medienlese - der Wochenrückblick
Die deutsche Bundesregierung warnte ihre Bürger vor dem gefährlichen W-Lan (das gemäss Messungen nur ein Zwanzigstel der Strahlung eines Handys absondert und nur ein Tausendstel der Stahlung einer Mobilfunkantenne - mehr hier). Elton John wollte das Internet niederreissen. Oder zumindest für fünf Jahre schliessen. Der Chefredakteur der “Oakland Post”, ein militanter Anhänger der Schwarzenbewegung, wurde auf offener Strasse erschossen. Ein Blogger von infamy fand ein selbst gemachtes Bild in der Gratiszeitung Heute wieder und fragte sich, warum. Der ehemals stellvertretende Drogenbeauftragte des Zürcher Sozialamts und nunmehrige SonntagsBlick-Reporter Beat Kraushaar stellte einen 10-Punkte-Plan gegen Sozialhilfebetrug auf.
Zwei Forscher der Universität Köln entkräfteten das Vorurteil, dass Privatsender eher von “bildungsfernen Schichten” gesehen würden. Die Programmwahl lasse mitnichten auf den Bildungsstand schließen. Auch die Behauptung des Historikers Paul Nolte, mit der Etablierung von Sendern wie RTL und Sat.1 sei ein spezielles “Unterschichtenfernsehen” entstanden, sei nicht länger haltbar. Mehr dazu bei zeit.de .
Mario Sixtus hörte böse Zungen, die behaupten würden, dass Kriegsberichterstatter “den ganzen Tag in der Hotelbar CNN schauen, um dann abends, während der Schalte vom Hoteldach (Rauchfahnen im Hintergrund und so), höchst Dramatisches in die Kamera zu sprechen”. Die Rheinische Post enthüllte endlich die nackte Wahrheit: Warum sich Frauen ausziehen und erfolglose Anleger, die den Börsentipps des Moderators Markus Frick trauten, überlegten sich, ihn zu verklagen. Der Blick fragte sich, ob ein Flugzeug-Crash unterhaltend sei und ein Protest von Jägern gegen eine Folge des tschechischen Abendmännchens wurde abgewiesen. Und ich verabschiede mich für eine Woche in die komplett internetfreien Ferien. Ganz ohne Beiträge bleibt deshalb medienlese.com aber nicht.
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