Die Vorherrschaft des Fernsehens bröckelt
(spiegel.de, Robin Meyer-Lucht)
Die neueste Medienstudie aus Allensbach zeigt: Eine digitale Revolution ist im Gange - auf Raten, schleichend aber beständig. Die Zeitungen hat das Internet bei den Jungen schon überholt. Jetzt beginnt das Web, das Fernsehen einzuholen.
Wieviel kosten die Medien?
(spschweiz.ch, Nicolas Galladé)
“Medienschelte ist nicht so mein Ding. Ich war selber Journalist. Und sehe von daher einiges aus der Sicht der Journis. Der klassischen Polit-Kritik “Ich habe zu wenig Platz erhalten!”, “Ich bin falsch zitiert worden!” oder “Ich bin gar nicht vorgekommen!” kann ich nichts abgewinnen. Was mich dagegen ärgert: Wenn die Medienschaffenden offensichtliche Storys und Widersprüche nicht sehen - oder nicht sehen wollen.”
“Der Westen” raubt Katharina Borchert den Schlaf
(handelsblatt.com, Audio, 18:31 Minuten)
Katharina Borchert, die Online-Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, stellt in der “bel étage” das Mammut-Internet-Projekt “Der Westen” des zweitgrößten deutschen Zeitungsverlags vor. Zudem beschäftigen sich Hans-Peter Siebenhaar und Thomas Knüwer im Medienpodcast mit den Problemen von Leo Kirch bei der Finanzierung der Bundesligarechte.
Über 100 Social Networks aus Deutschland
(zweinull.cc, Martin Weigert)
Ich habe ein wenig recherchiert und eine Liste mit 100+ Social Networks aus Deutschland erstellt.
Willkommen in der Gegenwart
(zeit.de, Georg Diez)
Das Verfassungsgericht hat Maxim Billers Roman “Esra” verboten. Ein biedermeierliches Urteil. Aber das Internet lebt. Ein Kommentar.
The Well-tempered Web
(newyorker.com, Alex Ross)
The Internet may be killing the pop CD, but it?s helping classical music.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Hans Leyendecker, die Lichtfigur des deutschen Recherchierjournalismus, hat sich in einem Audiointerview an der Frankfurter Buchmesse überraschend für Medien-Watchblogs ausgesprochen. Grundsätzlich steht er dem Internet aber kritisch gegenüber. Er nimmt Vorverachtung wahr und “Leute, die zum Teil antidemokratisch sind”.
Über Hans Leyendecker schrieben wir zuletzt, als er, so erzählte es jedenfalls Roger Schawinski, eine Kritik über dessen neues Buch schrieb, ohne es überhaupt gelesen zu haben. Aber das ist ein Detail, an den Verdiensten von Leyendecker gibt es kaum was zu kritteln.
In einem Interview am Rande der Frankfurter Buchmesse redete er fast eine halbe Stunde (Audiodatei bei boersenblatt.net, 26:54 Minuten) mit einem ungenannten Herrn vom Literaturcafé.
Ich habe die mir interessant erscheinenden Teile abgetippt und was mir besonders lesenswert erschien, gefettet geboldet dick gemacht auf auffällige Art verändert:
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Der elektrische Reporter fragt Cory Doctorow
(elektrischer-reporter.de, Mario Sixtus, Video, 19:55 Minuten)
Cory Doctorow über Boing Boing, seinen Roman ?Backup? und Bedrohungen unsererer Privatsphäre (hier der gesamte Roman zum kostenlosen Download).
?Kerner ist die Situation entglitten?
(bild.t-online.de, Martin Heidemanns)
Es war der TV-Eklat des Jahres! Vor sieben Tagen warf Johannes B. Kerner (42) seine TV-Kollegin Eva Herman (48) aus seiner Sendung. 50 Minuten hatten der Moderator und seine Gäste mit Eva Herman über deren missverständliche Äußerungen zu Hitlers Familienpolitik gestritten. Seitdem hat die ehemalige ?Tagesschau?-Sprecherin geschwiegen. Exklusiv in BILD spricht Eva Herman jetzt über ihren Rauswurf, die schweren Stunden danach – und über einen abendlichen Anruf von Johannes B. Kerner.
Plötzlich geht es auch mit weniger Honorar
(tages-anzeiger.ch, Iwan Städler)
Nach heftigem politischem Protest verzichtet der SRG- Präsident auf eine Erhöhung seines Honorars ? als «Geste ans Personal». Dieses sagt, es habe gar nie einen Verzicht verlangt.
Ist Fernsehen gut für Kinder?
(novo-magazin.de, Wendy Earle)
Der Einfluss der Medien auf Kinder ist, seit das Fernsehen in den 50er-Jahren weite Verbreitung fand, eines der vorrangigen Themen öffentlicher Debatten.
Facebook-Gründer: Zuckerberg
(faz.net, Roland Lindner)
Er ist 23 und misst sich an Bill Gates. Seine Internetfirma Facebook taxiert er auf 10 Milliarden und bei öffentlichen Auftritten schwankt er zwischen Übermut und Schüchternheit. Sein Markenzeichen sind Badelatschen.
Der alte neue Mann
(zeit.de, Patrick Kremers)
Wer sind sie, die neuen Männer? Vor Kurzem nannte man sie schwul, metrosexuell oder postschwul. Jetzt versucht ein neues Magazin, diese Zielgruppe mit Konsum zu gewinnen.
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Beim sonnabendlichen Bummel über den örtlichen Flohmarkt stolperte ich über einen gut gefüllten Karton mit alten Ausgaben der Zeitschrift Konkret - und über das “endgültige Titelbild”.

Konkret am 28. August 1980: Farbbericht vom Fahrrad-Boom
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“Ihr Monopolisten: Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit”
(persoenlich.com, Roger Schawinski)
Frage: Gibt es eine grössere Pervertierung der Marktwirtschaft als das Monopol? Im Prinzip nein. Doch die Schweizer Medienpolitik lehrt uns anderes. Sie erfand das Monster des privaten regionalen Monopols, das zusätzlich staatlich subventioniert wird. Und das in einem besonders sensitiven Bereich: demjenigen der Meinungsvielfalt bzw. der verhinderten Meinungsvielfalt.
Die Kehrseite der Medaille
(nzz.ch, Andreas Hirstein)
Der Nobelpreis macht aus Forschern Medienstars. Ihre Unterstützung verhilft politischen Anliegen zu medialer Aufmerksamkeit.
“Der Kreml versteht die Aufgabe der Medien nicht”
(krusenstern.ch)
Der russische Botschafter in Berlin wirft den Medien “ein verzerrtes Russland-Bild” vor. Die “Deutsche Welle” fragte Journalisten, Blogger sowie Medienforscher und kommt zum Schluss: Die deutschsprachigen Medien erfüllen ihre Aufgabe der Informationsvermittlung zur Meinungsbildung - nur der Kreml versteht das nicht.
Kongress der Weißwäscher
(telepolis.de, Dietmar Jazbinsek)
In Berlin diskutierten Pressesprecher und Unternehmensberater über Strategien zur Abwehr von Negativschlagzeilen.
Gut aussehen bei Google
(zuender.zeit.de, Chris Köver)
Früher im BDSM-Verein, heute im Controlling? Wenn nur die Bilder nicht im Netz stünden! Eine Reihe von Firmen macht aus solchen Problemen ein Geschäftsmodell. Ein Überblick über die neuen Rufmanager im Netz.
“Es wäre der Ruin der Literatur, es wäre der Bankrott der Kunstfreiheit…”
(don.antville.org)
Aus einem Aufruf von Schriftstellern aus dem Jahr 2006, der sich gegen das Verbot des Romans “Esra” von Maxim Biller wendet.
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Eva Herman, Leonid Breschnew, Liebesbriefe.
Eva Herman dominierte die Woche, weil sie kurz vor Ablauf einer Talksendung verabschiedet und sozusagen herausgeschickt wurde - der Moderator wollte sich mit seinen drei Gästen unterhalten. Reaktionen gab es zuhauf - unter anderem erinnerte man sich an Jehova (1/2). Spreeblick.com analysierte Hermans Aussagen genauenstens in linguistischer Hinsicht. Und über 2500 Kommentare gingen allein auf den welt.de-Artikel “Die öffentliche Hinrichtung der Eva Herman” ein. Mehrere Blogger hielten Eva Herman schlicht für dumm: Ninja Thoughts und Stefan Niggemeier zum Beispiel. Don Dahlmann meinte, sie sei von einer ziemlich umfassenden Schlichtheit beseelt (was aber so auch nicht stimmt). Eine Bloggerin vom Focus fand ihre Thesen “so dumm, dass man an Ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte. So ein bisschen anbrennen will”.
Der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, der 63jährige Hans-Werner Kilz, verlängerte für ein paar Jahre und sagte: “Wir müssen nach Wegen suchen, die Inhalte im Internet kostenpflichtig zu machen.” Jens Petersen schrieb, er kämpfe “mit dem Vorwurf, seine Redaktion genauso zu führen, wie einst Leonid Breschnew in der Endphase seiner Regierungszeit”.
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Gastautor: Der unmündige Leser
Guten Abend
Es ist Wahl-Herbst in der Schweiz. An der Olma in St. Gallen werden heute die Kühe prämiert und in der MaagMusicHall in Zürich die Miss-Schweiz-Kandidatinnen.
Die Medienlese gewährt mir heute Abend freundlicherweise Gastrecht. Ich berichte live vom Sofa über die Miss Schweiz Wahl 2007. Ebenfalls anwesend sind einige Freunde und Freundinnen, ein Käsefondue und diverse Alkoholika.
20.21 Uhr: Es geht los. Die 16 Kandidatinnen werden mit einer Choreographie vorgestellt, die abgesehen von den sexy Kleidern eher der Parade einer Jugendmusik-Kapelle gleicht.
20.25 Uhr: Multitalent Sven Epiney begrüsst das Publikum eloquent in den vier Landesprachen und stellt die Jury vor. Auch das Publikum darf mitwählen. Derweil serviert bei uns der Gastgeber das Käsefondue Moitié-Moitié.
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Während meines Wissens weder Miss Österreich noch Miss Deutschland eine grössere Bedeutung haben, haben die Medien der kleinen und promiarmen Schweiz die jährlichen Wahlen zu einer Miss und zu einem Mister Schweiz zu einem Event gemacht, der es nach mehreren Jahren intensiver Berichterstattung über das gesamte Jahr hinweg zu (zumindest gefühlter) Bedeutung gebracht hat.
Für uns bloggt heute ein Gastautor live von der Wahl, der vielen als einer der Schreiber des Ende 2006 verblichenen 20Minuten-Watchblogs Pendlerblog in Erinnerung ist: Der unmündige Leser.
Wir freuen uns auf den Gastbeitrag. Wegen der langen Pseudonymgeschichte unseres Gastautors werden wir ihn auch bei uns unter Pseudonym bloggen lassen.
Aus Karriere wird wieder Junge Karriere - nach zwei Jahren unter verkürztem Namen heißt das Jobmagazin für Studenten und Berufseinsteiger aus dem Handelsblatt-Verlag wieder wie vorher. Erneuertes Layout und die wöchentliche Beilage Perspektiven im Handelsblatt gibt’s dazu.

Karriere wird jung: Cover vor und nach dem Redesign
Die deutsche Hochschullandschaft ist im Umbruch und knapp zwei Millionen Studenten suchen Orientierung: Allein Karriere hat nach IVW-Zahlen eine Auflage von fast 150.000 und konnte den Einzelverkauf um 40% steigern (diese 40% sind allerdings nur 10.024 Hefte). Dazu kommen Angebote wie das neue Zeit Campus und nicht zuletzt Neon - trotz kostenloser Campuspresse wie Unicum, aud!max oder Focus Campus.
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Politik, wir machen ein Quiz. Raten sie das Land, um das in den folgenden Zitaten geht. Ein Tipp: So weit weg ist es nicht.
Artikel 1: spiegel.de
Demokratie am Rande des Nervenzusammenbruchs: Das Land ist außer Rand und Band, die Stimmung alarmiert bis konsterniert. Dem rechten Durchmarsch von xxx und seiner xxx scheint sich niemand in den Weg stellen zu können - weder Demokraten noch Antidemokraten.
Artikel 2: spiegel.de
Der aggressive Wahlkampf (…) hat das Land in ein Tollhaus verwandelt. Die Truppe um xxx hetzt so offen gegen Ausländer, dass die Uno den Rassismus anprangert.
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