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Ronnie Grob, 20. Juli 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wie ich zum Blick-Fotografen wurde - Epilog
(blogs.radio24.ch/christoph)
Christoph kriegt auf Anfrage für sein Bild auf der Titelseite des Blicks ein Honorar von 200 Franken.

Die Zeit läuft
(handelsblatt.de, Oliver Stock)
Beim Ringier Verlag ist nach dem gescheiterten Versuch, mit dem Axel Springer Verlag eine Fusion unter Gleichen einzugehen, kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. Im Wochentakt kündigt das größte Schweizer Medienunternehmen derzeit einschneidende Änderungen an. Macht Michael Ringier, für dessen Lebenswerk kein geborener Nachfolger bereitsteht, die Braut hübsch für den Verkauf?

Hans-Jürgen Jakobs und der ?Journalismus in Gefahr? - ein Nachdenkstück zum Mitklicken
(onlinejournalismus.de, Thomas Mrazek)
Ein Auszug aus dem lesenswerten Text ?Medienstandort Deutschland: Journalismus in Gefahr? von Sueddeutsche.de-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs, ebendort und in der ?SZ? veröffentlicht. Ich habe mir die Mühe gemacht, den Textauszug mit einigen ?Höhepunkten? aus dem Angebot von Sueddeutsche.de zu garnieren.

Kommunikation über Bande: Warum das Internet uns fertig macht
(jetzt.sueddeutsche.de, Penni Dreyer)
Obwohl ich seit über einem Jahr nicht mehr mit ihm gesprochen habe und obwohl er vor einem halben Jahr in eine andere Stadt gezogen ist, weiß ich ziemlich genau, was mein Exfreund so macht. Ich gestehe, ich stalke ihn – Cyberstalking nennt man das und es ist eine der schwierigsten Nebenwirkungen, die uns das Internet bisher beschert hat.

Für Murdochs MySpace wird es enger
(tagesschau.de, Fiete Stegers)
580 Millionen Dollar ließ sich Medienunternehmer Murdoch vor zwei Jahren den Einstieg in Web 2.0 kosten. Eine schlaue Entscheidung: Denn die Zahl der MySpace-Nutzer ist seither gestiegen. Mehr als 100 Millionen Nutzer hat die Plattform laut eigenen Angaben inzwischen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Partner Google fordert den Medienmogul heraus - und auch neue Plattformen wachsen heran.

Fernsehen in Algerien (2/3, 3/3)
(youtube.com, Video, 9:16 Minuten)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Sat.1 schnappt sich die Tour

Ronnie Grob, 19. Juli 2007 um 21.29 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der Fernsehsender Sat.1 macht das Beste aus dem Entscheid der Öffentlich-Rechtlichen, die Tour de France nicht weiter zu verfolgen, und überträgt sie per sofort auf dem eigenen Sender.

Heute morgen hab ich geguckt, wie die ARD- und ZDF-Entscheide bei ihrem Publikum angekommen sind. Während fast zwei Drittel der ARD-Leser mit dem Entscheid unzufrieden sind, halten sich die ZDF-Leser etwa die Waage.

ARD Tour de France Ausstieg UmfrageZDF Tour de France Ausstieg Umfrage

Heute abend dann war die ARD-Umfrage verschwunden und die ZDF-Umfrage genau hälftig.

Inzwischen wurde die freigewordene Lücke dankbar von Sat.1 besetzt, die heute um 15 Uhr mit ihrer Live-Übertragung begann (da war auf der Sat.1-Homepage noch nichts zu lesen von Radsport). Sueddeutsche.de hat den Start der Übertragung livegebloggt.

Sat.1 kann nun ablenken von der Einstellung ihrer Mittags-Shows, die Nachrichtenmagazine genannt wurden (was, mir unverständlich, viele vor den Kopf gestossen hat).

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Das kleine Boulevard-Quiz

Ronnie Grob, 19. Juli 2007 um 15.44 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nehmen wir mal an, Sie kennen die Schweizer Medienszene nicht und müssten nun raten. Die Ausgangslage ist folgendermassen.

Das eine Bild ist ein Screenshot aus dem Online-Portal der stärksten Schweizer Boulevardzeitung Blick (vergleichbar mit der deutschen Bild).

Das andere Bild ist ein Screenshot aus dem Online-Portal der regelmässig zu den besten und seriösesten Zeitungen der Welt gewählten Neuen Zürcher Zeitung (vergleichbar mit der deutschen F.A.Z. oder der Süddeutschen Zeitung).

Welcher Screenshot gehört zu welchem Portal? Lassen Sie sich nicht von der Schriftarten und -grössen verwirren!

NZZ Show Humer Vasella Artikel

Blick Humer Vasella Artikel

Mit einem Klick aufs Bild kann man den Artikel lesen. Zum Vergleich ähnliche Meldungen bei 20min.ch, tagesanzeiger.ch, baz.ch, swissinfo.org.

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Ronnie Grob, 19. Juli 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Tour vermasselt
(sueddeutsche.de, Hans Leydendecker)
Warum der Ausstieg der öffentlich-rechtlichen Sender für viele Sportarten eine Existenzbedrohung ist - vor allem im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

“Strafen für Falschmeldungen”
(taz.de, Michael Backmund)
Seriöse Presseagenturen haben das Ausmaß der Gewalt falsch wiedergegeben. Das muss Konsequenzen haben, so dju-Vorstandsmitglied Michael Backmund.

Moderne Sklavenhalter (+)
(zeit.de, Carolin Ströbele)
Die Resonanz auf Günter Wallraffs Callcenter-Reportage im ZEITmagazin LEBEN war enorm. Was ihm Betroffene über ihre unwürdigen Arbeitsbedingungen und die betrügerischen Machenschaften ihrer Arbeitgeber berichteten, erzählt Wallraff im Interview mit ZEIT online.

Der Zitronenfalter stürzt ab
(weltwoche.ch, Urs Paul Engeler)
Die Frau an der Spitze des Schweizer Fernsehens denkt nicht in Inhalten, sondern in Einschaltquoten. Und die sinken und sinken. Der Sender war schon beim Amtsantritt Ingrid Deltenres kein Vorzeigestück der Nation – nun hat er mit der Chefin die Orientierung und das Publikum verloren.

Was gibts Neues, Grossmutter Kall?
(woz.ch, Rachel Vogt)
Das Zürcher Verlagshaus Tamedia bleibt in Aufruhr. Auf der Agenda stehen: Beerdigung von «Tagi-Kompakt» und Expansion nach Basel - sowie ins Ausland.

“Wir wollen bei den grossen Themen vorne dabei sein”
(persoenlich.com, David Vonplon)
Mit “Sonntag” erscheint Mitte September erstmals eine siebte Ausgabe der Mittelland Zeitung. Die etablierten Sonntagsblätter will “Sonntag”-Chefredaktor Patrik Müller herausfordern, indem er Geschichten von nationaler Bedeutung thematisiert, welche vom Zürcher Mainstream-Journalismus vernachlässigt werden.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Sieg der Moralisten:
Öffentlich-rechtliches Aus für die Tour de France

Ronnie Grob, 18. Juli 2007 um 15.37 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Mitten in der Tour de France stoppen ARD und ZDF ihre Berichterstattung. Auf den Kanälen, die man zwangsläufig bezahlt, ist per sofort nichts mehr über das wichtigste Radrennen der Welt zu erfahren. Wer noch nicht schon längst auf Eurosport umgeschaltet hat, wird es jetzt tun. Und vermutlich nie mehr zurückkehren.

Dafür also zahlt man Gebühren: Für die moralische Hoheit der öffentlich-rechtlichen Sender. Mir nichts dir nichts steigen sie wegen einem Fahrer mit erhöhtem Testosterongehalt mitten in einer Etappe aus. Im Live-Ticker der ARD konnte man das so nachlesen:

13:58 Die Verfolgergruppe rückt Burghardt (TMO) auf den Pelz, beide trennen noch 50 Sekunden.

14:03 Liebe Radsportfreunde!
Aus gegebenem Anlass (Fall Patrik Sinkewitz) wird die Berichterstattung von der Tour de France 2007 zunächst ausgesetzt, bis die Vorwürfe gegen Sinkewitz geklärt sind.
Wir danken für Ihr Interesse!
A bientôt, ihr tour.ARD.de-Team

Meine Damen und Herren, es ist Ihnen wahrscheinlich egal, aber: Ich bin verärgert. Verärgert über die Arroganz, die mir, der ich mich als Fan der Tour de France bezeichne, entgegengebracht wird. Ich interessiere mich für die Radsport-Berichterstattung und nicht für die Doping-Berichterstattung.

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Ronnie Grob, 18. Juli 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wie ich zum Blick-Fotografen wurde
(blogs.radio24.ch/christoph)
Christoph erkennt ein von der Boulevardzeitung Blick abgedrucktes Bild als sein eigenes.

Der besondere Radio-Hattrick
(blogmedien.de)
Was ist das Schönste an der Media-Analyse? Klar, die Pressemitteilungen der Verlierer.

Blätter haben?s schwer
(axel-springer-akademie.de, Thomas Wanhoff)
Tageszeitungen haben es nicht leicht: Die Leser werden nicht nur älter, sie schwinden auch. Sei es aus biologischen Gründen, weil das Geld knapp ist oder die Schrift zu klein zum Lesen. Und die jungen Menschen informieren sich - wenn sie es denn tun - übers Fernsehen und Internet. Warum also nicht dorthin gehen, wo die Leser (oder besser: Kunden) der Zukunft sind und selbst Fernsehen im Internet anbieten?

Der Kreuzretter
(taz.de, Astrid Geisler)
Um die “schleichende Islamisierung” aufzuhalten, will der (Ex-) Journalist Udo Ulfkotte nun eine eigene Partei gründen.

Sat.1 und das Märchen vom Lizenzentzug
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Die Empörung über die Sparmaßnahmen bei Sat.1 ist bei Medienpolitik und Gewerkschaften groß: Schon wird vom Lizenzentzug gesprochen - ein Märchen.

??????1/2
(youtube.com, Video, 7:24 Minuten)
Heute: TV aus dem fernen Osten.

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“Gratiszeitungen habe ich selbst nicht wirklich ernst genommen”

Ronnie Grob, 17. Juli 2007 um 13.46 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Der Schweizer Verleger Michael Ringier wird auf fast zwei Seiten vom deutschen Spiegel interviewt.

Michael Ringier

250′000 Gemüseschäler (vielleicht dieser hier?) habe das Ringier-Produkt Betty Bossi bereits verkauft, sagt Michael Ringier zum Schluss des Interviews mit dem Spiegel (online nicht oder noch nicht verfügbar). Damit habe er mehr verdient als mit so manchem Magazin. Worauf der Spiegel (Isabell Hülsen und Thomas Schulz) entgegnet: “Das klingt eher nach einer Kapitulationserklärung des Journalismus.”

Aber weit gefehlt. Michael Ringier ist Journalismus ein Anliegen:

(…) Hier haben wir eine andere Kultur. Wir diskutieren jeden Tag intensiv über Journalismus. So etwas aufzugeben ist schwer.

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Ronnie Grob, 17. Juli 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der Aufstieg des ?Bürgerjournalismus?
(novo-magazin.de, George Brock)
George Brock über Nutzen und Nachteile globaler Nachrichtenproduktion.

Ringier Schweiz bröckelt. (+)
(stoehlker.ch)
Es gibt Interviews, die man lieber nicht hätte geben sollen. Die gefährlichsten Interviewgeber sind Journalisten ohne echte Management-Erfahrung. Ein solches Beispiel liefert brandheiss Daniel Pillard, der neue Verlagschef von Ringier Schweiz, der über sein Verlagshaus auf “Persönlich.com” aussagt.

Abgeblockte Blogger
(manager-magazin.de, Stefan Schultz)
Unternehmen dürfte es künftig wohl erheblich leichter fallen, lästige Blogger loszuwerden. Das Hamburger Oberlandesgericht hat nämlich die Verwendung von Firmennamen in privaten Internetadressen verboten. Auch der bekannte Bildblog könnte Probleme bekommen.

“Ungeheures Privileg”
(epd.de)
Ein epd-Interview mit RTL-Reporterin Antonia Rados.

Alpha-Journalisten und Beta-Porträtisten
(zeitschriftenblog.de)
Ich fand es nie so schwer, ein Urteil über ein Sachbuch zu sprechen. Nun hat mir der Verlag aber kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Also fühle ich mich verpflichtet auch etwas darüber zu schreiben.

Best of Hans Jucker
(youtube.com, Video, teilweise Dialekt, 3:22 Minuten)

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Ein Plädoyer gegen die Dopingberichterstattung

Ronnie Grob, 16. Juli 2007 um 15.19 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Seit einigen Jahren quälen mich die Medien, in dem sie das Thema Doping exzessiv thematisieren. Dabei geht mir irgendwann der Spass am Sport verloren.

Quick-Step Ich kann es nicht mehr hören und lesen. Die von mir seit je her geliebte Tour de France ist auch dieses Jahr ein Schatten ihrer selbst. Jede wie auch immer geartete sportliche Leistung wird von den Medien distanziert betrachtet und medizinisch eingestuft.

Nök Angehrn, stellvertretender Redaktionsleiter der Sendung «Sport live» des Schweizer Fernsehens, erklärt in einem Artikel von Rolf App im St. Galler Tagblatt:

Unsere Kommentatoren sind sensibilisiert und thematisieren Doping mit dem richtigen Mass. Zudem versuchen wir die Euphorie etwas zu zügeln.

Die Medien denken, dass sie besonders kritsch sind, wenn sie täglich über Doping berichten. Mich persönlich langweilt das Thema nur noch. Ich will die sportliche Seite der Tour de France sehen. Und nicht die medizinische oder moralische.

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Ronnie Grob, 16. Juli 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Netz der freien Worte
(dw-world.de, Aarni Kuoppamäki)
Die Zahl der Weblogs in Russland steigt rapide an. Wo die traditionellen Medien sich selbst zensieren, entsteht eine Plattform für freie Meinungsäußerung. Doch ob die Russen diese auch nutzen, ist umstritten.

Neue Messgeräte erkennen Werbemuffel
(welt.de, Tilmann P. Gangloff)
Kaum etwas ist für TV-Sender wichtiger als Einschaltquoten. Doch Zuschauer, die sich Sendungen auf ihrem Computermonitor ansehen, werden hierzulande bisher nicht gemessen. Neue Technik soll das nun können - und noch viel mehr.

Rupert Murdoch - Der Papiertiger
(faz.net, Harald Staun)
Der Medienunternehmer will das ?Wall Street Journal? kaufen und nur noch im Internet publizieren. Dass Murdoch im Kampf um die Leser der Zukunft nicht zu Sentimentalitäten neigt, weiß man. Aber dieser radikale Schritt erscheint wie das Symptom einer Aufmerksamkeitsdefizit-Störung.

Wachstum ohne Grenzen
(presseverein.ch)
Peter Wuffli ist Cover-Boy zweier Hochglanz-Postillen, die eine Woche nach seinen abrupten Abgang den gefällten Ex-UBS-Chef noch einmal als Muster-Manager präsentieren. Die Realsatire zeigt: Druckmaschinen drehen langsam.

“Es geht Ringier nicht darum, seinen Familienschmuck zu veräussern”
(persoenlich.com, David Vonplon)
Mit Daniel Pillard leitet seit Kurzem ein Journalist den Ringier Verlag Schweiz. Ein Signal dafür, dass publizistische Belange im Zürcher Medienhaus wieder mehr Gewicht erhalten sollen. “Wie unsere Produkte aussehen sollen, müssen wir Journalisten entscheiden” erklärt Pillard im Interview mit “persoenlich.com”. Er will Druck machen, dass bei Ringier endlich wichtige Entscheidungen wie die Besetzung des Blick-Chefredaktorenpostens gefällt werden.

Trash-Junkie
(youtube.com, Video, 3:43 Minuten)

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