Google eilt Zeitungen zu Hilfe
Printmedien sollen via Verkaufsplattform bei Google mehr Inserate anziehen
Die Suchmaschinenfirma Werbeagentur Google weiss nicht mehr wohin mit den Anzeigen. Auch im dritten Quartal dieses Jahres sind die Umsätze um 10 Prozent gestiegen - auf 2,7 Milliarden Dollar oder 70 Prozent mehr als im Vorjahr.
Aus dieser Position der Stärke eilt der Alb der Mainstream-Medien nun ausgerechnet den Zeitungen zu Hilfe, auf deren Brust er bisher gesessen hat: Wie die Britische Times meldet, wird Google demnächst eine Vermarktungsplattform für einige ausgewählte Tageszeitungen aus dem englischsprachigen Raum anbieten.
Wenn ich das alles richtig verstanden habe, sollen die Blätter via Google gewissermassen einen Anzeigenschalter eingerichtet kriegen, auf dem Kunden Ihre Werbung ebenso bequem und via Kreditkarte in der Times und andern platzieren können, wie sie es bisher bei Google für die Online-Welt getan haben.
Zwar betont Google, damit einen Testlauf für einen neuen Geschäftsbereich zu lancieren - allerdings sieht es im Augenblick mehr danach aus, dass der Internet-Gigant sich ein paar Sympathien bei den nach wie vor einflussreichen Blättern der alten Welt zurückholen will.
Die müssten sich überlegen, ob sie den grössten Abfluss an Werbung in eine andere Medienwelt Aera noch zusätzlich beschleunigen wollen, indem sie Google zum One-Stop-Shop für alle ihre Kunden und alle Anzeigenformen machen wollen.
Aber zum Überlegen bleibt der Papierpresse wohl keine Zeit mehr. Journalismus-Uberblogger Jeff Jarvis hat in seiner inoffiziellen Umfrage nur noch drei Ratschläge an Verlage für den Umgang mit Zeitungen zu hören gekriegt: Schnellstmöglich verkaufen/umbauen/verschenken.
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