6 vor 9

Ronnie Grob, 18. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Schöne neue Blogosphäre? (+)
(freitag.de, Julian Kücklich)
Das Internet als Mittel der Selbstverwirklichung und der Selbstausbeutung.

Videobeweis bringt 9Live in Bedrängnis (+)
(dwdl.de, Jochen Voß)
Die Vorwürfe gegen den CallIn-Sender 9Live werden immer schwerer. Im Web ist ein Video aufgetaucht, das offenbar Zweifel am Zufallsprinzip “Hot Button” bestätigt. DWDL.de zeigt den Clip.

“Keine Demokratie kann sich das leisten”
(sueddeutsche.de, Jürgen Habermas)
Medien, Märkte und Konsumenten: Der Philosoph Jürgen Habermas, 77, sorgt sich um die Zukunft der seriösen Zeitung. Ein Essay.

Der Preis der Lohntüte
(nzz.ch, H. Sf.)
Blogger im Angestelltenverhältnis müssen ihre Worte sorgfältiger wählen als ihre freibeuterischen Internet-Kollegen. Die Aufregung um einen giftigen Kommentar illustriert diese Freiheitsdifferenz.

Asterix und die Blogosphäre
(blog-cj.de, C. Jakubetz)
In den vergangenen Tagen war ich viel in dem Mikrokosmos Blogosphäre unterwegs und ich habe viel über sie gelernt.

«W» wie «Weltwoche»
(blick.ch, Lena Tichy)
Sie war mal eine Zeitung, heute ist sie ein Grund zum Aufheulen: Die «Weltwoche». Und von niemandem wird die Zeitschrift mehr verachtet als von jenen, die sie lesen.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Weblog-Falschmeldung vernichtet Apple-Milliarden

Peter Sennhauser, 17. Mai 2007 um 8.04 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Falschmeldung auf «Engadget» löst Kurssturz der Apple-Aktie aus

applestocks

Es ist nur eine Delle, und der Taucher dauerte eine knappe halbe Stunde: Aber nachdem gestern das amerikanische Gadget-Blog «Engadget» aufgrund eines angeblich per Email aus dem Hause Apple eingetroffenen Tipps Verzögerungen bei der Auslieferung des iPhone ankündigte, stürzte der Kurs der Apple-Aktie binnen Minuten von 107.89 auf 103.42 Dollar, was die Marktkapitalisierung des Computerherstellers um vier Milliarden Dollar reduzierte, wie Michael Arrington von Techcrunch vorrechnet. Nach weniger als einer halben Stunde hatte sich der Kurs erholt. Er schloss dennoch 1.40$ tiefer als zu Marktbeginn.

Engadget hatte berichtet, das iPhone werde erst im Oktober ausgeliefert statt im Juni, und die neue Version des Betriebssystems OSX «Leopard» verzögere sich gar bis in den Januar 2008. Das alles wollte das Gadgetblog einer Email entnommen haben, die aus dem Hause Apple an Tausende von Mitarbeiten verschickt worden sei.

Apple reagierte prompt und unterrichtete Engadget und die andern Mail-Empfänger, dass es sich um eine Falschmeldung handle. Engadget wiederum berichtete daraufhin, es handle sich wohl um einen Scherz, aber die Email sei via einen der Apple-Server verschickt worden.

Das wiederum lässt TechCrunch spekulieren, dass wohl nicht Engagdet, aber Apple mit Klagen von Investoren zu rechnen hat, die aufgrund des Kurssturzes Geld verloren haben.

Soll noch jemand sagen, Blogs spielten keine Rolle…

Job der Woche

Ronnie Grob, 16. Mai 2007 um 14.36 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Verlagsleitung Wochentitel

Gelesen bei mediaforum.ch. Welcher Titel könnte da gemeint sein? Tipps?

Die Weltwoche im Internet, Jahr 2007

Ronnie Grob, 16. Mai 2007 um 12.24 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Weltwoche Halten wir doch mal fest, was in letzten Ausgabe der Weltwoche (10.05.2007) steht. Lesen wir zuerst Seite 10, “Lektionen für eine neue Zeit“, über die Akquisitionen von Rupert Murdoch, von Ralph Pöner:

Film-, Fernseh- und Zeitungstycoon Rupert Murdoch, 76, ragt unter den grossen Medienmanagern heraus, weil er seit einigen Jahren konsequent die digitale Botschaft predigt: «Glaubt ans Internet, setzt aufs Internet, der Rest ist bald zweitrangig.»

Dann blättern wir auf Seite 25, “Selbsttötung im Verlagswesen“, über die Selbsttötungen der klassischen Zeitungen, in dem es eigentlich um Gratiszeitungen geht, aber eigentlich auch vom Internet die Rede sein könnte, von Kurt W. Zimmermann:

Hermes-Precisa, Olivetti, Remington, Underwood, Triumph-Adler, Olymipa, Erika. Kaum ein ehemaliger Schreibmaschinenproduzent hat es geschafft, sich später auf dem Computer- und Druckermarkt zu etablieren. Alle hielten allzu lange an ihrem Geschäftsmodell fest, so lange, bis es zu spät war. Die einzigen zwei, die den Übergang gut hinbekamen, waren Brother und IBM.

Das hat Parallelen zur Medienindustrie. Es ist faszinierend, im Verlagswesen diese Selbsttötung der klassischen Zeitungen zu beobachten. Denn es ist klar, dass im Gefecht der Gratistitel weder in Stockholm noch in London oder Kopenhagen die Auflagen der Tageszeitungen explodieren. Im Gegenteil, sie sinken rapid. Und es wird in diesem Wettbewerbsumfeld auch für den Blick, den Tages-Anzeiger oder die Berner Zeitung immer heikler werden, dem Schicksal von Hermes-Precisa, Olivetti, Remington, Underwood, Triumph-Adler, Olymipa und Erika zu entgehen.

Alle Industrien durchlaufen Transformationsperioden. Das galt für die Schreibmaschinenproduzenten genauso wie für die Hersteller von Dampflokomotiven, Morsegeräten und Petroleumöfen. Eine abgelaufene Wertschöpfungskette wird durch eine neue Wertschöpfungskette substituiert. Man ist dabei, oder man ist nicht dabei.

Es ist wahr, der Blick, der Tages-Anzeiger und die Berner Zeitung werden von dieser Lage zuerst bedroht sein. Aber denkt die Weltwoche , sie sei weder von gedruckten Gratistiteln noch von einer Konkurrenz aus dem Internet bedroht?

Offenbar, denn obwohl sie oft interessante Trends und Entwicklungen frühzeitig erkennt und darüber schreibt, ist sie dieser Entwicklung gegenüber erstaunlich blind. Der Relaunch der eigenen gedruckten Ausgabe liegt genau 5 Jahre zurück (08.05.2002, hier ungewohnte Schwarzweissbilder dazu). Die aktuelle Website ging erstmals im Juli 2001 online. Sie ist solide, alles funktioniert, inklusive dem Kernstück, der Aufbewahrung der Artikel aus dem Heft. Beiträge, manchmal sogar mit Bildern, können damit gespeichert werden. Im Besonderen zeichnet sie sich aus durch eine verlinkbare und zukunftssichere Permalinkstruktur.

Aber reicht das aus? Verglichen mit der Entstehung der Erde sind ein paar Jahre ja auch keine Zeit - mit der Geschwindigkeit, in der sich das Internet entwickelt, aber schon.

Wir testen mal am Beispiel weltwoche.ch ein paar Funktionen einer Medienwebsite:

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6 vor 9

Ronnie Grob, 16. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Reden statt Adden
(zuender.zeit.de, Simone Deckner)
Zum Bier treffen? Das war früher. Im Zeitalter von Web 2.0 gilt: Zeig mir deine MySpace-Seite und ich sage Dir, wie cool Du bist. Simone Deckner will nicht mehr mitspielen.

“Der Abgesang auf die Zeitung ist falsch”
(sueddeutsche.de, Caspar Busse, Christopher Keil)
Der Rundumblick auf die Zeitungslandschaft: Mathias Döpfner, Vorstandschef des “Bild”-Konzerns Springer, spricht über die hohe wirtschaftliche Attraktivität klassischer Zeitungen und über Springers “Elefantenfriedhof” in Berlin.

?Dieses Jahr wird wegweisend für Blogs”
(politik-digital.de)
Am 15. Mai waren die Werbeblogger Patrick Breitenbach und Roland Kühl-v. Puttkamer zu Gast in der Blogsprechstunde in Kooperation mit den Blogpiloten. Sie gaben Tipps zur Vermarktung des eigenen Blog und verrieten, wie man mit Weblogs Geld verdient.

Medienmarkt: Gut, besser, Boulevard?
(mediendenk.com)
Siemens spendiert eine Saftbar mit einem singenden Barkeeper. Die Lautsprecherboxen sind gerade auf leise gedreht. Denn auf der Bühne um die Ecke spricht der rasende Ex-Reporter Udo Röbel (57) kritisch über seine Zeit beim Revolverblatt BILD.

Negativ
(vorwaerts.de, Werner Loewe)
Dem Axel-Springer-Verlag geht es blendend. Um das Ergebnis weiter zu verbessern, hat die Verlagsleitung zu Jahresbeginn eine weitere potentielle Einnahmequelle und zusätzliche Einsparmöglichkeiten ausgemacht: bei den freien Fotografen.

Die Wahrheit über den großen Selbstbetrug
(sevenload.com, Clap-Club, Video, 1:59 Minuten)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Gestörte

Ronnie Grob, 15. Mai 2007 um 11.04 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Helvetismen sind ja so ein Ding. Ist man in der Schweiz aufgewachsen, dann ist es ziemlich schwierig, ohne sie zu leben. Man kann sie zwar gut vermeiden - jedoch nur, wenn man auch weiss, dass dieses oder jenes Wort nur innerhalb der Sprachgrenzen verstanden wird. Wie genau also jemand, der noch nie in der Schweiz war, folgende Titel versteht, kann nur vermutet werden. Bahnhof?

blick gestört

Heute gestört

6 vor 9

Ronnie Grob, 15. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

“Es müssen nicht immer gleich Köpfe rollen”
(sueddeutsche.de, Christopher Keil)
“Bild”-Chef Diekmann wurde auf “Welt Online” in einem Blog hämisch angegriffen. Christoph Keese, erster Journalist der “Welt”-Gruppe, über die Unterschiede zwischen Journalismus und Blogs.

Der Blogruf des Geldes
(spiegel.de, Christoph Seidler)
Online-Werbung boomt. Doch Blogger bekommen von den Werbemillionen bisher kaum etwas ab. Das soll sich jetzt ändern - verspricht die Firma “Adical”. Und bezieht dafür prompt Prügel von Bloggern.

Lesestunde mit Max Schradin
(stefan-niggemeier.de, Video, 6:03 Minuten)
Schradin las meine Kolumne, die ich über ihn geschrieben hatte, live auf 9Live vor.

Die größte Gefahr dieses Sommers
(taz.de, Arno Frank)
“Rettet Knut armes Krebs-Mädchen?” - gesammelte Nachrichten aus der wunderbaren Welt der Tiere.

Wo ist der Zuschauer?
(debatte.welt.de, Don Dahlmann)
Als das Fernsehen erfunden wurde, war eines klar: Man musste sich keine Gedanken darüber machen, wo man den Zuschauer abholt, denn der Zuschauer ging dahin, wo das Fernsehen war. Bis heute hielt sich das Konzept ganz gut, auch wenn man mittlerweile oft schon sehr laut schreien musste, damit die Zuschauer auch den richtigen Sender einstellten. CBS, einer der Vorreiter in Sachen IPTV, stellt gerade fest, dass das Konzept im Netz nicht mehr funktioniert.

?My Generation?
(tagesspiegel.de, Sabine Pamperrien)
Der 79-jährige Peter Oakley ist der Grandpa des Internets. Jetzt covert der Brite den ?Who?-Klassiker.

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Blogger & Recherche

Ronnie Grob, 14. Mai 2007 um 21.35 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

bloggen1woessner.jpg

Auf medienlese publiziert mit Genehmigung
von Karikaturist Freimut Woessner

Gesehen in der aktuellen Zitty

“Heute” morgen mit heute-abend.ch

Ronnie Grob, 14. Mai 2007 um 10.57 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Schweizer Gratis-Abendzeitung Heute ergänzt ihre News-Website heute-online.ch (da heute.ch bereits besetzt war) mit einem neuen User-Portal, das sich heute-abend.ch nennt.

Online gehen soll das Ding morgen Dienstag, gegen 16 Uhr. Wir haben ein paar Screenshots davon. Für unbezähmbar Neugierige.

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6 vor 9

Ronnie Grob, 14. Mai 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der stumme Stuhlkreis
(sueddeutsche.de, Christian Kortmann)
In Gestengewittern: Am Ende der Amtszeit von Sabine Christiansen enthüllen wir das Geheimnis, wie man sich ihre Talkshow am besten anschaut: Man muss einfach den Ton ausschalten!

Blogger poppen mit
(netzeitung.de, Maik Söhler)
Die Anthologie «Pop seit 1964» versammelt Texte von Peter Handke bis Joachim Lottmann. Maik Söhler aber sagt: Blogger sind die Popliteraten von heute.

Die 200 mächtigsten Schweizer
(bilanz.ch, Stefan Barmettler, Jörg Becher, Dominik Flammer)
Meinungsmacher: Die Einflüsterer (pdf)
Medien: Die Lenker der vierten Kraft (pdf)

Murdoch und der Moschusduft der Macht
(spiegel.de, Marc Pitzke)
Er ist der mächtigste Medienbaron der Welt, aber er will immer noch mehr: Rupert Murdochs Angriff auf den “Wall Street Journal”-Konzern Dow Jones erschüttert Amerikas Pressewelt. Viele unterstellen dem 76-jährigen politische Motive. Ein Missverständnis.

Der Städtekampf
(taz.de, David Denk)
In einem offenen Brief protestiert der DJV Hamburg gegen die Verlagerung von “Bild”, “Bild am Sonntag” und Bild-Online nach Berlin. Morgen entscheidet der Vorstand über die Umzugspläne.

Germano Mosconi: PORCO DIO!
(youtube.com, Video, 3:03 Minuten)

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