6 vor 9

Peter Sennhauser, 12. Dezember 2006 08:54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

BND bezahlte 20 Reporter im Ausland
(Berliner Zeitung, Andreas Förster)
Die von “Focus” aufgedeckte Affäre rund um deutsche Auslandskorrespondenten, die auch für den Geheimdienst arbeiteten, bringt den Journalismus in Verruf und Medienleute in Gefahr. (Und die Tatsache, dass ausgerechnet “Focus” darüber berichtet, aber keine Namen nennt, bringt dem Blatt Schelte der “taz” ein.)

Eine Zeitschrift wie ein Friedhof
(Welt.de, Franz Josef Wagner)
Ein “Blättern in toter Materie”: Die “Tempo”-Gedenknummer hätte Hunter S. Thompson, dem Erfinder des “New Journalism”, nur ein “Shit” entlockt. Ohne ein Ausrufezeichen.

So wird man Milliardär
(Sueddeutsche.de, Caspar Busse)
Drei Bieter sind noch im Rennen um den Deutschen TV-Konzern Pro Sieben Sat 1. Verkäufer Haim Saban treibt den Preis weiter hoch. Dabei sind die Aussichten für das TV-Imperium nicht unbedingt rosig.

Zeitzeugen sind stark beeinflussbar
(Netzeitung)
“Oral History” ist nicht immer für bare Münze zu nehmen. Eine Studie zeigt, dass Meinungen und historische Verklärungen die Erinnerung der Zeugen beeinflussen.

Ein Tag wie jeder andere
(Stefan Niggemeier)
Der 11. Dezember 2006 war ein besonderer Tag für Hans-Jürgen Jakobs. Der Mann mit dem beeindruckenden Wörter-Setzkasten ist der neue Chef der Sueddeutschen Online…

US benutzen Google als Geheimdienst-Quelle
(Washington Post, Dafna Linzer)
Weil die CIA dem State-Department keine Auskunft geben mochte, suchte ersteres halt via Google nach den Namen von iranischen Nuklear-Experten - und fand sie, vor allem in veröffentlichten CIA-Papieren. (Englischssprachiger Artikel)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Shark

    schrieb am 12. Dezember 2006 um 09:49 Uhr (#)

    Journalismus in Verruf bringen? Ist das überhaupt noch möglich?

    Man könnte meinen, das Copy n’ Paste-Gewerbe hätte einen guten Ruf… :->

  2. Stefan

    schrieb am 13. Dezember 2006 um 00:32 Uhr (#)

    US benutzen Google als Geheimdienst-Quelle:

    Ich habe den Artikel gelesen. Die Aussage ist, dass ein unerfahrener Mitarbeiter des State Department mit Hilfe von Google eine Liste von Iranern erstellt hat, die mit dem Atomprogramm in naher Verbindung stehen und dafür sanktioniert werden sollen. Leider hatte er dabei kein glückliches Händchen.

    Es steht aber nirgends, dass er die Informationen aus veröffentlichten CIA-Papieren hatte.

    So wie Du es formulierst tönt es zwar spannend, entspricht aber nicht dem Artikel…sorry ;-)

  3. Peter Sennhauser

    schrieb am 13. Dezember 2006 um 08:40 Uhr (#)

    @ Stefan: DU musst Dich nicht entschuldigen, ICH muss sagen sorry - Du hast nämlich recht. Ich hab die Story an verschiedenen Orten gelesen und muss das irgendwo aufgeschnappt haben. Ist gestrichen.


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