Cash für Bezahlabos
Heute bin ich beim rumsurfen auf ein Zeitungsabo gestossen, bei dem man 50 Euro auf die Hand kriegt, wenn man es nur abonniert:
JA, ich bestelle ?Österreich? frei Haus (Mo-Sa) für 1 Jahr um nur 9,90 Euro pro Monat und erhalte 50,- Euro Cash auf mein Konto.
Dieses Angebot kann nur in Verbindung mit einem Abbuchungsauftrag in Anspruch genommen werden.
Super Sache! Allerdings wusste ich gar nicht, dass die Euroscheine in Österreich so enorm dick sind:

Während sich in der Schweiz und in vielen anderen Ländern die Gratiszeitungen durchgesetzt haben (das Gratisblatt 20 Minuten hat unterdessen soviele Leser wie Blick und Tages-Anzeiger zusammen), weigern sich die Massenblätter in Österreich offenbar weiterhin, ihr Papier gratis zu verteilen. Stattdessen locken sie mit abenteuerlichen Geldtransfers, die zu komplizierten Rechnungen wie dieser führen:
12 Monate x 9.90 = 118.80 - 50 Cash = 68.80 / 12 = 5.73 Euro.
5.73 Euro / ~ 26 Ausgaben im Monat = 0.22 Cent.
22 Cent kostet also auf diese Weise eine Ausgabe Österreich. Ob damit der Service der Nachhauselieferung bezahlt werden kann? Der in seinem Leseverhalten unbegreiflicherweise statische österreichische Leser soll jedenfalls so vom Traditions-Boulevardblatt Krone zur seit Herbst 2006 erscheinenden Österreich gezogen werden. Gemäss Standard klappt das aber noch nicht:
“Wie ein Kaninchen” sieht Fellner die Krone aufgeregt vor Österreich sitzen. Er erwähnt nicht, wie weit vorne sie sitzt: 838.000 zum Großteil zum Vollpreis verkaufte Exemplare gegen 162.000 meist mit Nachlässen verkaufte.
Da hat ja die nur ein paar Monate zuvor lancierte Schweizer Gratiszeitung Heute mit rund 211.000 Lesern mehr Zulauf. Und die gibt es nur in den Schweizer Städten Bern (128.000 Einwohner), Basel (166.000 Einwohner) und Zürich (343.000 Einwohner). Wien hingegen hat alleine 1.650.000 Einwohner. Das Distributionskonzept von Heute?
Die Auflage wird über rund 500 Boxen vor allem im ÖV-Bereich verteilt.
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