6 vor 9

Peter Hogenkamp, 20. Dezember 2006 08:54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Gratistitel bewegen die Medienlandschaft
(Publicom AG, René Grossenbacher)
Der Vormarsch der Gratismedien ist nach Meinung der DELPHInarium-Experten unumkehrbar. Die Boulevardpresse und die regionalen Abonnementszeitungen sind vom Trend am stärksten betroffen. Leiden wird generell auch die journalistische Qualität. Die Lage ist aber nicht hoffnungslos: Für hochwertige Inhalte werden die Konsumenten auch in Zukunft Geld ausgeben.

Ein Versuch, Künstler vor Internetpiraten zu schützen
(Tages-Anzeiger Online, Verena Vonarburg)
Gratis Musik aus dem Internet herunterzuladen, ist erlaubt - aber nur, wenn man das Stück im privaten Kreis hört. So will es der Ständerat.

Neue Chefredaktion in der Netzeitung
(Netzeitung)
2007 beginnt für die Netzeitung mit einem Wechsel in der Chefredaktion. Michael Angele und Matthias Ehlert führen das Blatt künftig als Doppelspitze. Der bisherige Chefredakteur Maier kauft die «Readers Edition».

Max Schautzer gründet Senioren-Sender
(Handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Der ehemalige ARD-Entertainer Max Schautzer hat für sich seine Zielgruppe identifiziert. Der Moderator will im nächsten Jahr mit einem neuen Sender für Zuschauer ab 50 Jahren in Deutschland auf Sendung gehen, sagte der 66-Jährige dem Handelsblatt exklusiv. Mit dem digitalen Sender könnte Schautzer bei seinem Publikum jedoch technische Schwierigkeiten haben.

Happy Campers - US-Import “Barcamp” mausert sich zur Alternativkonferenz
(Telepolis, Oliver Gassner)
Man könnte sagen, ein Barcamp sei ein Mix aus einem nicht endenden Strom von Kaffee, funktionierendem WLAN, Schlafsäcken, dem Mangel an Powerpointpräsentationen und freiem Zutritt für alle, die mitarbeiten. Das wäre zwar nicht ganz die offizielle Definition, würde aber die Sache ganz gut treffen.

Martin Hitz gründet konverMedia GmbH
(pho) Martin Hitz, u.a. Ex-Redaktionsleiter NZZ Online und Projektleiter beim Relaunch der Tagesschau und vielgelesener Schweizer Blogger mit medienspiegel.ch, hat sich selbstständig gemacht. In seiner eigenen Medienmitteilung schreibt er: «Jeder Medienmanager möchte eine Website wie die BBC oder einen Internetauftritt wie der Londoner Guardian oder die New York Times.» Aber dann geben sie es an die IT oder an eine Agentur, die natürlich alle keine Ahnung haben. :-) Bliebe zu erwähnen, dass auch nicht alle das Budget der BBC oder der New York Times haben.
Viel Erfolg, Martin!

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Martin

    schrieb am 20. Dezember 2006 um 10:33 Uhr (#)

    Das ist nun etwas gar spitzfindig interpretiert, lieber Peter. Genau um den Endruck der Geringschätzung zu vermeiden habe ich ja geschrieben: “Allzu häufig werde die Konkretisierung und Umsetzung derselben [i.e. der Ideen] aber noch ganz an die Informatikabteilung und/oder an externe Webentwickler abgeschoben“.

    Und das mit der New York Times und der BBC war natürlich genau so gemeint.

    Und überhaupt: Es gibt ja nichts Schlimmeres als eine Pressemitteilung über sich selbst verfassen zu müssen ;-)

  2. Marc

    schrieb am 20. Dezember 2006 um 13:23 Uhr (#)

    Schön, dass sich Martin selbständig macht. Aber seine Website hätte er trotzdem bei “einer Agentur” machen lassen dürfen. Das Selbstgebastelte, das er bei den Publizisten beheben will, scheint mir bei ihm einen grafischen Ausdruck zu finden.

  3. Martin

    schrieb am 20. Dezember 2006 um 16:32 Uhr (#)

    Du hast ja recht, Marc. Ist aber alles eine Frage der flüssigen Reserven. Und schliesslich muss man sich ja auch noch steigern können!


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