Vorbild Vanity Fair

Ronnie Grob, 31. Juli 2007 09:12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ulf Poschardt, Chefredakteur der deutschen Vanity Fair, Oktober 2006 (faz.net) über die US-Vanity Fair:

“‘Vanity Fair’ hat harte, journalistische Geschichten, doch sie werden mit einem eigenen, ganz besonderen Twist erzählt”, sagt Poschardt. “Die Härte der Realität erscheint durch die Eleganz des Heftes noch deutlicher auf.”

“Es fehlt uns in Deutschland nicht an erstklassigen Journalisten, sondern an den entsprechenden Formaten.”

Ulf Poschardt, Chefredakteur der deutschen Vanity Fair, August 2007 (cicero.de) über sein Produkt:

Als wöchentliches Magazin, das seine Geschichte zumeist entlang von Menschen und deren Schicksalen erzählt, verstehen wir Politik im Grunde als eine große Soap. Genauso möchten wir auch unser Heft sehen: als eine Art große, anspruchsvolle, wöchentliche….

… Reality-Soap?
Schon etwas mehr. Vom Anspruch her und vom Grad der Intelligenz arbeiten wir auf dem Niveau von Unterhaltungsserien wie ?Grey`s Anatomy?, ?Dr. House? oder ?Sex and the City?. Frau Merkel kann man in diesem Kontext wie eine Heldin aus einer Soap betrachten, eine Figur, die man verfolgt und sagt: Guck mal an, was aus dieser Frau geworden ist, wie die das hinbekommen hat.

(…)

Wir haben neulich ein Foto gezeigt, auf dem Frau Merkel Maria Furtwängler in den Ausschnitt guckt, um sich deren Kette anzusehen. Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sie zu einer eigenen Form gefunden hat. Oder nehmen Sie den Steinmeier, der ist doch interessant. Da könnte man jetzt über die Brillenästhetik sprechen, aber sicherlich auch darüber, dass er sich als stellvertretender SPD-Vorsitzender von einer Figur im Hintergrund zu einem Akteur entwickelt hat – auch das läuft ab wie in ?Verliebt in Berlin?.

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