Google, die Bückzone für Journalisten

Peter Hogenkamp, 29. September 2007 08:43 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Habe gerade diese Meldung von gestern bei persoenlich.com gelesen:

Reto U. Schneider, Redaktor bei “NZZ Folio” ist einer der drei diesjährigen Gewinner des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises. Für den Artikel “Preiskampf in der Bückzone” erhielt er den zweiten Preis. In seinem Beitrag gibt Schneider den Lesern ebenso fundiert wie kurzweilig Einblicke in die Welt der Verkaufspsychologie.

Der erste Preis wurde Gabor Steingart für seine im “Spiegel” erschienene Titelgeschichte “Weltkrieg um Wohlstand” verliehen. Darin zeigt der Autor auf, wie sich im Zeitalter der Globalisierung Macht und Reichtum verschieben. Den dritten Preis sicherte sich Robert von Heusinger für seinen in der “Zeit” veröffentlichten offenen Brief an den “Lieben Staat”.

Hinzufügen möchte man, neben der durchaus relevanten Anmerkung, dass der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des kritischen Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus verliehen wird, die Tatsache, dass alle NZZ-Folio-Artikel und somit auch dieser wirklich lesenswerte Artikel aus dem NZZ Folio 11/06 zum Thema “Shopping” im Volltext verfügbar ist:

Preiskampf in der Bückzone
Warum Sie bei 9.95 Fr. zugreifen, wieso der Mann beim Einkauf stört, weshalb Sie einen Zahnstocherspender kaufen, den Sie nicht brauchen – Antworten aus der Shopping-Wissenschaft. Von Reto U. Schneider

Dies im Gegensatz zum 1. Preis, der Spiegel-Titelstory “Weltkrieg um Wohlstand” (37/2006) von Gabor Steingart (kostet 50 Cent), und auch zum 3. Preis, dem Zeit-Artikel “Bitte, lass uns nicht allein” (und nicht “Lieber Staat”, wie die persoenlich-Meldung nahelegt) von Robert von Heusinger, der im Zeit-Archiv nicht auffindbar ist.

(In der Tat keinen Link wert ist der Bereich Helmut Schmidt-Journalistenpreis innerhalb der ING-DiBa-Website, denn der wurde noch nicht aktualisiert. Web 1.0, wie es leibt und lebt - Hauptsache, die Pressemitteilung ist draussen, online macht dann nächste Woche der Web-Praktikant.)

Googlen scheint die Bückzone für Journalisten zu sein. Lieber nicht so tief runterbeugen, es könnte anstrengend werden und einige Minuten länger dauern als reines copy/paste.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Anton

    schrieb am 29. September 2007 um 10:27 Uhr (#)

    Hallo,

    ich konnte den Artikel von Heusinger leider auch nirgendwo finden! Vielleicht hatte ja jemand mehr Glück?


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