (hat er?) investiert, nun hat die Plattform 12 Millionen User. Es wurde also 1 Dollar pro User investiert.
10:24: Nach den vielen hübschen Bildern von Kathy Sierra gestern präsentiert Leybold nun Textwüsten, denen kaum zu folgen ist (vor allem, wenn man dabei auch noch mitschreibt). Man müsse wissen, was der Kunde jetzt will, naja, das wird wohl an jedem Vortrag gesagt, bei dem es um Kunden geht. Er fragt, wieviele hier einen Facebook-Account haben. Fast alle haben einen. Wow! ruft er.
10:26: Banner seien nicht da, damit man drauf klickt, sondern die seien da, um seine Marke zu präsentieren.
10:30: Nun verrät er, was man machen könne, wenn man nicht Myspace oder Facebook sei. Habe ich nicht verstanden, mir kommt es aber vor, es ginge im ganzen Vortrag nur drum, wie man User “monetizen” könne. “Users, they hate to pay” sagt er, und das sei auch schon so, wenn es um 50 Cent ginge. Viele würden es hassen, etwas zu zahlen, aber für eine Umfrage seien sie schnell mal bereit.
10:33: Nun zeigt er wieder die Liste, bei der Yahoo vor Google ist auf den ersten Plätzen (hätte ich doch bloss aufgepasst!) und erklärt, warum Video online klappt. Es gebe viele Inhalte, Leute, die mitmachen, ein riesiges Publikum. Man könne da gut Werbeinhalte unterbringen. Eine über Video gelieferte Message komme besser an als eine über andere Kanäle gelieferte.
10:36: Wie macht man damit Geld? Mit Werbevideos vor, zwischen und nach dem Video, als Sponsor eines Videos, mit “pay per view”, mit geschalteten Anzeigen bei der Suche und Anzeige. Dass das viele User nervt und sie das darum nicht mehr gucken, sagt er nicht. Er erzählt von US-TV-Network ABC, das mit “Lost” exklusive, mit nicht wegschaltbarer Werbung verknüpfte Inhalte online anbietet. Das funktioniere gut.
10:40: “Local” sei der heilige Gral im Web, ein riesiger Markt, den viele Services und Gemeinschaften zu knacken versuchen. Die Schwierigkeiten, dorthin zu kommen, bestehe im Aufwand, das Ding zu verkaufen. Man müsse x lokale Pizzabäcker anrufen und zur Kooperation überreden. Man brauche es eine minimale Struktur. Wenn des Pizzabäckers Website nur von 10 Leuten pro Monat angeschaut ist, lohnt sich eine Investition kaum. Er fragt nun, was man tun kann und merkt an, dass man nun wieder bei den Google Ads ist. Oder dass man für “Premium Content” Geld verlangen soll. Er hat also auch keine Lösung, die überzeugt.
10:50: Markenwerbung werde in Zukunft die Web2.0-Welt finanzieren, man müsse nur in die USA schauen, auch wenn wenige Firmen mit einem sehr spezifischen Modell erfolgreich seien.
10:55: Der Vortrag ist nun vorbei, Fragen: “If we do a copycat of a local business - which will be the competitors?” - Er denkt, es werden nicht die Yellow Pages Companies, es wird wohl auch nicht Google sein. Die weiteren Fragen sind langweilig, die Antworten auch. Es war ein enttäuschender Vortrag, der weder etwas neues brachte, noch unterhaltsam war. Das hätte man sich sparen können. Vielleicht habe ich auch nur nicht verstanden, was er meint. Wahrscheinlich aber schon.
Update am 07.11.2007, 10:35 Uhr: Die Präsentation kann man hier als pdf-File herunterladen.
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2 Kommentare zu diesem Artikel
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blogwerk.com
Sebastian Bach
Ein Zuschauer schreibt über einen Vortrag, den er nicht ganz verstanden hat, einen Blogartikel, den - aufgrund dieses Sachverhaltes - wiederum dessen Leser wohl nicht ganz verstehen dürften.
Was für ein Paradebeispiel für die sinkende Qualität und steigene Überflüssigkeit von Geschriebenem durch die Blogkultur.
Ronnie Grob
@Sebastian Bach: Tut mir leid, aber der Vortrag war auch langweilig, wenn man sehr aufmerksam und konzentriert zugehört hätte. Hast Du denn etwas essentielles daraus gelernt, was Du noch nicht wusstest? Wenn ja, lass uns doch daran teilhaben. Ich bin echt gespannt, welchen Benefit Leute aus so einem Vortrag ziehen können. Mir ists nicht gelungen.