Menschen steuern das Internet

Ronnie Grob, 29. Dezember 2006 20:36 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

NZZ Online denkt heute im Text “Jahrmarkt der Eitelkeiten” über Web 2.0 nach. Wir haben diesen Text, nicht zuletzt zum besseren Verständnis, für unsere Leser etwas gekürzt und umstrukturiert:

1. Vorgeschichte

Das Internet war mal ein Ort, der “im weitesten Sinn” Informationen anbot. Das Internet diente als elektronischer Briefkasten. Das Internet (World Wide Web) wurde 1991 am Genfer Kernforschungszentrum Cern von Tim Berners-Lee entwickelt. Das Internet war ein Kommunikationsinstrument der Forschung und Technik.

2. Einfall der Amateure

Web 2.0 heisst das Gebilde, das weder ein Netz noch eine Software ist, wie die Bezeichnung vermuten lassen könnte. Im Web 2.0 findet ein Geben und Nehmen, ein reger Austausch von allerlei Dingen, Erlebnisberichten, Bildern, Tönen oder Know-how statt. Das Internet hat sich zu einem virtuellen Dorfplatz entwickelt, auf dem ständig ein Jahrmarkt stattfindet. Es kommen Leute zusammen, die zuvor noch nie voneinander gehört haben. Klar, dass sich auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten bald Hinz und Kunz selbst in Szene setzen.

3. Verbraucherhinweis

Werbebüros werden manchmal verführt, sogenanntes Guerilla-Marketing zu betreiben und Pseudo-Amateur-Videos auf YouTube zu laden. Durch die Grösse der Gemeinschaft ist die Chance gross, dass solche Machenschaften entlarvt werden. So geschehen beim vermeintlichen Video-Blog eines amerikanischen Teenagers namens Bree.

4. Weitere Verbraucherhinweise

Google verlangt keine Vorkenntnisse von seinen Nutzern. Wikipedia, das offene Lexikon, funktioniert nur, weil die gleiche Gemeinschaft, die es mit Inhalten füllt, diese auch kontrolliert und korrigiert. Für Laien ist oft nicht erkennbar, weshalb eine Website plötzlich einschlägt und Millionen von Menschen begeistern kann. Beta-Versionen und offene Baustellen, an denen stetig weitergewerkelt wird, werden zur Norm. Die leichte Handhabung ermöglicht es immer mehr Nutzern, sich im Web zurechtzufinden. Virtuelle Flüsterpropaganda macht vieles möglich.

5. Happy End

Der Mensch ist auch im Internet ein soziales Wesen. Wie in einem Ameisen-Staat bildet die Summe vieler Einzelheiten ein riesiges Ganzes. Das Jahr 2007 wird uns jedenfalls mit Bestimmtheit weitere nützliche Erzeugnisse der Web-Community bescheren. Das Internet wird renoviert.

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