TV-Show zeigt Menschen-Tetris
(spiegel.de, Konrad Lischka)
Die absurdeste Fernseh-Unterhaltung sieht in Japan aus wie ein Videospiel: Es gibt Zwischen-Sequenzen, Level, Punkte und Bonus-Kekse zum Einsammeln. B-Promis geben die Spielfiguren, zwängen sich in silberfarbene Strampler und durch winzige Mauerritzen.
“Ich bin der Derrick des Privatfernsehens”
(taz.de, David Denk)
Ulrich Meyer moderiert seit 13 Jahren die Sat.1-Sendung “Akte” - am Dienstag zum 600. Mal. Warum er noch lange nicht aufhören will, erklärt er im taz-Interview.
Wie Leser ihre Online-Zeitungen gestalten
(welt.de, Gerti Schön)
In den Vereinigten Staaten bieten immer mehr klassische Zeitungen ihren Lesern an, die Online-Ausgaben aktiv mitzugestalten. Dabei spielen auch Online-Videos eine immer größere Rolle - mit erstaunlichem Erfolg.
Medien in Frankreich: Sarkozy: Ein Freund, ein fast zu guter Freund?
(diepresse.at, Michael Huber)
Seit Amtsantritt wird dem französischen Präsidenten Sarkozy vorgeworfen, er halte die Medien an der kurzen Leine. Ein Vorurteil?
Nationalratskandidaten im Schlagfertigkeitsseminar
(sf.tv, Video, Dialekt, 5:18 Minuten)
Für einen wirkungsvollen Auftritt in der Öffentlichkeit schicken Parteien ihre Kandidaten vermehrt in Schlagfertigkeits-Kurse und Medientrainings. Denn im Herbst bewerben sich auf jeden Sitz mehr als zehn Kandidaten und um den Leuten im Gedächtnis zu bleiben, müssen sie auffallen.
?Des isch brutal?
(faz.net, Tobias Rösmann)
Strenge Predigerinnen, windige Zukunftsdeuterinnen und manche werbende Botschaft: Wer einen ganzen Tag lang Rhein-Main TV guckt, muss eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen.
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Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Die Macht der Blogger im Silicon Valley ist gross. Und ihr Selbstbewusstsein ist es auch. Vor allem das der Cruncher von Ober-Startup-Macher Michael Arrington, der angeblich stolz ist darauf, dass CEOs in Tränen ausbrechen, wenn er ihnen am Telefon erklärt, dass er sie nicht in seinem Blog erwähnen wird.
Jetzt kündet sein Schreiberknecht John Biggs auf Techcrunch einen Trip nach Ungarn an - und lädt ganz unverfroren “Ungarische folks, die etwas vorzuzeigen haben” ein, sich mit ihm zu treffen - ebenso wie “Sponsoren und/oder Giveaways”, was immer das genau heissen mag.
“Dies gesagt”, fährt der Abgesandte des Königs fort, “Hier ist, was ich erwarte: Das iPhone macht seinen Weg gen Warschau während wir reden, und ich bring eins mit zum herumzeigen und drüber diskutieren. Dann reden wir über den Ungarischen Markt, dann drinken wir ziemlich viel.” … ” Wenn wir genügend Sponsoren finden, könnten wir sogar etwas Alkohol und Gutscheine für anderes ausgeben - also kreuzt die Finger. “
Und der Gesandte fährt fort: “Ich nähere mich dem ganzen eindeutig aus der Gadget-Ecke, aber wenn ihr irgendwelche Web 2.0-Ideen habt, bin ich gern bereit, sie aufs Tapet zu bringen. Der nächste Stop ist Warschau, also schickt mir sofort eine Email, wenn ihr in Warschau seid. Ich mache vielleicht auch Berlin und/oder Prag, wenn wir genügend Interesse haben.”
Und Sponsoren, nicht zu vergessen. Ach ja, und wer den “booze” ausgibt, der kriegt vielleicht eine Extra-Erwähnung in Techcrunch.
Die rasenden Jäger und Sammler sind unterwegs. Und sie recherchieren ganz heftig.
Peter Sennhauser schreibt in seinem gestrigen SonntagsZeitung-Artikel “Schwätzer gegen Wadenbeisser” (Blogbeitrag - Artikel), dass in der Redaktion des “Magazin” ein falsch geschriebener Name 50 Franken kostet:
Was ist schon ein falsch geschriebener Name? Im Journalismus ist er eine Todsünde, die auf der Redaktion des im gleichen Verlag wie die SonntagsZeitung erscheinenden «Magazins» Kolumnist Max Küng fünfzig Franken kostet.
Ich hab das so gelesen, dass jeder die 50 Franken zahlen muss, der einen Namen falsch schreibt, nicht nur Max Küng, obwohl der Text etwas anders lautet. Wie auch immer. Nehmen wir an, CHF 50.- sei der Tarif.
Dann macht das beim “Klein Report” von heute über die Klaus J. Stöhlker AG (siehe deren Medienmitteilung “Information Builders (Switzerland) als neuer Kunde“) 5 x 50.- = 250.- Franken. Nicht schlecht, so auf einen Schlag.
PR-Mandat für die Stölker AG von US-Softwarefirma
Das amerikanische Softwareunternehmen, Information Builders, hat das PR-Mandat für die Schweiz an die Klaus J. Stölker AG in Zollikon vergeben. Die PR-Spezialisten unterstützen die US-Firma beim Aufbau der nationalen Kommunikation und wirken als Sparringpartner für die Unternehmensleitung, teilte die Klaus J. Stölker AG am Montag mit. Information Builders fokussiere sich in der Schweiz auf die Bereiche Finance und Pharma sowie auf Firmen, die in einem multinationalen Umfeld tätig seien und damit komplexe Anforderungen an ihre Systeme stellen. Die US-Softwarefirma soll auch im KMU-Umfeld ab 50 Mitarbeitenden entsprechende Lösungen anbieten können, erklärt der Stölker-VR-Delegierte Fidel Stölker mit Blick auf die Zukunft.
Man könnte Herrn Stöhlker (”Wir Schwiizer…”) fragen, ob ihm sein Middle Initial oder sein ‘h’ wichtiger ist. Vermutlich würde er “beides” antworten, und auch wenn ich keinen zweiten Vornamen habe, kann ich ihm das ausnahmsweise nicht verdenken.
Das “Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft” des Schweizer Branchenmagazins Persönlich, verrechnet seinen per E-Mail zugestellten Newsletter. Bezahlt werden soll ein freiwilliger Jahresbeitrag. Der Verdacht, dass dabei vermeintlich vertraulich übermittelte Daten missbraucht wurden, liegt nahe.
Die Rechnung, die Gerhard Schriebl aus der Redaktion von Heute erhalten hatte, ist vom Chefredaktor, Oliver Prange, persönlich unterzeichnet. Sie verrechnet den auf persoenlich.com vermeintlich kosten- und folgenlos abonnierbaren Newsletter.

Mit freundlicher Genehmigung von Heute
Meldet man sich dort dafür an, erfährt man nicht, dass dafür einmal eine Rechnung ins Haus flattern könnte. Im Gegenteil, es wird Vertraulichkeit zugesichert:
Ihre Daten werden selbstverständlich zu 100% vertraulich behandelt.
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TV 2.0
(gugelproductions.de, Bertram Gugel und Harald Müller)
Zusammen mit Harald Müller habe ich in den letzten Wochen das Whitepaper TV 2.0 (pdf, 5,4 mb) zum aktuellen Stand des Fernsehens im Spannungsfeld von Internet und neuer Technologien geschrieben.
Lokale Nachrichten auf Spiegel Online – die Fortsetzung
(print-to-inter.net)
Spiegel Online eruiere die Möglichkeit, in den Markt mit lokalen Nachrichten und folglich lokaler Werbung einzusteigen, heißt es.
«Ich finde, wo SF draufsteht, soll auch SF drin sein»
(sonntagszeitung.ch, Andreas Kunz und Chris Winteler)
SF-Chefin Ingrid Deltenre über Presse-TV, Diätpleiten und Fernsehen in China.
“Fun überlassen wir den Privaten”
(turi-2.blog.de)
Digital-Offensive: ARD-Vorsitzender Fritz Raff im Interview mit turi2 über Verleger-Ängste, nervöse Regungen und gemeinsame Gegner.
Fünf Artikel, zwei Prozesse
(fr-online.de, Thierry Chervel)
Das FAZ-Feuilleton brachte in den letzten zwei Jahren fünf Artikel und strengte zwei Prozesse gegen das Internetmagazin Perlentaucher an. Für einen dieser Prozesse hat sich die FAZ sogar mit der Süddeutschen Zeitung zusammengetan. Was hatte der Perlentaucher verbrochen?
Wie ich mit Live Earth Strom gespart habe
(blogs.radio24.ch/christoph)
Antwort: indem ich den Fernseher mit der Übertragung des weltumspannenden 24-Stunden-Konzerts auf SF2 am Mittag wieder abgestellt habe.
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Diese Rubrik wird bald Konkurrenz kriegen, vom Schweizer Medienkritiker Kurt W. Zimmermann. Dieser will nämlich für die neue Gratiszeitung .ch “eine Art personalisierter Wochenrückblick” schreiben. 40.000 Dollar zahlte eine Firma für einen in Afghanistan verschleppten Mitarbeiter, schrieb Spiegel Online. Ebenfalls 40′000, aber Euro, soll der Spiegel gemäss Tagesspiegel-Informationen dem Radfahrer Jörg Jaschke bezahlt haben, damit er eine Woche vor dem Start der Tour der France ausführlich über Doping erzählt. Weiter fragte der Tagesspiegel Thomas Dörflein, Pfleger des Eisbärs Knut im Berliner Zoo, nach seinen weiblichen Fans. Er antwortete: “Man muss nur ein paar Mal im Fernsehen sein, die Medien müssen regelmäßig über einen berichten, und schon denken die Leute, man sei was Besonderes. Dabei mache ich nur meine Arbeit. Es ist schon irre, was in den Gesichtern der Zuschauer vor sich geht. Die haben oft so einen Ausdruck, als sei ihnen der Heiland erschienen. Hier auf meinem Schreibtisch liegen Liebesbriefe aus der ganzen Welt, da werden Lieder und Gedichte verfasst. Autogrammwünsche beantworte ich, wenn ein Rückumschlag beiliegt.”
Edelfedern waren Thema. Peter Turi sagte: “Edelfedern gibt es nicht nur in Printmedien, sondern auch in Blogs. Man kennt sie nur nicht so gut. Jeder Blogger, der denken kann, kann als Medienkritiker auftreten.” Und Uwe Vorkötter: “Wir brauchen Edelfedern. Es muss herausragende Reporter, Leitartikler und Rechercheure geben. Wir brauchen solche Figuren, um Maßstäbe für den Nachwuchs zu setzen.”
Ursula Fraefel, neue Chefredaktorin der Thurgauer Zeitung, gab dem Schweizer Journalist ein Interview und wurde auf die Frage, wie sie sich fit halte, so zitiert: “Mit Tanzen, Pilatus und Spinning.” Auch der Sportchef des FC Zürich, Fredy Bickel, wurde zitiert. Von der NZZ, am 02.06.2007. Wie er dem Blogger bei der Weltwoche, Walter de Gregorio, verriet, habe er das aber nie! gesagt. Klaus J. Stöhlker fand, dass Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel sich äusserlich dem Modedesigner Karl Lagerfeld annähere. Der Berner Gazette fielen sensationelle Funde des Bunds zum iPhone auf: “Den Anrufer wählt man aus einer Liste mit Kontakten aus, die alphabetisch angeordnet ist.” Alfredo Lardelli klagte gegen die Abendzeitung Heute und Nina Ruge glaubte an das Göttliche in uns allen. An Licht und Liebe. Uwe Knüpfer musste, für viele nicht überraschend, seine PDF-Zeitung onruhr.de einstellen und die Geschäftsräume aufgeben. Blogcheck.ch wurde wieder frei. Das tote Facts sonderte weiter Newsletter ab und Michèle Roten schrieb live eine Kolumne. Der NRW-Teil der taz wurde eingestellt: “Unser finanzieller Atem hat einfach nicht gereicht”, so taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch.
Die Schweizer “Sonntags Zeitung” hat mich gebeten, eine Betrachtung über das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten im deutschsprachigen Raum zu schreiben. Nach rund zwei Jahren als Blogger und gut zwanzig als Journalist kann ich es nur mit “gespannt” beschreiben. Das verwundert mich umso mehr, als es in den USA längst zu einer Symbiose geworden ist.
Der Text ist drüben im vollen Wortlaut zu finden.
Sie ist Deutschland
(freitag.de, Martin Krauß)
Die einst übel beleumundete “Bild”-Zeitung manipuliert nicht mehr. Sie ist auf dem Weg zum Verfassungsorgan.
Die Angst des Chefredaktors vor der leeren Frontseite
(cr.blog.sf.tv, Ueli Haldimann)
“Trendwende: Mehr Unfälle wegen Alkohol? schrieb die Sonntagszeitung am 18.03.2007. Das ist nicht wahr, wie der Chefredaktor der Tagesschau des Schweizer Fernsehens, welche die Meldung übernahm, feststellt.
Für friedlichere Fernsehbildschirme
(nzz.ch, Gerti Schön)
Gewaltdarstellungen im Fernsehen stossen in den USA vermehrt auf Kritik. Nun wird über gesetzliche Massnahmen diskutiert. Die Medienaufsicht sieht keine Gefährdung der Meinungsfreiheit.
Pariser Presse im Sturm
(taz.de, Dorothea Hahn)
Die wichtigsten französischen Wirtschaftsblätter “Les Echos” und “La Tribune” sollen verkauft werden. Seitdem wird gestreikt und demonstriert.
Studium 2.0
(zeit.de/campus, Fabian Reinbold)
Blogs, Wikis und Podcasts: Wie neue Kommunikationsmittel beginnen, den Uni-Alltag zu verändern.
Bekenntnisse eines Einheimischen
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Bruno Ziauddin)
Was haben die Schweizer bloß gegen all die Deutschen, die in ihr Land ziehen?
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Es sind nicht immer Politiker und Manager, die von den Medien in die Mangel genommen werden. Manchmal sind es auch Medienschaffende. So wie in der aktuellen Satirezeitschrift Titanic, in der auf sechs Seiten ein Double von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in einem Fotoroman mitspielt.


Die Geschichte beginnt mit einer Demonstration am Axel-Springer-Platz. Einzelne Angestellte halten Transparente hoch. Auf einem steht: “Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht”. Und dann gross darunter: “Diekmann hat einen gaaanz kleinen!”.
Die erste Aussage bezieht sich auf die letztjährige Werbekampagne von Bild (Beispiel), die mit dem Slogan “Bild Dir Deine Meinung” Prominente aller Art gewollt oder ungewollt zu Bild-Lesern machte. Schon damals gab es schnell mal Plagiate.
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Die Tamedia-Story
(woz.ch, Daniel Ryser und Rachel Vogt)
Die Tamedia ist auf dem Schweizer Markt neu die Nummer eins. Das hat sie mit einer harten Strategie erreicht - mit Kooperationen, Angriffen und Übernahmen. Das Ende der Offensive ist nicht absehbar.
Auf der Jagd nach den Zettelkästen der Zukunft
(faz.net, Tilmann Lahme)
Schriftsteller entdecken das eigene Archiv als Handelsware. Immer häufiger verkaufen sie zu Lebzeiten ihre Manuskripte und Briefe, meist an Literaturarchive. Was aber wird einmal von der Generation Laptop und E-Mail übrigbleiben?
Dreister Griff nach der Deutungsmacht
(werbewoche.ch, Karl Lüönd)
Müssen wir uns langsam von der Vorstellung verabschieden, die Medien würden ihre Inhalte selbst bestimmen?
Beispiele für nutzergenerierte Inhalte, Leserreporter und Bürgerjournalismus in Deutschland
(netzjournalist.twoday.net)
Der Netzjournalist versammelt um die 25 Beispiele.
Mangelhafte Internet-Kenntnisse bei Schurnis
(blog.jacomet.ch)
The woman who wouldn’t cover Paris
(youtube.com, Video, 2:37 Minuten)
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