Wir stellen sechs Seiten voller Videos vor - jenseits der bekannten Trash-Sammelbecken, fernab seelenloser Klick-Portale. Stundenlanger Videogenuss zwischen Dada- und Anspruch garantiert.
OH! - Das Videomagazin Die Filmliebhaber von OH! haben eine Mission: “Leidenschaftliche Filme. Und mutige, radikale, überraschende, gefährliche, revolutionäre Filme.” Zu sehen gibt es ausgewählte Beiträge in den Kategorien Videokunst, Kurzfilm, Musikvideo, Animation, Interview und Dokumentation. Die hier präsentierten Filme finden sich sonst eher in Museen oder auf Arte. Das absolute Gegenteil von YouTube-Trash und billiger DIY-Ästhetik. Der internationale Fokus und die ausführlichen Begleittexte zu den Werken machen dieses abwechslungsreiche Magazin mit seinen bisher 33 Videos absolut sehenswert. Dazu gibt es ein Weblog, in dem weitere Filme verlinkt werden.
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Weniger ist mehr
(presseverein.ch)
Die Auflage schwindet stetig. Jahr für Jahr ein paar Tausend weniger. Mit dieser Tatsache, soeben wieder durch die AG für Werbemedienforschung (Wemf) belegt, müssen sich die Kaufzeitungen im Lande arrangieren. Ein Blick über den grossen Teich zeigt: Weniger kann mehr sogar sein. In den USA freuen sich manche Verlage, dass die Anzahl gedruckter Exemplare sinkt.
10 Jahre Leben im Netz: Technologie wird es richten
(de-bug.de, Sascha Kösch)
Was musste das Internet alles aushalten in den letzten zehn Jahren! Heilsbringer, Urheberrechts-Bitch, Testballon für neue Techniken, Nadelöhr für ein besseres Morgen. Der Kapitalismus hat den Daumen drauf. Oder nicht?
Wie das Web 2.0 wirklich funktioniert
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Peer Schader wird schon wieder ein Text geklaut.
Kleine Fehler im großen SPIEGEL
(politik-digital.de)
Am Dienstag, 2. Oktober, war Timo Rieg vom Spiegelkritik-Blog zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über Fehler in Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin und den Unterschied zwischen Spiegel und Spiegel Online.
“In den Wahnsinn abgedampft”
(spiegel.de, Video, 2:44 Minuten)
Matthias Matussek in der Bloggerkrise.
Status anxiety
(spectator.co.uk, Toby Young)
Facebook versus MySpace is just how the Web 2.0 world expresses U and non-U.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Für einen kleinen Pauschalbetrag von 9.600 Euro und für 3.600 Euro jährlich leistet sich Österreich eine Absteige im Spiel Second Life. Mein Avatar ist etwas rumgelaufen dort und hat Fotos gemacht.
Was war das ned für ein Geschrei im Blätterwald Anfangs 2007, als in den Redaktionen Second Life gespielt wurde und sich die Avatare gegenseitig ausfragten, von welcher Zeitung sie denn seien. Irgendwann ebbte der Medienhype aber wieder ab, einige Late Adopter ausgenommen. Der Idee aber, dass dort jede Agentur, jede Zeitung, jede Firma und jeder Staat sein virtuelles Häuschen aufzustellen hat, konnten sich nicht alle verwehren. Nicht nein gesagt hat zum Beispiel Österreich (siehe “Österreichs Web 2.0-Spaß in Second Life“)
Mein Avatar war da und hat Fotos gemacht. In Räumen, so gross wie Kathedralen. Die so einsam und verlassen sind, als hätte eine grausame Krankheit alle Menschen dahingerafft.

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Österreichs “virtuelle Amtsstube” in Second Life ist so aktuell wie die Zeitung vor einem halben Jahr. Dennoch behauptet der Bundeskanzler, Österreich beweise dadurch “einmal mehr seine Vorreiterrolle auf dem Sektor E-Government”. Bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel nicht Schule macht.
Von Markus Kirchsteiger
Das österreichische Bundekanzleramt hat eine “virtuelle Amtsstube” (SLURL ) im Online-Spiel Second Life eingerichtet. Auch wenn dafür ein Pauschalbetrag von 9,600 ? sowie laufende Kosten von 300 ? pro Monat anfallen: Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) ist begeistert vom Web 2.0 und beantwortet eine parlamentarische Anfrage des Nationalrates mit Euphorie. Das Bundeskanzleramt sei ständig bemüht, “innovative neue Technologien anzuwenden und damit neue Zielgruppen zu erschließen”:
Daher wurde auch als erste Behörde weltweit eine virtuelle Amtsstube im SL eröffnet. Österreich beweist dadurch wieder einmal mehr seine Vorreiterrolle auf dem Sektor von E-Govemment.
Ein Blick auf die Inhalte dieser “virtuellen Amtsstube” lässt allerdings den Wunsch aufkommen, dass das virtuelle Österreich in Second Life nicht zum Beispiel für andere Staaten wird. Next Horizon, das dafür zuständige Unternehmen, hat nämlich ein wichtiges Prinzip des Internets nicht wirklich verinnerlicht: Aktualität.
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Wo die DDR noch ganz bei sich ist
(taz.de, Jenni Zykla)
Die “SUPER illu” ist so alt wie die deutsche Einheit und erreicht im Osten mehr Leserinnen als “Spiegel”, “Stern” und “Focus” zusammen. Ein Redaktionsbesuch.
Klicken Sie auf den Button ‘Rechteerwerb beenden’
(perlentaucher.de, Ilja Braun)
Die Zeitungen und die Rechte ihrer Autoren.
Prekariat und stolz darauf
(telepolis.de, Peter Mühlbauer)
Interview mit Rasmus Engler, dem Herausgeber des Buches “Wovon lebst du eigentlich?“
“Bild” wird selbstironisch?
(bildblog.de)
? aber leider erst im Jahr 2010.
France 2: Moderator würgte Redakteur während einer Sendung
(derstandard.at)
Zwei Wochen Moderationsverbot für William Leymergie.
“Dumm gelaufen, oder?”
(tagesspiegel.de)
Der Nationalspieler über den Anfang seiner Karriere – und das bittere Ende. Heute sagt Sebastian Deisler: Ich war nicht geschaffen für dieses Geschäft.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Für gedruckte Presseerzeugnisse gilt der Pressekodex: Eine Zeitung oder Zeitschrift, die sich “danebenbenimmt” und bei der Berichterstattung unethisch arbeitet, kann vom Presserat eine Rüge erhalten. Doch wie ist es im WWW? Sind dort neue “Spielregeln” erforderlich?

Paradox, wenn eine Online-Veranstaltung ausgerechnet in der “Print-Academy Heidelberg” stattfindet… (Bild: W.D.Roth)
Bei Online wird alles anders, so dachte man einst. In mancher Hinsicht stimmt dies. So kann man für journalistische Online-Angebote bislang nicht besonders erfolgreich Geld verlangen. Andererseits genießt Online längst höchste Aufmerksamkeit, was auch der Grund dafür ist, dass dieser Bericht über eine Online-Veranstaltung des Deutschen Journalistenverbands hier auf Medienlese.com erscheint und nicht etwa im gedruckten Verbandsorgan. Ungeachtet der Ansicht des 1. Landesvorsitzenden des DJV Baden-Württemberg Karl Geibel:
Journalisten sehen Blogs nicht als vertrauenswürdiges Medium an
Der dritte Kongress der Reihe Besser online ging unter dem Stichwort Ethik 2.0 primär der Frage nach, ob im Web andere, neue Regeln für Journalismus und Qualität gelten als auf totem Baum. Schließlich agieren die Online-Ableger etablierter Printmedien oft auf qualitativ niedrigerem Niveau, zeigen klickstark Boulevard und Busen, wo das Stammmedium eigentlich auf ernste Politik- und Wirtschafts-Themen setzt. Geht online also alles, oder herrscht Wildwest und es sind neue Regeln erforderlich? 
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An jedem ersten Montag im Monat erscheinen hier die medienlese-Medienblogcharts: Die Top 50 der Medienblogs in deutscher Sprache. Im September zeigt die Verlinkungstendenz steil nach unten: Die meisten Top-Blogs haben massiv Querverweise verloren.

Verlinkungsgewinne und -verluste der Top 50 Medienblogs im September: Nur zehn Blogs legten zu, die meisten andern verloren massiv an Aufmerksamkeit.
Es ist ein Schlachtfeld: Mit wenigen Ausnahmen - darunter medienlese.com - haben praktisch alle Medienblogs im September massive Einbussen an Verlinkungen von andern Blogs hinnehmen müssen. Der flaue Blogsommer hat sich nachträglich in den Technorati-Rängen bemerkbar gemacht, jetzt, wo die deutlich spärlicheren Verlinkungen sich in der Statistik niederschlagen. Die kollektive Bilanz aller Top-50 Medienblogs im deutschsprachigen Raum beträgt minus 177 Drittblog-Verlinkungen.
Grade mal zehn der Top 50 Medienblogs konnten zwischen Kalenderwoche 35 und Kalenderwoche 39 weitere Drittblogs auf sich aufmerksam machen und erhielten von diesen zusätzliche Links - allen voran das “Swiss Metablog” mit 67 neuen Verlinkungen und einem Sprung von Rang 27 auf Rang 19 der Charts; auf dem zweiten Platz der Gewinner liegt medienlese.com mit Linksetzungen aus 45 neuen Blogs, was uns allerdings, hart an der Grenze zu den TopTen, nur einen Rang auf 13 vorwärts bringt.
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«Sie konsumieren, was sie bekommen»
(nzz.ch, Chanchal Biswas)
In der Deutschschweiz gibt es neu vier grosse Sonntagszeitungen und bald fünf Gratiszeitungen. Findet der Mensch souverän durch die Informationsflut, oder geht er darin unter? Ein Medienprofi gibt Antwort.
Qualitätsjournalismus nach sueddeutsche.de-Art
(blog.zeit.de/meckern, pdf)
Das führende Internet-Angebot unter den Tageszeitungen, sueddeutsche.de, sieht sich dem “Qualitätsjournalismus im Netz” verpflichtet. Die dort praktizierte Jagd nach den Klicks symbolisiert jedoch eher das Elend des Netzjournalismus.
“Von Dramatik reden immer die anderen”
(sueddeutsche.de, C. Busse und C. Tieschky)
Der Schweizer Verleger Michael Ringier äußert sich im Interview über den Auflagenschwund seines Boulevardblattes “Blick” und seinen Berater Gerhard Schröder.
Wo der Zuschauer nur Zaungast ist
(spiegel.de, Nils Klawitter)
Autistische Erzählrituale, eine stereotype Inszenierung, dazu noch feine Unbegreiflichkeit: Ein neues Buch des Journalisten Walter van Rossum rechnet mit dem Mythos “Tagesschau” ab.
Vietnam, Irak – und morgen Iran?
(tagesspiegel.de, Rüdiger Schaper und Jacalyn Carley)
Faule Journalisten, verlogene Politiker: Ein Gespräch mit der amerikanischen Reporterlegende Seymour M. Hersh.
Soll ja ein Traumberuf sein
(youtube.com, Video, 3:24 Minuten)
Journalisten über ihren Beruf anlässlich einer Buchpräsentation.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.