Liebling reloaded

Ole Reißmann, 28. August 2007 um 10.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Markus Peichl will als Herausgeber die darbende Kulturzeitung Liebling wiederbeleben. Zehnmal im Jahr soll das Magazin im Zeitungsformat erscheinen.

Liebling
So sah Liebling bisher aus, Layout und Typo sind von Stefan Guzy. Diese und noch mehr Bilder gibt es im Slanted-Blog (Danke an Boris). Auch bei Liebling können Seiten angesehen werden.

Vier Ausgaben von Liebling sind von 2005 bis 2006 erschienen. Typographie-Freunde lobten die Zeitung für ihre einfache Optik und auffallend guten Fotos. Für Mitte November ist die nächste Ausgabe angekündigt. Zusätzlich zum klassischen Pressegrosso soll die Zeitung auch über trendige Geschäfte, Theater, Cafés und Museen vertrieben werden. Der Copypreis steigt von 2,50 auf 2,80 Euro.

Mit Momo, dem Entwicklungsprojekt eines Kulturmagazins für den Spiegelverlag, an dem Peichl letztes Jahr gearbeitet hatte, hat das neue Liebling nichts zu tun, wird Peichl von Horizont zitiert. Während Momo auf Eis liegt, gibt Peichl nun mit seinem Medienbüro Fifteen Minutes Liebling heraus. Gründer Götz Offergeld bleibt Chefredakteur.

In einer Selbstdarstellung der “alten” Liebling aus den Mediadaten von 2006 heißt es:

Liebling is a subjective magazine deeply rooted in culture, which focuses on fashion, music, design and visual arts. Love, friendship, loalty and tradition are the core values of Liebling and are reflected throughout the magazine.

Liebling screens the relevant themes for the reader before making a statement. The environment of Liebling consists of international and national fashion designers, musicians and DJs, highfashion concept stores, artists, people from the film industry and authors.

Mehr über das neue Liebling:

6 vor 9

Ronnie Grob, 28. August 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Ende der Sofakartoffel
(faz.net, Marcus Theurer)
Lässt sich mit Journalismus in Zukunft noch Geld verdienen? Der Großteil der Werbeinvestitionen fließt noch in die ?alten? Medien. Doch Verlage und Fernsehsender investieren ins Internet, um das Publikum nicht zu verlieren.

Warum lokale Tageszeitungen eigentlich wie Weblogs sind
(upload-magazin.de)
Weblogs sind noch immer ein missverstandenes Phänomen. Von manchen werden sie mit Foren verwechselt, von anderen mit Online-Tagebüchern gleichgesetzt. Dabei sind Weblogs Internetseiten mit einigen besonderen Eigenschaften. Und diese besonderen Eigenschaften sollten vor allem Tageszeitungsverlage hellhörig werden lassen. Blogs wären die logische Plattform für eine Online-Lokalzeitung.

Kein Satz mehr für den Arschficker
(taz.de, Waltraud Schwab)
Bushidos auftritt in Berlin sollte der letzte gewesen sein über den die Medien berichten. Andere Skandale sind wichtiger.

Wuchtige Schönheit
(blogs.radio24.ch/christoph)
Tagtäglich erhält die Radio24-Redaktion per E-Mail Meldungen von den Polizeikorps aus der ganzen Schweiz. Meldungen über Unglücksfälle, Verbrechen und vor allem Unfälle. Oft ist noch ein Bild beigefügt - und manche dieser Fotos haben eine poetische Schönheit.

Interview mit Stefan Niggemeier an der “9 to 5″
(spreeblick.com, mp3-Audiodatei, 16,4 mb, 35:07 Minuten)

Tagebuch im Internet (engl.)?
(acheta.de)
Ein Begriff ist angekommen.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Was kostet eigentlich der Bildblog-Werbespot?

Florian Steglich, 27. August 2007 um 15.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die tatsächlichen Kosten wissen wir natürlich auch nicht. Wir können aber zumindest mal eine Annäherung versuchen. Besser gesagt also: Was würde der Bildblog-Werbespot eigentlich kosten, wenn die Bildblogger die offiziellen Tarife zahlen würden?

Die Basisinformationen wie “Werbeinsel-Schema” und Preisgruppen sind schließlich kein Geheimnis, sie stehen auf der Website von Viacom Brand Solutions (Viacom ist die Muttergesellschaft aller drei TV-Sender, auf denen der Bildblog-Spot derzeit läuft).

So ein Werbeinsel-Schema sieht ungefähr so aus:

screenshot_wischema_mtv.jpg

Man erkennt als Laie erstmal gar nichts, aber nach ein paar Minuten tauchen Uhrzeiten, Namen von Sendungen und merkwürdige Codes auf. Diese Codes enthalten als wesentliche Information die Preisgruppe für die Werbeschaltungen.
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Moritz Leuenberger hat angeblich einen YouTube-Schaden

Ronnie Grob, 27. August 2007 um 13.12 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die Mittelland Zeitung hat ein Filmchen mit dem Schweizer Medienminister auf YouTube gesehen und glaubt, das sei zu seinem Schaden. Da bin ich anderer Meinung.

Heute in der Mittelland Zeitung auf Seite 4 steht ein Artikel mit dem Titel “Der Kommunikationsminister und sein unbotmässiger Auftritt im Netz”. Eigentlich steht der in der Aargauer Zeitung (AZ), doch in der Kopfzeile steht MZ - es ist nicht ganz klar, welches Medium man nun zitieren kann. Der Werbeslogan der Mittelland Zeitung lautet: “Die Nr. 3 der Schweiz”. Das klingt ja schon mal nicht so grossartig. Schlechter aber noch, dass diese Nummer 3 der Schweiz keinen Internetauftritt hat. Das heisst, die Zeitung hat einen Internetauftritt, aber nur mit Informationen über das Produkt. Inhalte sind nur kostenpflichtig verfügbar. Das komplexe Gewebe der verschiedenen zur MZ gehörenden Produkte zu entflechten, würde einen eigenen Text erfordern, weshalb ich darauf verzichte.

Das Wichtigste vorweg - der durchaus erheiternde Auftritt von Moritz Leuenberger (youtube.com, 2:23 Minuten, teilweise Dialekt, Kategorie: Comedy):

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Dieser Dieter Degler …

Gastautor, 27. August 2007 um 11.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

… der neuerdings in der Süddeutschen kommentiert, der prügelt unter dem Titel ‘Gefangene der Macht‘ auf die “Heulsusen-Partei” SPD ein, was unter medialen Gesichtspunkten ungefähr so verdienstvoll ist, wie zu sagen, dass man Kinderschänder nicht mag oder Doping blöd findet.

Von Klaus Jarchow

Denn die arme, hilflos durch die politische Arena taumelnde SPD ist derzeit die Schießbudenfigur für alle, die sich mal schnell eine Papierrose zusammenballern möchten, um die Liebste zu beeindrucken.

Gut, könnte man sagen, jeder hängt sich irgendwo dran, und es wird so viel Belangloses zusammengeschrieben in den Gassen von Old Media, gerade auch in den Kommentaren, weshalb sollte die Süddeutsche das nicht auch dürfen? Gäbe es nicht dieses Zitat, mit dem Dieter Degler seinen Text am letzten Donnerstag eröffnete: ‘Es war Winston Churchill, der einmal zum Besten gab: “Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.” Dieser ‘Churchill’ aber, Herr Degler, das war nicht der Churchill …

Ein wenig Internet-Recherche, von einem Tempo-Gründer und ehemaligen Verfasser von Spiegel-Titelgeschichten wohl zu erwarten, hätte erbracht, dass diese von jedem Zitatritter gesattelte Behauptung immer wieder gern auf einen PR-Trick der Nazi-Propaganda hereinfällt. » weiterlesen

6 vor 9

Ronnie Grob, 27. August 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Faria, faria ho (+)
(spiegel.de, Helmut Merschmann)
Lustig ist das Zigeunerleben: Berlins digitale Bohème feiert sich auf dem Festival “9to5. Wir nennen es Arbeit” und hält die Selbstvermarktungs-Riesenmaschine in Schwung. Die Größen von Blogistan geben sich ein Stelldichein, eigentlich aber bewegt sich gar nichts.

Am siebten Tag sollst du lesen
(stern.de, Uwe Felgenhauer)
Gedrängel am heiligen Sonntag: Die “FAS” liegt aus, die “WamS”, die “BamS”, “Der Spiegel” kommt, die “Süddeutsche” will auch. Für Verlage ist der Sonntag sexy. So sexy, dass sich einige schon die Finger verbrannt haben.

“In zehn Jahren ist Google tot”
(faz.net, Georg Meck)
Ein Kölner Verlagshaus expandiert: Im Interview spricht Verleger Christian DuMont Schütte über das kurze Leben von Internetfirmen, junge Zeitungsverweigerer und sein Interesse an der ?Süddeutschen Zeitung?.

Vorsicht, Paparazzi!
(tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
Mit den Foto-Handys kamen die Leserreporter. Bilanz einer umstrittenen Medienpraxis.

?Ich sehe mich auf der Seite der Schwächeren?
(fuldaerzeitung.de, Klaus H. Orth)
Der Autor Günter Wallraff über Heinrich Böll, Rollen, Recherche und den Kampf gegen Ungerechtigkeit.

Germans in Springfield
(youtube.com, Video, 2:18 Minuten)
Added: July 21, 2006

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

medienlese - der Wochenrückblick

Ronnie Grob, 26. August 2007 um 17.02 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Internetbranche verärgert. Digitale Bohème müde. Springer lacht.

Das Bildblog produzierte und schaltete einen TV-Spot, was vom Bild-Besitzer, dem Springer-Verlag, offenbar mit Humor aufgenommen wurde. Springer-Pressesprecher Dirk Meyer-Bosse sagte: “Gratulation den Kreativen zum guten Spot. Wir haben auch gelacht.”

Sexy Bilderstrecken zum Trotz informierte welt.de seine Leser am 22.08.2007, wie schon am 21.11.2004 und am 10.07.2005, über Menschen, die “einfach keinen Sex wollen”. Online first? Nein, online last. Der Text erschien nämlich bereits in Welt Kompakt, am 17.08.2007.

Felix Schwenzel scheiterte an einer Veranstaltung für digitale Bohemisten an seinem wohl eher konventionellen Schlafrhythmus und wurde müde. In China wurde ein aufmüpfiger Blogger kurzerhand in die Psychiatrie gesteckt.

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Eine Zusammenkunft - vier Versionen

Ronnie Grob, 25. August 2007 um 14.47 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Schweizer Rapper und WOZ-Kolumnist Greis und der Weltwoche-Redaktor Peer Teuwsen treffen sich und reden etwas miteinander. Inhalte daraus erscheinen gleichentags in zwei Wochenpublikationen. Und nun auch noch auf Myspace. Das Verhältnis zwischen Medien und Politik wird derweil endlich zur Debatte.

Wir sammeln mal, was wir alles gefunden haben:

23.08.2007, WOZ: Ein Gespräch mit Peer Teuwsen

23.08.2007, Weltwoche: 14 Fragen an Greis (nur für Abonennten zugänglich)

23.08.2007, Myspace: WOZ-Kolumne August UNZENSIERT

23.08.2007, Myspace: 14 Frage an Greis in der “SVP-Woche” (”ursprüngliche Version, mit Korrekturen in Grossbuchstaben”)

Inhaltlich wurde nicht viel verschwiegen. Peer Teuwsen findet, dass das Magazin nach seinem Abgang zu einem “Lifestyle-Heftli” geworden ist und dass er seine Meinung, der Koran sei vermutlich blutrünstiger als die Bibel, nicht unbedingt abgedruckt sehen müsste. Offensichtlich ist jedenfalls, dass die Wahrnehmung eines Vorgangs oft etwas Persönliches ist.

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Heiße Geschichten in kühler Optik

Ole Reißmann, 24. August 2007 um 11.31 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Wir stellen vor: Neue Probleme. Ein kleines Magazin mit Geschichten und Illustrationen, hergestellt von einer Handvoll Enthusiasten. Im Interview erzählt Herausgeber Marcus Bösch von Deadlines, einer Handvoll Münzen und dem Glück vom Selbermachen.

Die beiden Cover der zweiten Ausgabe von Neue Probleme

Auf der ewigen Jagd nach unverbrauchten Geschichten und visuellen Offenbarungen muss der Blick zwangsläufig vom Kioskregal weg und hin zu den Treffpunkten urbaner Kreativität wandern. Dort findet man dann opulente Geschmacklosigkeiten wie die Vice - oder Kleinode wie Neue Probleme.

Die zweite Ausgabe dieses kleinen Magazins wartet auf mit 80 Seiten und vier eingelegten Farbdrucken. Im Heft stehen Texte mit Mut zum Ich, mit Befindlichkeiten und mit Nonsens. Eben das, was früher Popjournalismus war und heute Bloggen. Die Autoren treffen Musiker, erzählen von ihrer Silvesterparty, bewundern 14jährige Clubbetreiber und schreiben über ihre erste Ecstasy-Erfahrung. Wenn “nett” nicht vielfach zum Schimpfwort umgedeutet würde, wären es nette Geschichten.

So zurückhaltend und unauffällig ist das Heft gestaltet, dass es schon Kunst oder zumindest Museumsladen schreit: Eine Schriftart, eine Schriftgröße. Auf grauem Papier. Kein Inhaltsverzeichnis. In dieser Grauzone zwischen Kunstprojekt und ambitioniertem Fanzine feiert Neue Probleme die Abwesenheit von Editorial Design und Infokasten. Mehr dazu erzählt uns Marcus Bösch, einer der beiden Herausgeber und Mitglied der vierköpfigen Redaktion.

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6 vor 9

Ronnie Grob, 24. August 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

TalkTäglich - Roger Schawinski und Markus Gilli im Gespräch
(telezueri.ch, Video, ca. 25 Minuten, Dialekt)
Der ehemalige Sat.1-Chef Roger Schawinski gibt in seinem neusten Buch ?Die TV-Falle? tiefe Einblicke in das deutsche Privatfernsehen. Alles über seine Anfänge bei Sat.1, seine Abhängigkeit von Quoten und weshalb er sich um seine TV-Stars besonders gut kümmern musste.

In London tobt der Gratiszeitungs-Krieg
(tagesanzeiger.ch, Peter Nonnenmacher)
Bereits vier Gratisblätter buhlen in der Themsestadt um Leser. Darunter leiden vor allem die traditionellen Tageszeitungen.

Astrologie und Geschäft
(nzz.ch, ras.)
Am Tatort der Gratiszeitung «.ch».

Jeder Geschäftstüchtige braucht einen Spot, der für ihn wirbt
(blog-cj.de)
Ich find´s schon ok, was ihr da macht, aber mutig, liebe Bildblogger, mutig finde ich was anderes.

ap vs. ?cash daily?
(heute-online.ch/trashcan, bö.)
Geht’s nun nach der Uni zum Praktikum oder nicht?

Jerry Springer Interview
(youtube.com, Video, 6:08 Minuten)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

 
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