Journalistenmorde

Ronnie Grob, 9. Oktober 2006 21:13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Journalismus ist ein gefährlicher Beruf. Vermeintlich die aufgeriebenen Nerven beruhigende Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak gefährden die Gesundheit, ausserdem drohen die Berufskrankheiten Schlafmangel und Logorrhöe, behauptet dieser Artikel aus der Werbewoche.

Schlimmer als diese mit dem Beruf verbundenen kleinen Laster ist die Bedrohung an Leib und Leben, wie es uns dieses Wochenende die Todesmeldungen von Journalistin Karen Fischer und Techniker Christian Struwe in Afghanistan sowie von Journalistin Anna Politkowskaja in Russland klar gemacht haben. In den Zeitungen wurde dazu ausführlich geschrieben:

Die taz bringt das Bild von Anna Politkowskaja auf das Titelbild mit der Schlagzeile “Mord an der Freiheit”. Dazu sind die Journalistenmorde Themen des Tages. Im Standard kann man ein im Dezember 2005 geführtes Interview mit ihr lesen. Im Tagesspiegel wird N24-Kriegsreporter Ralf Finke über Afghanistan ausgefragt, Elke Windisch schreibt über die unfreien Medien Russlands. Die Deutsche Welle trauert um ihre Mitarbeiter, zusätzlich hat sie ein Dossier über Afghanistan bereitgestellt.

Weitere Texte zum Thema erschienen bei der Berliner Zeitung, der Zeit, der NZZ, der Süddeutschen, der F.A.Z., im Spiegel und bei der Netzeitung.

Seit Anfang 2006 wurden gemäss reporters without borders bereits 56 Journalisten getötet, andere Quellen melden 75. Das ist im Vergleich der letzten Jahre eine leider ansteigende Zahl.

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    (10. Oktober 2006 10:09)

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