6 vor 9

Christina Schmid, 25. September 2006 08:54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

“Zu viel “Geschichtspornografie” im Fernsehen” (welt.de)
Historische Themen sind auf allen Kanälen sehr beliebt. Beim Publikum. Fachleute aber ärgern besonders die Sendungen von Guido Knopp im ZDF. Bei der Fachtagung in Konstanz kam es zum offenen Streit.

“Die Bild-Zeitung als Kulturproblem” (dradio.de)
Obszönität, Skrupellosigkeit und Niedertracht sind für Gerhard Henschel die wichtigsten Erkennungsmerkmale der größten Medienmacht in Deutschland. In “Gossenreport. Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung” wirft er dem Blatt vor, den Verfall der journalistischen Sitten ungehindert voranzutreiben.

“Billige Reporter” (mmm.verdi.de)
Der Stern gründet eine Bild-Agentur für Hobby-Fotografen, Bild stellt Presseausweise für “Leser-Reporter” aus, die Readers Edition sucht “20 Millionen Redakteure”. Schlagwörter wie “Bürgerjournalismus” und “partizipativer” Journalismus machen die Runde. Ist der gut ausgebildete, professionelle Journalist ein Auslaufmodell?

“Bombenblick” (tagesspiegel.de)
Ob Libanon oder Irak: Die Journalisten leben in Luxushotels und arbeiten unter Lebensgefahr.

“Plagiatpredigten” (telepolis.de)
Die Diskussion ums Klauen des geistigen Eigentums durch Copy&Paste hat auch die Priester und Pastoren erreicht.

“Polens Medien attackieren deutsche Journalisten” (berlinonline.de)
Sie sollen schuld sein am schlechten Image der Regierung.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. T.M.

    schrieb am 25. September 2006 um 09:30 Uhr (#)

    Das Problem damit ist, dass heute nur noch wenige den Wahrheitsgehalt beurteilen können. Die Suggestivkraft bewegter Bilder ist allerdings so hoch, dass für den Zuschauer praktisch klar ist, es müsse so gewesen sein wie dort dargestellt, die Kamera sei damals praktisch dabeigewesen. Eine weitere Dimension erhält dieses Phänomen noch durch Spielfilme. Man macht sich heute die Geschichte, die man haben will.

  2. T.M.

    schrieb am 25. September 2006 um 09:33 Uhr (#)

    Das Problem mit dieser Geschichtspornografie ist, dass heute nur noch wenige den Wahrheitsgehalt beurteilen können. Die Suggestivkraft bewegter Bilder ist allerdings so hoch, dass für den Zuschauer praktisch klar ist, es müsse, es könne nur so gewesen sein wie dort dargestellt, die Kamera sei damals praktisch dabeigewesen. Und der Zuschauer ist ja übrigens auch daran gewöhnt, dass die Kamera direkt irgendwo dabei ist.

    Eine weitere Dimension erhält dieses Phänomen noch durch Spielfilme mit historischen Inhalten: “Schindlers Liste”, “Titanic”, “Private James Ryan”, “Gladiator”, “Pearl Harbor”, “Der Untergang” - die Liste ist unendlich lang.

    Man macht sich heute die Geschichte, die man haben will.


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