Technorati-Lotse geht von Bord
Irgendwie scheint die Blog-Suchmaschine Technorati nicht mehr richtig auf der Schiene zu stehen. Zuerst haben einige zentrale Figuren dem Startup (wie lange kann eine Firma ein Startup sein - und noch dazu eine, die quasi ein Monopol hat?) den Rücken gekehrt, und letzte Woche nahm gar der Gründer und CEO David Sifry selber den Hut - zumindest in der Rolle als Geschäftsführer, er wird der Firma als VR-Vorsitzender erhalten bleiben, wie er in seinem Blog schreibt.
“Ich habe die harte Entscheidung getroffen, die Kontrolle über die Firma andern Managern im Haus zu übergeben. Wer uns aufmerksam begleitet weiss, dass wir seit Frühling einen CEO suchen und dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ich abdanke.”
Das hat er jetzt getan, aber nicht nur das - zuvor hat er noch acht Mitarbeiter der Firma entlassen. Die Entscheidung sei herzzerreissend gewesen, schreibt Sifry, aber sie sei nötig gewesen, um “den anhaltenden Erfolg und das Wachstum von Technorati zu sichern”.
Ah ja. Auch hierzulande schreibt man ja gerne von Ausbau und Wachstum, wenn Projekte beerdigt werden.
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5 Kommentare zu diesem Artikel
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andreas
Hier dürfte sich wohl jemand eher für eine Übernahme rausputzen. Mitarbeiter entlassen, Kosten niedrig halten und nicht im Weg stehen braucht es doch immer dafür.
Peter Sennhauser
Stimmt schon. ich frage mich bloss, weshalb jemand, der eine Marktführerschaft hatte, kein Businessmodell zusammengekriegt hat und sich jetzt übernehmen lassen muss.
A. Kuhn
Ich nutze Technorati nie. Ich verwende Google Blogsearch.
andreas
Selber ein Businessmodell ausdenken und damit viel Geld verdienen, kostet Zeit und Energie. Sich von (beispielsweise) Google kaufen lassen ist relativ schnell gemacht und bringt genug Geld, dass man in Zukunft nimmer arbeiten muss.
Peter Sennhauser
Sifry hatte ein Businessmodell - er hats mir 2004 im Detail erklärt. Nur umgesetzt hat ers nie. Selbstredend verkauft man sich einfacher an Google & Co - fragt sich bloss, zu welchem Preis. Youtube - Dimensionen wird Technorati derzeit nicht erreichen, soviel scheint klar.