Schmerzende Satire
JibJab: “What we call the news”: Leider nur zu wahr und deshalb fast nicht mehr witzig.
Die Flash-Künstler von JibJab haben ein neues Hit-Video veröffentlicht, das sich über den Mist lustig macht, den die US-TV Stationen als News verkaufen. Ich weiss nicht mehr, ob ich lachen oder heulen soll, denn Zeilen wie die “Keine drei Prozent können auf einer Karte Kabul finden, aber 96% haben Britneys Pussycat gesehen” entsprechen wohl den statistischen Tatsachen. Und nicht nur in den USA.
Am Freitag voriger Woche allerdings hat eines der gleichgeschalteten Kabelnetzwerke den Vogel mit einem der vielen Teaser abgeschossen, die jeweils zu Fanfarenklängen vor dem Werbeblock (so ungefähr sechs pro Stunde) verlesen werden: FANFAREEEE! Sprecher: “Und wenn wir zurückkommen: Ein Sechsjähriger bricht in Tränen aus.” FANFAREEE! - Werbung.
Der Teaser war wohl gekürzt worden - der Sechsjährige, den jeder Sender zeigte, über den ich drüberzappte, war in der Schule von seinem vorzeitig aus dem Irak heimgekehrten Papi überrascht worden und hatte vor laufenden TV-Kameras eine herzerweichende “Jöööööhhhh”-Szene hingelegt.
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