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Das sind Ficker-Fragen!

Von Ronnie Grob am 17. Februar 2007 um 10:45 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Zeitschriften

Wenn junge Journalistinnen auf Rapper treffen, dann geht es oft rund. Wir erinnern uns dabei an das Interview zwischen Nora Hesse und Coolio (”Willst du mich verarschen, Bitch?”).

Heute im Tages-Anzeiger-Magazin eine ähnliche Auseinandersetzung. Als Beteiligte der Rapper Stress und die Journalistin Michèle Roten. Hören wir mal rein in das Gespräch:

Aber Ihre Musik ist dermassen ohne Ecken und Kanten, dass sie auf DRS3 läuft. Das lässt doch kein cooler Hiphopper auf sich sitzen.

Was soll ich sagen? J’aime ma belle musique. Ich mache mein Ding, ich bin an einem Punkt, wo mir niemand mehr dreinreden kann. Das, was ich mache, gefällt den Leuten.

“Libéré” etwa ist der perfekte seichte happy Radiosong, der niemanden stört.

Du bist schon echt ein Arsch, pickst dir da irgendwelche Sachen raus und bastelst einen komischen Kontext, nur damit du bescheuerte Fragen stellen kannst. Was soll ich dazu sagen?

Sie können sich erklären!

Das sind Ficker-Fragen! Mann! “Libéré” habe ich vor allem gemacht, weil das Album sonst sehr düster war und etwas brauchte, was dem Ganzen die Schwere nimmt. Mein Leben ist ja nicht immer so, manchmal, zwar nicht so oft, aber manchmal ist es auch schön und leicht und toll. Und das will ich mit “Libéré” rüberbringen.

Interessant zu erfahren wäre auch, ob sich die Beiden auf Englisch, Französisch oder Deutsch unterhalten haben. Ich tippe auf Englisch, das ist ja meistens so, wenn Romands und Deutschschweizer miteinander reden müssen.

Drüben im zeitungskritischen Blog blattkritik.ch wird sexistische und vulgäre Sprache diskutiert, wobei der Anlass dazu die letztwöchige Kolumne von Michèle Roten mit dem Titel “Frigide Hühner” ist.


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Ein Kommentar

[…] Es geht weiter in der Debatte um vulgäre Sprache und überflüssige Kolumnen, diesmal mit der Kolumne der Woche von Christian Rentsch in der WOZ. Er fand in nicht von ihm stammenden Kolumnen der letzten Zeit egoistische Motive vor, gestrickt aus Belanglosigkeiten. Aufgeführt werden Berichte über: Schnitte in den eigenen Finger, eigenes Unvermögen im Umgang mit Handys, Benutzen von Handys in Zügen, Domizilwechsel an der Goldküste (vom “geschwätzigen” Klaus J. Stöhlker). Ausgenommen von der Klage sind fast nur die Feingeister Manfred Papst und und Roger de Weck (”seltene Solitäre”). Seine Klage gipfelt so: Allen diesen Kolumnen ist eines gemeinsam: Da beschreiben Journalist­Innen, die nichts erlebt haben, dass sie nichts erlebt haben. Und dass ihnen in den letzten Tagen auch kein origineller, kluger oder sonst wie aussergewöhnlicher Gedanke in den Sinn gekommen ist. Das Einzige, was aus diesen Kolumnen spricht, ist der Drang, sein kleines Ich ins grosse Rampenlicht zu stellen: Ich, ich, ich, ich, ich … Denn wer Kolumnen schreibt, ist nicht irgendwer, sondern auf dem Weg zur Prominenz. […]


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