Tagi zeigt, wo’s lang geht zum Strassenstrich

Peter Hogenkamp, 13. März 2007 10:33 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Prima Artikel im Serviceteil Bund “Zürich und Region” vom Tagesanzeiger.

TagesAnzeiger 2007-03-13 S-13 Mit-Bierflaschen-um-Freier-kaempfen Ausriss

Der interessierte Leser erfährt zum einen, dass die Preise auf dem Strassenstrich wegen des “gestiegenen Konkurrenzdrucks” offenbar Verhandlungssache sind…

TagesAnzeiger 2007-03-13 S-13 Mit-Bierflaschen-um-Freier-kaempfen Stadtplan

…und wenn er sich zu wenig auskennt, um den Strassenstrich zu finden, erhält er auch noch einen Stadtplan. Online ist der Artikel nicht verfügbar, sonst hätte man noch einen Link zu Google Maps oder map.search.ch setzen können. Ist ja letztlich gut, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, dass jemand ein bisschen Werbung macht.

Die andere Hälfte des Artikels umfasst boulevardeske Geschichten von den schlimmsten Erlebnissen der Mädchen (”Kopf in Schraubzwinge gesteckt” als Zwischentitel, “Einmal wurde sie vom eigenen Vater angesprochen” als Bildunterschrift).

Traurige Sache, in mehrerer Hinsicht.

TagesAnzeiger 2007-03-13 S-13 Mit-Bierflaschen-um-Freier-kaempfen

» Mehr lesen: Zeitungen (388)

» Weitere Artikel der Kategorie "News" lesen

» Nächster Artikel: Titanic TV
» Älterer Artikel: 6 vor 9

» Drucken
» Merken/E-Mail

4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. mds

    schrieb am 13. März 2007 um 16:39 Uhr (#)

    Wär’s nicht wieder einmal Zeit für Live Blogging? ;)

  2. Sanja

    schrieb am 13. März 2007 um 17:51 Uhr (#)

    Ganz schrecklich unsensibler Artikel. Vielleicht hätten sie beim Tagi auch mal die Rechnung 400 Fr. geteilt durch Marktpreise machen sollen, um sich die ganze Abgründigkeit, welche hier nur boulevard-mässig durchgehechelt wird, vor Augen zu führen. Oder vielleicht besser, dass sie das nicht auch noch ausführten.

  3. frank

    schrieb am 13. März 2007 um 19:11 Uhr (#)

    Lebt ihr in Zürich? Ganz sicher? Dann wisst ihr, was am Sihlquai los ist. Man kann sich über vieles ereifern, aber bitte nicht über einen suboptimal sensiblen Artikel über ein altes (und leider Gottes immer noch aktuelles) Gähn-Thema.

  4. Alex.

    schrieb am 14. März 2007 um 12:20 Uhr (#)

    Aus sozialer und ethischer Perspektive scheint es mir ziemlich fragwürdig, Prostitution als Gähn-Thema abzutun und eine Banalisierung ’suboptimal sensibel’.


Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

 
slug blogoscoop