6 vor 9

Ronnie Grob, 1. Oktober 2007 08:54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

«Sie konsumieren, was sie bekommen»
(nzz.ch, Chanchal Biswas)
In der Deutschschweiz gibt es neu vier grosse Sonntagszeitungen und bald fünf Gratiszeitungen. Findet der Mensch souverän durch die Informationsflut, oder geht er darin unter? Ein Medienprofi gibt Antwort.

Qualitätsjournalismus nach sueddeutsche.de-Art
(blog.zeit.de/meckern, pdf)
Das führende Internet-Angebot unter den Tageszeitungen, sueddeutsche.de, sieht sich dem “Qualitätsjournalismus im Netz” verpflichtet. Die dort praktizierte Jagd nach den Klicks symbolisiert jedoch eher das Elend des Netzjournalismus.

“Von Dramatik reden immer die anderen”
(sueddeutsche.de, C. Busse und C. Tieschky)
Der Schweizer Verleger Michael Ringier äußert sich im Interview über den Auflagenschwund seines Boulevardblattes “Blick” und seinen Berater Gerhard Schröder.

Wo der Zuschauer nur Zaungast ist
(spiegel.de, Nils Klawitter)
Autistische Erzählrituale, eine stereotype Inszenierung, dazu noch feine Unbegreiflichkeit: Ein neues Buch des Journalisten Walter van Rossum rechnet mit dem Mythos “Tagesschau” ab.

Vietnam, Irak – und morgen Iran?
(tagesspiegel.de, Rüdiger Schaper und Jacalyn Carley)
Faule Journalisten, verlogene Politiker: Ein Gespräch mit der amerikanischen Reporterlegende Seymour M. Hersh.

Soll ja ein Traumberuf sein
(youtube.com, Video, 3:24 Minuten)
Journalisten über ihren Beruf anlässlich einer Buchpräsentation.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Jean-Claude

    schrieb am 2. Oktober 2007 um 09:14 Uhr (#)

    Zwei Zitate dieser Medienschau fand ich knackig bis ätzend:”Sie konsumieren, was sie bekommen”, analysiert ein deutscher Medienprofi die Schweizer Medienszene. Du kannst Medenkonsumenten vorsetzen was du willst, sie schluckens? Es ist ihnen schietegal? Wenn der Mann Recht hat - und ich habe da so meine einschlägigen Befürchtungen - sollte man als Journalist wohl am besten alles Gerede über Qualitätsjournalismus einstellen und den Beruf wechseln.

    2. Zitat, das auffiel: Seymour Hersh: “Heute sind Journalisten faul und dumm”. Hat er das nur auf die USA bezogen? Auch da habe ich, leider, meine einschlägigen Befürchtungen, dass dem nicht so ist.

    Der Journalismus (und nicht nur die Printmedien, wie alle Welt zu meinen scheint) steckt in einer riesigen Glaubwürdigkeitskrise.

    Ueber Journalisten macht man sich nur noch lustig. Aber sie scheinen es nicht zu merken.


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