Von Blogwerkern und Mistkratzern

Peter Sennhauser, 9. Oktober 2007 09:00 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

300 mal “6 vor 9″: Mehr als ein Jahr lang hat medienlese.com-Redaktor Ronnie Grob uns täglich sechs medienrelevante Artikel serviert - noch vor dem Frühstück. Eine unspektakuläre, reife Leistung. Unaufgeregt und seriös, und so gar nicht den Vorstellungen manches selbsternannten Blogpapstes dessen entsprechend, was “Kommerzblogger” angeblich tun.

Na und? Machen das nicht Dutzende von Bloggern? Ich wage zu behaupten: Nein. Nicht in der Qualität von 6 vor 9. Nicht mit der Disziplin (sechs lesenswerte Links jeden Tag genau sechs Minuten vor neun ) und der Ernsthaftigkeit von Ronnie Grob. Und ich weiss, wovon ich rede, denn wie die andern Blogwerker habe ich ihn hie und da vertreten müssen. Es ist harte Arbeit, diese sechs Links zu finden.

Ronnie wird dafür bezahlt - denn medienlese.com ist Bestandteil des Online-Verlags Blogwerk AG. Seit mehr als einem Jahr arbeiten wir am Aufbau dieses Unternehmens. Mit 16-Stunden Tagen, viel Herzblut und gelegentlichen Abgründen der Frustration. Wir tun es, weil wir daran glauben, dass durch das Internet die Medienwelt bereichert werden kann, dass der Journalismus sich von der vielbeklagten Dominanz der Grossverlage emanzipieren kann, und zwar ohne dass er in den brotlosen Untergrund geht.

Der Erfolg bekräftigt uns in diesem Glauben. Und es ist kein billiger, schneller “Britney-Spears-ohne Höschen”-Google-Treffer-Erfolg. Tausende von regelmässigen Lesern und Leserinnen besuchen täglich die Blogwerk-Blogs, viele davon, ohne vorher je ein Blog gelesen zu haben - wir merken es daran, dass sie uns verwundert fragen, was denn das eigenartige Layout unserer Publikation sei.

Darin sehen wir unsern grössten Erfolg. Aber genau das haben so einige Urgesteine der deutschen Blogosphäre entweder nicht kapiert, oder sie bekämpfen es aus andern Gründen. Sie machen uns und andere Newcomer, kommerziell oder nicht, zum Feindbild, zu den “Totengräbern der Blogosphäre”, denen der Sinn nach nichts als Kohle und Klicks steht.

Das ist nicht nur ausgesprochener Blödsinn. Es ist vielfach auch heuchlerisch. Wer täglich den Mund voll nimmt und andern seine Galle ins Gesicht spuckt, sichert sich mit dem Spektakel ein Publikum und sorgt dafür, dass sein Marktwert als “Blogexperte” stetig steigt.

Wir finden es ehrlicher, transparent zu machen, dass die Werbung rund um unsere unabhängigen Inhalte uns bezahlt. Wir müssen gar nicht so tun, als wollten wir etwas umstürzen, denn uns geht es vielmehr darum, etwas aufzubauen. Wir halten dabei Verlag und Redaktion strikter getrennt als so mancher etablierte Print-Verlag, und bezahlte Postings und dergleichen kommen für uns nicht in Frage.

Es ist sehr einfach, im “Misthaufen Internet” täglich Mist zu finden. Man muss sich dazu noch nicht mal die Hände schmutzig machen. Wer hingegen Werte sucht, der muss die Ärmel hochkrempeln und tief hineingreifen.

Ich finde, wer das tut, und noch dazu jeden Tag vor dem Frühstück, macht sich weit mehr verdient um die Blogosphäre als die Mistk

0 mal “6 vor 9″: Mehr als ein Jahr lang hat medienlese.com-Redaktor Ronnie Grob uns täglich sechs medienrelevante Artikel serviert - noch vor dem Frühstück. Eine unspektakuläre, reife Leistung. Unaufgeregt und seriös, und so gar nicht den Vorstellungen manches selbsternannten Blogpapstes dessen entsprechend, was “Kommerzblogger” angeblich tun.

Na und? Machen das nicht Dutzende von Bloggern? Ich wage zu behaupten: Nein. Nicht in der Qualität von 6 vor 9. Nicht mit der Disziplin (sechs lesenswerte Links jeden Tag genau sechs Minuten vor neun ) und der Ernsthaftigkeit von Ronnie Grob. Und ich weiss, wovon ich rede, denn wie die andern Blogwerker habe ich ihn hie und da vertreten müssen. Es ist harte Arbeit, diese sechs Links zu finden.

Ronnie wird dafür bezahlt - denn medienlese.com ist Bestandteil des Online-Verlags Blogwerk AG. Seit mehr als einem Jahr arbeiten wir am Aufbau dieses Unternehmens. Mit 16-Stunden Tagen, viel Herzblut und gelegentlichen Abgründen der Frustration. Wir tun es, weil wir daran glauben, dass durch das Internet die Medienwelt bereichert werden kann, dass der Journalismus sich von der vielbeklagten Dominanz der Grossverlage emanzipieren kann, und zwar ohne dass er in den brotlosen Untergrund geht.

Der Erfolg bekräftigt uns in diesem Glauben. Und es ist kein billiger, schneller “Britney-Spears-ohne Höschen”-Google-Treffer-Erfolg. Tausende von regelmässigen Lesern und Leserinnen besuchen täglich die Blogwerk-Blogs, viele davon, ohne vorher je ein Blog gelesen zu haben - wir merken es daran, dass sie uns verwundert fragen, was denn das eigenartige Layout unserer Publikation sei.

Darin sehen wir unsern grössten Erfolg. Aber genau das haben so einige Urgesteine der deutschen Blogosphäre entweder nicht kapiert, oder sie bekämpfen es aus andern Gründen. Sie machen uns und andere Newcomer, kommerziell oder nicht, zum Feindbild, zu den “Totengräbern der Blogosphäre”, denen der Sinn nach nichts als Kohle und Klicks steht.

Das ist nicht nur ausgesprochener Blödsinn. Es ist vielfach auch heuchlerisch. Wer täglich den Mund voll nimmt und andern seine Galle ins Gesicht spuckt, sichert sich mit dem Spektakel ein Publikum und sorgt dafür, dass sein Marktwert als “Blogexperte” stetig steigt.

Wir finden es ehrlicher, transparent zu machen, dass die Werbung rund um unsere unabhängigen Inhalte uns bezahlt. Wir müssen gar nicht so tun, als wollten wir etwas umstürzen, denn uns geht es vielmehr darum, etwas aufzubauen. Wir halten dabei Verlag und Redaktion strikter getrennt als so mancher etablierte Print-Verlag, und bezahlte Postings und dergleichen kommen für uns nicht in Frage.

Es ist sehr einfach, im “Misthaufen Internet” täglich Mist zu finden. Man muss sich dazu noch nicht mal die Hände schmutzig machen. Wer hingegen Werte sucht, der muss die Ärmel hochkrempeln und tief hineingreifen.

Ich finde, wer das tut, und noch dazu jeden Tag vor dem Frühstück, macht sich weit mehr verdient um die Blogosphäre als die Mistkratzer.

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8 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Johannes

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 10:05 Uhr (#)

    Glückwunsch, Ronnie!

  2. Jean-Claude

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 10:25 Uhr (#)

    Tatsächlich, die Qualität fällt auf! Gratulation!

  3. Jean-Marc Hensch

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 10:31 Uhr (#)

    Wenn ich Zeitung lese, habe ich auch Inserate zum Überblättern. Mir ist zehn Mal lieber, ich erhalte - wie hier - Qualität, die mit offen ausgewiesener Werbung finanziert wird, als dass mir entweder Schleichwerbung untergeschoben wird oder nur gerade das Niveau von Katzencontent erreicht wird (oder beides zusammen). Fazit: Weiter so! Und danke für die meistens sehr lesenswerten und immer pünktlichen 6 vor 9.

  4. mds

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 10:33 Uhr (#)

    Weiterhin viel Ausdauer und Erfolgt! :)

  5. Sven

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 10:39 Uhr (#)

    Auf der einen Seite wisst ihr was ihr geleistet habt, aber auf der anderen Seite ist euch die Anerkennung von irgendwelchen Selbsternannten-Möchtegern-Blogguru anscheinend erstaunlich wichtig. Finde eure Arbeit super.

  6. Spectator

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 11:36 Uhr (#)

    Gratulation! Prima gemachte Rubrik, feinsinniger, informierter, witziger, kluger und offensichtlich auch matinaler Autor. Weiter so!

  7. gebsn

    schrieb am 9. Oktober 2007 um 14:49 Uhr (#)

    Meine Pflichtlektüre jeden Morgen. Weiter so!

  8. schrieb am 9. Oktober 2007 um 17:11 Uhr (#)

    alles schön und gut… aber seit wann ist 6 vor 9 “vor dem frühstück”. ihr seid doch alles morgenzeitungsfuzzis :-)


1 Trackback

  1. hogenkamp.com » Blog Archiv » «6vor9» bei Twitter?
    (11. April 2008 09:28)

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