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Findet man im Internet einen Text und drüber oder drunter steht “Von Bert Brecht”, dann denkt man, dieser Text habe Bertolt Brecht geschrieben. Dem ist nicht immer so, wie Constantin Seibt im NZZ Folio enthüllt. Er gibt zu, im September 1997 in der gleichen Publikation einen Text als Bert Brecht deklariert, ihn jedoch selbst geschrieben zu haben. Ob dieses Geständnis schon damals oder erst heute öffentlich wird, geht daraus nicht hervor. Gebeichtet oder nicht, im Internet steht ein Text “Von Bert Brecht” und auf den wird man auch aufmerksam.
Dem Geständnis (Folio lügt!) folgend die sich in den letzten Jahren angesammelten, sich auf die Fälschung beziehenden Links zum nachlesen:
Das alles zeigt uns, wie sorgsam im Internet-Zeitalter mit Quellen umgegangen wird. Nämlich gar nicht. Auch unser “Internetmagazin” ist vor solchen Fehlfunden nicht geschützt, denn die Zeit, um jeden Link und jedes Zitat auf seine Richtigkeit zu prüfen, gibt einem niemand. Und manchmal klingt etwas einfach auch besser, wenn es Bert Brecht gesagt hat.
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