6 vor 9

Ronnie Grob, 31. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Last.fm zündet die nächste Stufe
(futurezone.orf.at, Patrick Dax)
Am Dienstag präsentiert das Musikempfehlungsservice Last.fm zahlreiche neue Features. ORF.at hat mit Martin Stiksel, dem aus Österreich stammenden Mitbegründer des Online-Musikdienstes, über einen möglichen Verkauf, die internationale Expansion und die Zukunft des Online-Musikmarktes gesprochen.

Zwischenmensch auf Zeichenreise
(taz.de, Timo Feldhaus)
Wegen ihm will schon halb Minnesota herziehen: Der englische Musiker Nick Currie alias Momus schreibt in seinem Weblog mit treffender Versponnenheit über das Leben in Berlin. Täglich. Verfehlte Globalisierte wie er sind Radar und Signal zugleich.

Niedergang des Bob Woodward
(die presse.at, Norbert Rief)
Der Ruf der Journalistenlegende Woodward ist angeschlagen, auch wegen des Buchs “State of Denial”.

Weblogs in Journalismus und Marketing
(serik.de, pdf, 332 kb)
Für den Kurs “Master-Tutorium” schrieben Florian Sander und Erik Schneider eine Arbeit über Blogs im Bereich Journalismus und Marketing.

«Verstümmelte Nachrichten habe ich lange genug geschrieben»
(blog.zeit.de, Falk Lüke)
Mit der Readers Edition startete die Netzeitung im Mai ein ambitioniertes Projekt: funktionierenden Bürgerjournalismus sollte es mit dieser Plattform geben. Doch nicht jeder, der gerne liest, fühlt sich auch zum Schreiben berufen. Doch eigentlich gibt es sie, die perfekte Schreibergruppe: Journalisten, die nie schreiben konnten, wie und was sie wollten. Zeit für eine, und das ist in keiner Form despektierlich gemeint, «Rentners Edition»?

Ohne Zweifel
(brandeins.de, Wolf Lotter)
Das war schon immer so. Das weiß doch jeder.
Das sieht man doch. Vorurteile hat jeder.
Ihr Preis wird in der Wissensgesellschaft ins
Unermessliche steigen.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Frankfurter Rundschau verwechselt Tage und Monate

Ronnie Grob, 30. Oktober 2006 um 20.23 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

In einem heute erschienen Text der Frankfurter Rundschau behauptet Peter Rutkowski, die Zugriffszahlen von Weblogs seien auch 2006 nur marginal. Wie Stefan Niggemeier, Medienjournalist und Gründer des Bildblogs, anmerkt, hat Herr Rutkowski bei den Recherchen die Zugriffszahlen einer Grafik von Jan Schmidt (Bamblog) entnommen, dabei aber Tage mit Monaten verwechselt.

» weiterlesen

(G)rübel

Ronnie Grob, 30. Oktober 2006 um 9.50 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der Blick entschuldigt sich heute mal wieder. Am Samstag hat sie den Direktor des Zürcher Zoos, Alex Rübel, zweimal mit falschem Namen erwähnt. In einem Text über den den kürzlich verstorbenen Rolf Balsiger wird er als Alex Grübel vorgestellt. Der originelle neue Name wird in der Entschuldigung nicht erwähnt, sondern es heisst nur:

Zoodirektor Alex Rübel wurde irrtümlich mit einem falschen Namen bezeichnet. Wir entschuldigen uns.

Sowas kann passieren, aber es spricht auch einiges dagegen:

» weiterlesen

6 vor 9

Ronnie Grob, 30. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Beute wehrt sich
(zeit.de, Götz Hamann und Florian Klenk)
Günther Jauch und seine Frau prozessieren gegen die »Bunte«. Der Abdruck von Paparazzi-Fotos könnte in Deutschland bald sehr viel teurer werden.

In Prag schreibt sichs billiger
(sonntagszeitung.ch, Michael Soukup)
Die «Süddeutsche Zeitung» hat eine Auslagerung der Online-Redaktion nach Tschechien geplant.

“Redaktionelle Kernkompetenz ist für unser Geschäft nicht entscheidend”
(persoenlich.com, Oliver Prange)
Die Telekom-Industrie weltweit erfindet sich gerade neu, denn die herkömmlichen Geschäftsmodelle brechen ein. So auch die Swisscom: Der dominierende Anbieter im Markt will ins Inhalts- und Werbegeschäft einsteigen.

Blogs und Journalismus, oder: Die Ära der Komplementarität
(ejo.ch, Marco Faré)
Manche lieben sie, manchen sind sie zutiefst zuwider. Manche halten sie für das Kommunikationsmittel der Zukunft, manche nur für eine Modeerscheinung und somit ein vorübergehendes Phänomen. Tatsächlich scheinen die Blogs in eine neue Phase eingetreten zu sein, in der man sie als Ergänzung zu den traditionellen Medien sieht.

Die Zukunft des Radios
(spiegel.de, Tim Renner)
Tim Renner, ehemals selbst Plattenboss und heute scharfer Kritiker der Musikindustrie, glaubt an die rettende Kraft des Digitalen. Ödes Formatradio gehöre bald der Vergangenheit an, prophezeit Renner in einem Gastbeitrag - denn die digitale Welt schaffe Vielfalt und Freiheit.

“Ich war Unterschicht”
(faz.net, Matthias Heine)
Der Vater verschwand noch vor der Geburt, mittags gab es Toast mit Ketchup, Geld für den Schulbus war auch nicht immer da. Ein persönliches Protokoll über eine Kindheit am Rand des sozialen Abgrunds.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Hausdurchsuchung beim Boardingpass-Hacker

Peter Sennhauser, 30. Oktober 2006 um 8.15 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ein alter Trick wird für die US-Behörden urplötzlich zum Thema.

blog

Sein Boarding-Pass Generator auf www.dubfire.net hat dem Informatik-Studenten Christopher Soghoian im US-Bundesstaat Indiana einen Besuch des FBI und wenige Stunden später, während er wohlweislich bei einem Freund weilte, eine Hausdurchsuchung mit der Beschlagnahmung aller Computer beschert: » weiterlesen

«Kabel aus dem Hintern» gezogen

Peter Sennhauser, 29. Oktober 2006 um 5.13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Comedy Central lässt alle eigenen TV-Clips auf Youtube löschen. Fast alle.

blog1.jpgDie Hiobsbotschaften für Google reissen nach dem Kauf von Youtube nicht ab: Einer nach dem andern verlangen die amerikanischen TV-Konzerne die Löschung von Clips und Ausschnitten ihrer Sendungen, die von Zuschauern auf Youtube gepostet wurden.

Comedy Central hatte bisher kein Problem damit, dass die besten Sketches aus der täglichen Satire-Newssendung «The Daily Show» regelmässig auf Youtube auftauchten (ebenso wie «Colbert Report» und «Southpark»). Aber wer seit gestern nach solchen Ausschnitten sucht, stösst ab sofort nur noch häufig* auf eine Mitteilung, «Dieses Video ist aufgrund einer Verletzung der Nutzerbedingungen entfernt worden». » weiterlesen

Kleinanzeigen mit Verantwortung

Ronnie Grob, 28. Oktober 2006 um 22.20 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wenn sich Erwachsene Erotik-Unterbrecherwerbung im Fernsehen anschauen, ist das nicht wirklich ein Problem: Mündige Zuschauerinnen und Zuschauer können mit ihren Früsten und Lüsten mehr oder weniger umgehen.

Anders ist das bei Jugendlichen: Die Bilder sexuell angeblich ständig verfügbarer Frauen, die Werbung für Filme, die ausgefallenste Perversionen als alltäglich erscheinen lassen - all dies ist für sexuell unerfahrene Jungen und Mädchen viel schwieriger einzuordnen.

Das Zürcher Bezirksgericht weist jetzt eine Branche in die Schranken, die ständig die Grenzen des gerade noch Erlaubten auslotet. Und es nimmt jene Medien in die Pflicht, die glauben, ihre Verantwortung höre nach dem Kassieren der Werbeeinnahmen auf.

Das schreibt Peter Johannes Meier in einem Kommentar heute auf der Titelseite des Tages-Anzeigers über die Verurteilung des Geschäftsführers von StarTV wegen Verbreitung von Pornografie (mehr dazu bei persoenlich.com).

Nehmen aber die Zeitungen selbst die angesprochene Verantwortung wahr? Wir testen den Tages-Anzeiger und den Blick:

» weiterlesen

Google verweigert Blogger die Einnahmen

Peter Sennhauser, 27. Oktober 2006 um 12.17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Suchmaschinengigant im (Klein-) Krieg gegen Clickfraud: Es wird ernst.

Hoppla: Hier berichtet ein Blogger, dass ihm Google die Auszahlung seines Anteils aus Werbeeinnahmen für ein ganzes Jahr verweigert - mit der Begründung, sie seien durch Clickfraud zusammengekommen. Bisher hatte die Diskussion um den «Betrug» mit selber angeklickten Google-Inseraten auf Webseiten Dritter vor allem in Kreisen Werbetreibender stattgefunden, und Google hat immer erklärt, das Problem im Griff zu haben.

Ich möchte das bezweifeln. Das grösste Problem für die Suchmaschinenfirma, die fast ihren gesamten Milliardenumsatz mit den winzigen Inseraten generiert, für welche die Werbekunden erst bezahlen müssen, wenn sie angeklickt worden sind, besteht darin, dass

A) Kleinstwerbetreibende inzwischen fürchten, von der Konkurrenz via Clickfraud (gezielte Klicks auf die Werbung des Widersachers, bis dessen monatliches Werbebudget erschöpft ist) arm geklickt zu werden und

B) nach und nach die Millionen Webseitenbetreiber, die Google-Ads auf ihren Seiten platzieren, um Ihren Verdienst fürchten und / oder von Google mit genau diesen Formbriefen verprellt werden wie, es in diesem Fall geschehen ist.

Sollten dadurch die Google-Aktien unter Druck kommen, wird das massive Auswirkungen auf die gesamte Web 2.0-Party haben.

«Mir gehts relativ gut»

Peter Sennhauser, 27. Oktober 2006 um 10.10 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Christoph Meili vlogt gegen den «Blick»

meili.jpg Einen leicht peinlichen Einblick in sein Leben präsentiert der inzwischen nach Kalifornien gezogene ehemalige UBS-Wachmann Christoph Meili, der vor neun Jahren während der Nazigold-Affäre bei der Schweizer Grossbank Akten vor der Vernichtung im Shredder bewahrt hat.

Auf Google Video reitet Meili, mit einer Flasche Bier in der Hand im Schlafzimmer posierend, eine etwas unentschlossene Attacke gegen den Blick, der ihn seit 8 Jahren diffamiere. » weiterlesen

6 vor 9

Ronnie Grob, 27. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Was ist heute guter Journalismus?
(akademie-fuer-publizistik.de, pdf, 89 kb)
Diese Preisfrage wurde 37 mal beantwortet, drei Gewinner stehen fest: 1. Philip Cueni, 2. Irene Dänzer-Vanotti, 3. Jörg Alsdorf.

Zwielichtige Meinungsbildner
(nzz.ch, S. B.)
Blogger werden zunehmend durch PR und Werbung vereinnahmt. Es geht dabei um den Versuch, einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Informationen herbeizuführen.

BILD sei Dank
(telepolis.de, Christian Gapp)
“Schockfotos von deutschen Soldaten” titelte BILD gestern. Schön sind sie nicht, die Fotos von Soldaten, die mit einem Totenkopf posieren. Aber sie sagen vielleicht mehr über die entrüsteten Betrachter und die Nöte der Soldatinnen und Soldaten bei Auslandseinsätzen aus als über die vermeintlichen Perversitäten der abgebildeten Soldaten.

Dänischer Chefredakteur freigesprochen
(welt.de, Clemens Bomsdorf)
An den Bildern drohte sich der Kampf der Kulturen neu zu entzünden. Doch das Gericht sieht in der Veröffentlichung der Mohammed-Zeichnungen keine Straftat. Die Kläger bleiben aber bei ihrer Sicht und gehen in Berufung.

Zappen verboten: Ein Fernsehtag mit der ARD
(faz.net, Jochen Hieber)
Im Zeitalter des Zappens einen Fernsehtag lang bei einem einzigen Sender zu verweilen und sich dabei nichts entgehen zu lassen: Das ist die Idee der Serie, mit der wir heute beginnen. Folge eins: 19 Stunden Das Erste.

Spieglein, Spieglein
(taz.de, Max Hägler)
Mit “clap” bekommen Medien und Werber nun ihr eigenes Satiremagazin: Das Spaßdefizit soll weg.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

 
slug blogoscoop