Prominente Brüste

Ronnie Grob, 3. Mai 2007 um 7.44 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Vor ein paar Tagen Alarm bei der Schweizer Boulevardzeitung Blick: Einer bekannten Sängerin (Britney Spears) wurde in den Ausschnitt fotografiert. Blick nannte sie deswegen Luder und, Originalität vermissend, “Slip-Nie Spears“. Das war am letzten Freitag, dem 27.04.2007.

Dann durften wir am am Montag, dem 30.04.2007, die Eisbergspitzen von Victoria Beckham bewundern (die Frau eines prominenten Fussballers). Eine Story, die laufs des Tages den Toprang der Zugriffe erreichte. Zur Geschichte kam es laut Blick Online nur deswegen:

Offenbar hat Victoria Beckham auf Blick Online von Britneys neuster Luder-Attacke gelesen. Dabei muss sich die Fussballer-Gattin gedacht haben: «Was die kann, kann ich schon lang.»

Am Tag der Arbeit, dem 01.05.2007, dann ein Zwischenspiel mit zwei mir unbekannten, aber offenbar teilweise Prominenten aus Mexiko (”ein Zungen-Kuss, der es in sich hatte“).

Gestern Mittwoch, 02.05.2007, war die Reihe dann wieder an Britney Spears Es wurde “ein kleiner Nippel-Blitzer” erblickt (ebenfalls eine Top-Story).

Jeden Wochentag seit Freitag hat uns also Blick Online, reichlich bemüht, auf Überschneidungen der Themenbereiche Sex und Prominenz hingewiesen. Es ist wohl wahr, und vielleicht hat Readerscan genau das bewiesen: Sex und Promis werden mit Sicherheit angeklickt und bringen Klickerfolge. Es könnte aber auch sein, dass sich einige Leser irgendwann verabschieden, wenn es auf dem Online-Portal einer Boulevardzeitung kaum noch anderes als an den Haaren herbeigezogene Luder-Stories zu lesen gibt. Davon abgesehen kann ich nicht erkennen, was für mich als Leser an prominenten Brüsten besonders interessant sein soll. Aber vielleicht sollte ich daran nicht allzu lange rumstudieren.

Update am 03.05.2007, 10:10 Uhr: Und auch heute wieder Britney Spears. Diesmal handelt es sich um eine “handvoll Knospen vor der Hütte“.

6 vor 9

Ronnie Grob, 2. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ich werde zitiert, also bin ich
(jungle-world.com, Jörn Schulz)
Marcus Tullius Cicero war kein Freund des Ranking. »Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen«, riet der römische Philosoph. Doch in der Wettbewerbsgesellschaft muss immer einer der Beste oder wenigstens der Einflussreichste sein. Deshalb erstellt das Magazin Cicero eine Liste der 500 deutschen »Top-Intellektuellen«.

Chefredakteur Diekmann: ?Müssen uns der neuen Rolle Berlins stellen?
(faz.net, Michael Hanfeld)
Deutschlands größte Boulevardzeitung will nach Berlin umziehen. ?Bild?-Chefredaktuer Kai Diekmann im F.A.Z.-Interview über die Anziehungskraft der deutschen Hauptstadt, die Zukunft des Medienstandorts Hamburg und das Vermächtnis von Axel Springer.

Wünsch dir was
(sueddeutsche.de)
Die privaten Fernsehsender müssen sich warm anziehen: Wenn das kostenlose Fernseh-Netzwerk “Joost” startet, droht die Massenflucht der Zuschauer ins Netz.

?Es ist bedauerlich, dass es in der Schweiz keinen Medienjournalismus mehr gibt!?
(persoenlich.com)
In der Schweiz gäbe es keinen richtigen Medienjournalismus mehr, sagt der ehemalige Medienpionier und Sat.1-Chef Roger Schawinski.

Auf den letzten Zug
(teleboy.ch, Dr. Gonzo)
«Darf ich mich verabschieden», sagte der frühere SP-Präsident Helmut Hubacher um 23 Uhr 45, «ich muss auf den letzten Zug». Das war kurz vor Ende der Sendung; im «Club» wurde über die Frage debattiert «Was läuft falsch bei der SP?».

Bier öffnen mit Zeitung
(youtube.com, Video, 0:35 Minuten)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Blogwerk-Medienblogcharts:
Ausgabe 1.0 der Top 50

Ronnie Grob, 1. Mai 2007 um 23.28 Uhr, 31 Kommentare Kommentare

Die Top-50 Medienblogs in den Blogwerk-MBC: Bildblog einsam an der Spitze, Stefan Niggemeier und “Indiskretion” im Kampf um Platz 3 hinter “Blogbar”.

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Grau: Anzahl Links zum Blog; Blau: Anzahl verlinkender Blogs. Quelle: Technorati.com

Ein Blick auf die ersten zehn der ab sofort monatlich erscheinenden Blogwerk-Medienblogcharts (MBC) zeigt, dass noch lange nichts entschieden ist: Zwar scheint derzeit kaum ein anderes Blog dem “Bildblog” den Spitzenplatz in der Rangliste gemäss Technorati-Linkrelevanz streitig machen zu können, aber bereits auf den Plätzen drei und vier liefern sich Stefan Niggemeier und “Indiskretion Ehrensache” ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch spannender dürfte sich das Rennen um die Gunst der Leserschaft auf den hinteren Rängen der Top-50-Charts der deutschen Medienblogs entwickeln, welche die Medienlese ab sofort monatlich präsentieren wird.

Anlass für diese neue Dienstleistung war das grosse Interesse, auf welches unsere erste Liste deutschsprachiger Medienblogs anfangs März stiess.

Wir haben deshalb beschlossen, ab sofort in einem wöchentlichen Snapshot die Daten der wichtigsten deutschen Medienblogs bei Technorati zu erfassen - und wir werden sie an dieser Stelle jeden Monat inklusive Veränderungen publizieren, als weiterführende Information im Stil von Jens Schröders Deutschen Blogcharts.
Einige Bemerkungen vorneweg: Die Auswahl der Blogs war natürlich schwierig. Was ein Medienblog ist und was keins, ist gar nicht so einfach zu entscheiden. Als einfache Maxime haben wir folgenden Grundsatz - plus ein wenig Augenmass - genommen:

“Ein Medienblog ist ein Medienblog, wenn es sich mehrheitlich mit Medien beschäftigt.”

Als Medien definierten wir bekannte Formate wie beispielsweise Zeitschriften, Zeitungen, TV, Radio, aber auch Blogs.

Weiter zu den Top 50:
» weiterlesen

John Twenty wirbt weiter

Ronnie Grob, 1. Mai 2007 um 10.40 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

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John Twenty, seit Jahren täglicher Verbrecherjäger in Comicform bei 20 Minuten, hat besonderes Talent, den Lesern Produkte näher zu bringen (siehe auch hier). In der gestrigen Ausgabe schaffte er es, sowohl das unter dem Strip beworbene Nokia 2610 als auch das damit verknüpfte Angebot NATEL easy xtra-liberty von Swisscom Mobile zu erwähnen. Das Handy ist sogar so gut, dass es der Hund frisst.

Ist ja alles grossartig, nur: Die Deklaration, dass es sich bei der ganzen Seite um Werbung handelt, ist nicht zu finden - weder über dem Comicstrip oben, noch über dem Werbebanner unten. John Twenty wird also als redaktioneller Inhalt ausgegeben, ist dabei aber, jedenfalls in dieser Ausgabe, pure Werbung.

Die Gratiszeitung 20 Minuten verstösst somit gegen die Richtlinie 10.1 des Schweizer Presserats: “Trennung zwischen redaktionellem Teil und Werbung“. Dort heisst es:

Die Trennung zwischen redaktionellem Teil bzw. Programm und Werbung ist optisch und begrifflich klar zu kennzeichnen.

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Ronnie Grob, 1. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

“Einfach so eine Lüge in den Mund gelegt”
(bildblog.de)
“Ich, …, schreibe Ihnen wegen des heutigen Berichts der Bild-Zeitung auf Seite 3, zu dem ich, man kann wirklich sagen, benutzt und lächerlich gemacht wurde. Ich finde es eine bodenlose Frechheit, dass Sie auf der Straße irgendwelche Passanten anreden, penetrant nerven, ein dämliches Foto schießen und dieses dann auch noch riesengroß und vor allem mit ausgedachten Zitaten veröffentlichen.”

Ich bin markiert vom Tod
(zeit.de, Thomas David)
Tomi Ungerer hatte drei Infarkte, er ist 75 Jahre alt und immer noch unverdrossen. Nun ist sein jüngstes Buch erschienen. Es ist das 141.

Die sollen böse sein?
(taz.de, Andreas Rüttenauer)
Die Radsportler Jan Ullrich und Bjarne Riis sind längst zu einem Dauerskandal geworden: Immer neue Details ihrer Dopingvergehen werden vermeintlich enthüllt. Geht es wirklich um Aufklärung?

Ärger wegen Hugh und Bockwurst
(spiegel.de, Konrad Lischka)
Anwälte entdecken Blogs als Geldquelle. Ein US-Klatschportal wird mit einer Sieben-Millionen-Dollar-Klage wegen Fotodiebstahls überzogen. In Deutschland zittern viele vor Abmahnungen einer Rezepte-Website - bei denen es um ein Bockwurstfoto geht. Streitwert: 6000 Euro.

“Hier haben sich unglaubliche Szenen abgespielt”
(tagesspiegel.de, Yoko Rückerl und Jens Mühling)
Sacrower See bei Berlin oder Gorkipark in Moskau? Ulrich Deppendorf und Thomas Roth über ihre neuen Arbeitsplätze.

Die Gestörten
(brandeins.de, Wolf Lotter)
Deutschland begibt sich auf die Suche nach der Creative Economy, dem Schlüssel zur Wissensgesellschaft. Und stößt dabei auf eine Klasse, die irgendwie nicht ins Konzept passt.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

 
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